Diabetes aktuell 2007; 5(1): 8
DOI: 10.1055/s-2007-985317
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Typ-2-Diabetes - Schlechte Blutzuckereinstellung trotz Insulintherapie

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Publikationsdatum:
18. Juli 2007 (online)

 
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In Deutschland erhält jeder fünfte Typ-2-Diabetiker zusätzlich zur Diät und den oralen Antidiabetika Insulin. Im Prinzip ist dies eine ideale Mischung: Die Tabletten stärken die körpereigenen Insuline, und was fehlt, wird über die Spritzen ergänzt. Die Ergebnisse der "Diabetes in Germany (DIG)-Studie" zeigen jedoch, dass Patienten mit der Kombinationstherapie die schlechtesten Blutzuckerlangzeitwerte haben. Die DIG-Studie ist eine repräsentative Stichprobe von 4 020 Diabetikern. Sie untersucht, wie Diabetes-Patienten in Deutschland versorgt werden und welche Therapieformen am günstigen für die Blutzuckerwerte sind. Die Autoren kommen zum Ergebnis, dass die generell gute Versorgung der Patienten durch einen frühen Beginn der Insulintherapie verbessert werden könnte.

Ein Grund für die schlechten Ergebnisse der Kombinationstherapie ist die Tatsache, dass der Beginn der Insulintherapie hinausgezögert oder dass zu einer einmaligen Insulin-Injektion am Abend geraten wird. Mit Langzeit-Insulinen erzielt diese "Bedtime-Therapie" zwar eine über den gesamten Tag andauernde gleich bleibende Wirkung. Das Problem der kurzen, aber hohen Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten bleibt jedoch bestehen. Eine Intensivierte konservative Insulintherapie (ICT) würde dies vermeiden, setzt allerdings voraus, dass die Patienten vor jeder Mahlzeit ihren Blutzucker messen und lernen, den Bedarf abzuschätzen. Vielen Typ-2-Diabetikern ist das zu kompliziert. Doch auch die Alternative, die vereinfachte Form der ICT als mahlzeitenbezogene Insulintherapie mit kurzwirkenden Insulinen wird zu selten eingesetzt. Vor allem bei jüngeren Diabetikern gibt es Handlungsbedarf. Bei ihnen waren die Werte trotz einer Kombinationstherapie am schlechtesten. Dabei ist eine gute Blutzuckereinstellung bei jüngeren Patienten besonders wichtig, weil sie wegen der langen Lebenserwartung am stärksten von den Spätfolgen des Diabetes betroffen sind.

gb

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Literatur

  • 01 Köhler C . Hanefeld M . Praxis der Insulintherapie bei Typ-2-Diabetikern im Rahmen der DIG- (Diabetes in Germany) Studie.  Diabetologie. 2006;  1 366-373
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Literatur

  • 01 Köhler C . Hanefeld M . Praxis der Insulintherapie bei Typ-2-Diabetikern im Rahmen der DIG- (Diabetes in Germany) Studie.  Diabetologie. 2006;  1 366-373