Senologie - Zeitschrift für Mammadiagnostik und -therapie 2024; 21(02): e33
DOI: 10.1055/s-0044-1786142
Abstracts

Die MAK-Rekonstruktion – der finale Step in der Wiederherstellung der Brust

Authors

  • D. Steiner

    1   Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, BG Unfallklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • H. Lauer

    1   Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, BG Unfallklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • T. Thiel

    1   Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, BG Unfallklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
  • A. Daigeler

    1   Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, BG Unfallklinik Tübingen, Tübingen, Deutschland
 
 

Zielsetzung : Die Wiederherstellung der weiblichen Brust nach Ablatio mammae geht mit einer hohen Patientenzufriedenheit und deutlichen Verbesserung der Lebensqualität einher. Dabei stellen alloplastische und/oder autologe Rekonstruktionsverfahren, wie die DIEP- Lappenplastik, zunächst die äußere Form der weiblichen Brust wieder her. Im weiteren Verlauf können formangleichende Eingriffe, wie die Mammareduktionsplastik der Gegenseite oder ein Lipofilling, notwendig sein bevor der Mamillen-Areola-Komplexes (MAK) rekonstruiert werden kann.

Methoden : Anhand ausgewählter Fälle sollen die zugrundeliegenden Techniken der MAK-Rekonstruktion demonstriert werden. Dabei werden die einzelnen OP-Schritte erläutert, die postoperativen Ergebnisse gezeigt und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Techniken kritisch vor dem Hintergrund der pertinenten Literatur evaluiert.

Ergebnisse : Für die Mamillenrekonstruktion hat sich in unserer Klinik der „star flap“ bewährt. In Abhängigkeit der Areolagröße und Hautqualität kommen unterschiedliche Entnahmestellen für die Areolarekonstruktion in Frage (abdominelle Narbe, Leistenhaut, Oberlidhaut, Areola der Gegenseite). Wichtig ist zu beachten, dass die rekonstruierte Areola häufig im Verlauf abblasst und die Mamille an Volumen verliert. Eine alternative Methode stellt die Tätowierung des MAK dar, welche auch komplementär zu autologen Techniken verwendet werden kann. Eine sensible Wiederherstellung des MAK ist derzeit nicht möglich.

Zusammenfassung : Es liegt ein breites Armamentarium an unterschiedlichen Techniken zur Rekonstruktion des Mamillen-Areola-Komplexes vor. Dabei sollten die unterschiedlichen Techniken patientenindividualisiert eingesetzt werden, um die Zufriedenheit und das ästhetische Outcome zu maximieren.


Interessenskonflikt:

Ich erkläre als korrespondierende/r AutorIn, dass meine KoautorenInnen mir mitgeteilt haben, dass sie während der letzten 3 Jahre keine wirtschaftlichen oder persönlichen Verbindungen im oben genannten Sinne hatten. Auch ich selbst hatte keine derartigen Verbindungen in den letzten 3 Jahren.

Publication History

Article published online:
03 May 2024

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