Krankenhaushygiene up2date 2022; 17(02): 125-139
DOI: 10.1055/a-1395-4870
Infektiologie

Nachweisverfahren in der SARS-CoV-2-Diagnostik – Antigen-, Antikörper-, und Nukleinsäure-basierte Tests

Michael Kleines

Das Beobachten und die Kontrolle des Verlaufs der SARS-CoV-2-Pandemie erfordert die Identifizierung akut erkrankter Personen, infektiöser Individuen, immuner Personen, von Personen mit zurückliegender Infektion und von Trägern einer Virusvariante mit erhöhtem pathogenem Potenzial. Jede Analysemethode adressiert diese Anforderungen unterschiedlich gut, sodass sie je nach Fragestellung differenziert eingesetzt werden müssen.

Kernaussagen
  • Das Beobachten und die Kontrolle des Verlaufs der SARS-CoV-2-Pandemie erfordert die Identifizierung akut erkrankter Patienten, infektiöser Individuen, immuner Patienten, von Patienten mit zurückliegender Infektion und von Trägern einer Virusvarianten mit erhöhtem pathogenem Potenzial.

  • Dazu wurde eine große Zahl von diagnostischen Methoden zum direkten und indirekten Infektionsnachweis entwickelt, die jede für sich Stärken und Schwächen haben. Jede Methode adressiert die oben genannten Anforderungen unterschiedlich gut, sodass je nach Fragestellung diese Analysemethoden differenziert eingesetzt werden müssen.

  • SARS-CoV-2-Infektionen werden am besten durch PCR-Verfahren erkannt

  • Ein flächendeckendes, zeitnahes Erkennen infizierter und infektiöser Patienten ist, trotz aller Limitationen, nur mit einem Virusantigenschnelltest möglich.

  • Patienten mit durchgemachter Infektion sowie Serokonversion nach Impfung sollten mit Antikörpernachweisverfahren identifiziert werden.

  • Die Epidemiologie von Virusvarianten erfolgt optimalerweise durch PCR- oder durch NGS-gestützte Verfahren.



Publication History

Article published online:
02 June 2022

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