Allgemein- und Viszeralchirurgie up2date 2008; 2(4): 281-297
DOI: 10.1055/s-2008-1038715
Leber, Galle, Pankreas, Milz

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Neuroendokrine Tumoren des Pankreas

P. E. Goretzki1 , 3 , A. Starke2 , 3 , A. Akca1 , 3 , H. Böhner1 , 3 , B. Lammers1 , 3
  • 1Städtische Kliniken Neuss, Chirurgische Klinik I: Allgemeine- & Viszeralchirurgie, Lukaskrankenhaus Neuss
  • 2Zentrum für Innere Medizin & Neurologie, Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • 3Insulinom und GEP – Tumorzentrum Neuss-Düsseldorf
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Publication Date:
04 August 2008 (online)

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Neuroendokrine Tumoren des Pankreas (PET = pancreatic neuroendocrine Tumor) sind selten (4 – 12 Neuerkrankungen/1 Million Einwohner). Sie können als hormoninaktive Tumoren (40 – 60 % aller PET) über die Raumforderung imponieren oder über lymphatische und hepatische Metastasen (Abb. [1]). Hormonaktive PET fallen in der Mehrzahl durch die Folgen der Überproduktion von Insulin, Glukagon und anderen Hormonen auf. Biologisch werden gutartige PET von gut differenzierten neuroendokrinen Karzinomen und wenig differenzierten neuroendokrinen Karzinomen (2 – 3 %) unterschieden.

Wesentliche Unterscheidungsmerkmale sind neben der Metastasierung die Mitose- und Proliferationsaktivität, die u. a. am Ki-67-Proliferationsindex gemessen wird.

Während die wenig differenzierten Tumoren trotz aggressiver Therapie eine schlechte Prognose aufweisen, können Patienten mit gut differenzierten neuroendokrinen Karzinomen selbst bei Vorliegen von Lebermetastasen mehr als 10 Jahre überleben. Diese günstige Prognose kann allerdings nur erreicht werden, indem alle Therapieoptionen (Chirurgie, Chemotherapie, biologische Therapie, Chemoembolisation, Radionuklidrezeptortherapie etc.) interdisziplinär erwogen und auf den individuellen Patienten abgestimmt werden.

Quellenangaben

Zum Weiterlesen und Vertiefen

Prof. Dr. P. E. Goretzki

Chirurgische Klinik I, Lukaskrankenhaus GmbH, Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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Phone: 02131/888-3001

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