Diabetes aktuell 2007; 5(5): 223
DOI: 10.1055/s-2007-993263
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© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Vermehrtes Schwitzen - Für drei Millionen Deutsche ist immer Hochsommer

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Publikationsdatum:
31. Oktober 2007 (online)

 
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    Wer unter krankhafter Überfunktion der Schweißdrüsen leidet, schwitzt auch bei niedrigen Temperaturen. Wenn das Thermometer auf über 25 °C steigt, ist Schwitzen die normalste Sache der Welt. Vor allem bei körperlicher Betätigung. Der Organismus muss schließlich etwas gegen die überschüssige Hitze unternehmen. Rund drei Millionen Deutsche allerdings - so schätzen Experten - schwitzen immer. Sogar im Winter. Ursache ist eine krankhafte Überreaktion der Schweißdrüsen, die so genannte Hyperhidrosis. In den kälteren Monaten des Jahres lassen sich verräterische Schweißflecke zwar durch Pullover, Jacken und Mäntel verbergen; viele Betroffene schwitzen aber übermäßig am Kopf, im Nacken oder an den Handinnenflächen. Und da ist es nicht mehr so einfach, den ständig rinnenden Schweiß zu kaschieren. Zum Glück gibt es kosmetische Präparate, die der Hyperhidrosis nachweislich entgegenwirken.

    So empfiehlt Oliver Manstein vom Hyperhidrose-Informationsbüro in Essen den Einsatz spezieller Sprays: "Diese Sprays gibt es in allen Apotheken. Das darin enthaltene Aluminiumchlorid versiegelt die Schweißdrüsen, das Schwitzen hört auf." Laut Manstein habe sich vor allem das von einem britischen Apotheker entwickelte Odaban bewährt: "Dieses Kosmetikum wurde vor über 30 Jahren auf den Markt gebracht und hat schon Millionen geholfen. Bis Anfang dieses Jahres gab es Odaban nur im Ausland, jetzt ist es auch in deutschen Apotheken rezeptfrei erhältlich."

    Odaban hilft laut Manstein nicht nur bei übermäßigem Achselschweiß, sondern auch bei stark schwitzenden Händen sowie zu Eindämmung des Schweißes im Kopfbereich. Dazu sollte man ganz wenig der Flüssigkeit auf ein Kosmetik-Pad oder einen Wattetupfer sprühen und eine Woche lang jeden Abend vor dem Zubettgehen die betroffenen Stellen betupfen. Danach wären nur noch eine oder zwei Wiederholungen pro Woche nötig, um "trocken" zu bleiben.

    Wenn also andere medizinische Ursachen der Hyperhidrosis ausgeschlossen sind, wie hormonelle Unregelmäßigkeiten oder die Überfunktion der Schilddrüse, Nebenwirkungen von Medikamenten, Übergewicht oder psychischen Probleme, kann ein Behandlungsversuch mit Aluminiumchlorid sinnvoll sein.

    Pressemeldung Profact Communications GmbH

     
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