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DOI: 10.1055/s-0045-1807663
Erste Ergebnisse zur Umsetzung der erweiterten anti-hormonellen Therapie beim frühen, HR+Mammakarzinom in Deutschland und Italien im Rahmen pflegebegleiteter Sprechstunden
Zielsetzung: Die oralen Tumortherapien und Patient:innenzahlen beim frühen HR+Mammakarzinom stellen eine neue Herausforderung dar. Ziel der Baselinebefragung der medizinischen Teams in Deutschland und Italien ist der Vergleich der Versorgungsstrukturen in beiden Ländern.
Methoden: Dies ist eine observative, prospektive, multizentrische, internationale Kohortenstudie, die Patient:innen unter erweiterter adjuvanter endokriner Therapie im Rahmen einer pflegebegleiteten Sprechstunde von zwei Zentren involviert. Im ersten Schritt des SPCC Projekts wurde zum Vergleich der onkologischen Behandlungsteams das onkologische Team (ärztlich, pflegerisch) und Patient:innen anhand selbstgenerierter Fragebögen zu zwei Punkten in Deutschland (N=13) und Italien (N=16) zum Therapiestart (Baseline) befragt. Die Befragung umfasst allgemeine Charakteristika, den Vergleich des Patient:innenspektrums der jeweiligen Institution sowie bestimmte Fragen zum Betreuungsaufwand und dem Wissenstand der Teams.
Ergebnisse: In beiden Ländern sind rund ein Drittel des Personals mit der aktuellen Betreuungssituation zufrieden (30,8%, 37,5%). Der Betreuungsaufwand wird sowohl vor als auch während der Therapie in Deutschland höher betrachtet als in Italien. So stufen 92,3% des deutschen medizinischen Personals den Betreuungsaufwand in den ersten 3 Monaten als hoch ein, während es beim italienischen medizinischen Personal 25% sind. Die Einführung einer pflegebegleiteten Sprechstunde würde sowohl beim deutschen Personal mit 84,6% als auch beim italienischen Personal mit 81,2% mehrheitlich zur Reduktion des Arbeitsaufwandes führen mit gleichzeitig positiven Effekt auf die Gesundheitsversorgung der Patient:innen (92,3%, 93,7%).
Zusammenfassung: Wir berichten im Verlauf unseres Projekts über die Veränderungen dieser Einschätzungen in den medizinischen Teams und aus Patient:innensicht nach Implementierung der pflegebegleiteten Sprechstunde in der Routineversorgung von Patient:innen mit frühem HR+Mammakarzinom unter Therapieerweiterung insbesondere mit CDK4/6 Inhibitoren.
Interessenskonflikt
Ich erkläre als korrespondierende/r AutorIn, dass ich oder einer bzw. mehrere meiner Ko-AutorenInnen während der letzten 3 Jahre wirtschaftliche oder persönliche Verbindungen im oben genannten Sinne hatten: Interessenskonflikt Details: Nadia Harbeck: Honorare für Vorträge und/oder Beratung von AstraZeneca, Daiichi-Sankyo, Gilead, Lilly, MSD, Novartis, Pierre-Fabre, Pfizer, Roche, Sanofi, Sandoz und Seagen. Rachel Würstlein: served as advisor, consultant, speaker and travel grant: Agendia, Amgen, Aristo, Astra Zeneca, Celgene, Clovis Oncology, Daiichi-Sankyo, Eisai, Exact Sciences, Gilead, Glaxo Smith Kline, Hexal, Lilly, Medstrom Medical, MSD, Mundipharma, Mylan, Nanostring, Novartis, Odonate, Paxman, Palleos, Pfizer, Pierre Fabre, PINK, PumaBiotechnolgogy, Riemser, Roche, Sandoz/Hexal, Sanofi Genzyme, Seattle Genetics /Seagen, Stemline, Tesaro Bio, Teva, Veracyte, Viatris, FOMF, Aurikamed, Clinsol, Pomme Med, medconcept, MCI. Schinköthe: CANKADO (Shareholder, Managing Director). Franziska Henze: Lilly, SPCC. L. Yasmin Bagci, Alessandra Gennari, Renate Haidinger, Alexander König, Letizia Matera, Kerstin Paradies, Dorothea Strobach: keine Interessenskonflikte.
Publication History
Article published online:
04 June 2025
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