Gesundheitswesen 2024; 86(S 02): S70
DOI: 10.1055/s-0044-1781782
Abstracts | BVÖGD, BZÖG, DGÖG
25.04.2024
Digitalisierung 1 08:30 – 10:00 | Saal X.9

Bedarfs- und Bedürfnisanalyse zur Weiterentwicklung von Bildungsangeboten zu digitalen Kompetenzen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Authors

  • L. Kilian

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • L. van Hout

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • A. Hiller

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • J. Litz

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • M. Roppel

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • A. Hinsche-Böckenholt

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • A. Freitag

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • A. Kreft

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • S. Lisak-Wahl

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • F. Naundorf

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
  • D. Starke

    1   Akademie für das Öffentliche Gesundheitswesen (AÖGW) Kanzlerstr. 4 40472 Düsseldorf
 
 

Theoretischer Hintergrund: Im Rahmen des Projektes „Bedarfsorientierte Unterstützung und Qualifizierung für digitale Transformationsprozesse im Öffentlichen Gesundheitsdienst“ (BUDDI) beschäftigt sich das Teilprojekt „Digitale Kompetenzen“ mit der Gestaltung, Durchführung, Evaluation und Weiterentwicklung von Bildungsangeboten zu digitalen Kompetenzen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Die Studie ist aus verschiedenen Perspektiven relevant. So werden die Ergebnisse der Bedarfs- und Bedürfnisanalyse benötigt, um Curricula zu digitalen Kompetenzen im ÖGD partizipativ weiterzuentwickeln. Aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel ergänzen die gewonnenen Erkenntnisse das Feld der Fachkräfteentwicklung im ÖGD. Das Forschungsinteresse fokussiert auf das Ermitteln systemischer Bedarfe, Wünsche, Hindernisse und Anregungen von ÖGD Mitarbeiter:innen, Entscheidungsträger:innen und anderen Stakeholdern zu Bildungsangeboten im Themenbereich "Digitale Transformation im ÖGD" bzw. "Digitale Kompetenzen".

Forschungsfrage: Es werden folgende Forschungsfragen gestellt: 1) Welche Bedarfe und Bedürfnisse zum Thema Bildungsangebote zu digitalen Kompetenzen haben ÖGD-Akteur:innen unterschiedlicher institutioneller Ebenen? 2) Welche individuellen Bedürfnisse zum Thema Lehrinhalte und Lehr- und Lernformate bezüglich digitaler Kompetenzen haben ÖGD-Akteur:innen? 3) Welche beruflichen Rollenbeschreibungen und Erwartungen an die Rolleninhaber:innen ergeben sich aus diesen Bedarfen und Bedürfnissen der ÖGD-Mitarbeiter.innen?

Methode: Ein mixed-method Ansatz wurde gewählt. Zuerst wurden Bedarfe- und Bedürfnisse bezüglich der im Arbeitsalltag des Gesundheitsamtes benötigten digitalen Kompetenzen mit Hilfe von Online-Fragebögen quantitativ erhoben. Der Fragebogen umfasst 13 Fragen zu den Bereichen Lerninhalte, Lehr-und Lernformate. Die Ergebnisse werden mit der Statistik- und Analysesoftware IBM®​ SPSS®​ Statistics ausgewertet. Im qualitativen Teil werden ca. 20 halbstandartisierte online Expert:inneninterviews über systemische Bedarfe für die Ausgestaltung von Bildungsangeboten für digitale Kompetenzen mit ÖGD-Akteur:innen durchgeführt. Dafür wird mit Hilfe des SPSS-Prinzips von Helfferich ein Interviewleitfaden erstellt, alle Interviews nach Kuckartz & Raediker transkribiert und mit MAXQDA induktiv und deduktiv ausgewertet. Abschließend findet die Triangulation/Synopse der quantitativen und qualitativen Ergebnisse statt. Die Dialoggruppe, an welche sich die Forschungsfragen primär richten sind ÖGD Mitarbeiter:innen und Entscheidungsträger:innen aller föderalen Ebenen des ÖGD. Weitere Dialoggruppen sind Stakeholder mit Interesse an Digitalisierungsthemen im ÖGD, wie der Wissenschaft, dem privaten Sektor, der Politik, den Verbänden sowie bereits tätigen Anbieter:innen.

Ergebnisse: Die Ergebnisse werden im Rahmen des Vortrages präsentiert.

Diskussion: Die Studie gibt einen Überblick über individuelle Bedürfnisse wie präferierte Lernmethoden, gewünschte Lerninhalte und übergeordnete Bedarfe. Ebenfalls werden aktuelle –und Zukunftsthemen des ÖGD sowie systemische Fördermöglichkeiten und Hinderungsgründe für die Teilnahme an Bildungsangeboten für digitale Kompetenzen eruiert. Auch die Notwendigkeit von Digitalisierungsbeauftragten – und Digitalisierungsmultiplikatoren und deren benötigte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen und die Rollenerwartungen an diese Personengruppen werden in den Blick genommen. Unseren Wissens nach ist es die erste Studie, die diese Fragen speziell für den ÖGD beantwortet und mit deren Hilfe ein bestehendes Bildungsangebot agil weiterentwickelt wird.


Interessenskonflikte

Die Autor:innen erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Publication History

Article published online:
10 April 2024

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