Geburtshilfe Frauenheilkd 2024; 84(10): e88
DOI: 10.1055/s-0044-1790615
Abstracts │ DGGG

Calciphylaxie der Mamma

Authors

  • N. Amann

    1   Universitätsfrauenklinik Erlangen, Erlangen, Deutschland
  • L. Brückner

    1   Universitätsfrauenklinik Erlangen, Erlangen, Deutschland
 
 

Einleitung: Die Calciphylaxie ist eine potenziell letale Erkrankung, die sich insbesondere in Weichteilinfektionen und Nierenfunktionsstörungen äußert. Bei progredientem Verschluss der arteriellen Perfusion stellt sich gehäuft ein infektiöses Geschehen mit septischem Ausgang dar. Die Mortalität des Erkrankungsbildes liegt bei über 50% innnerhalb der ersten 12 Monate nach Erstdiagnose.

Anamnese/Therapie/Verlauf: Die 66-jährige Patientin stellte sich initial in unserem Brustzentrum bei Verdacht auf eine ausgeprägte Mastitis non-puerperalis vor. In der körperlichen Untersuchung zeigte sich ein ca. 8 cm großer Tastbefund in der linken Mamma. Sonographisch zeigte sich am ehesten ein phlegmonöses Geschehen. Sowohl ein Abszess als auch eine Malignität konnten ausgeschlossen werden. Histologisch wurde ebenfalls eine Malignität ausgeschlossen. Der Befund war mit einer ischämischen Fettgewebsnekrose vereinbar. Es wurde eine intravenöse Antibiose mit Clindamycin begonnen. Zunächst zeigte sich der Befund regredient. Im Verlauf rezidivierte der Befund mehrmalig, woraufhin die operative Sanierung erfolgte. Darunter stellte sich eine deutliche Besserung der klinischen Symptomatik dar. Nebenbefundlich war die Patientin bei chronisch humeraler Transplantatniereninsuffizienz diaylsepflichtig. In Zusammenschau mit der Dermatologie erfolgte bei vorliegender klinischer Gesamtsituation die Diagnose einer Calciphylaxie. 3 Monate postoperativ stellte sich die Patientin in der dermatologische Klinik mit beidseitig phlegmonösen Entzündungen der Unterschenkel vor. Bei progredientem septischen Verlauf wurde die Patientin auf Palliativstation verlegt. Dort verstarb die Patientin kurz darauf.

Ergebnis: Calciphylaxie


Interessenskonflikt

Ich erkläre als korrespondierende/r AutorIn, dass ich oder einer bzw. mehrere meiner Ko-AutorenInnen während der letzten 3 Jahre wirtschaftliche oder persönliche Verbindungen im oben genannten Sinne hatten:

Lena Brückner: AstraZeneca. Interessenskonflikt Details: Dr. Niklas Amann: AstraZeneca. Lena Brückner: AstraZeneca.

Publication History

Article published online:
01 October 2024

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