Laryngorhinootologie 2023; 102(S 02): S100
DOI: 10.1055/s-0043-1766746
Abstracts | DGHNOKHC
Otologie/Neurootologie/Audiologie: Cochleaimplantat

Gesetzter Vortrag aus der Univ. HNO-Klinik Frankfurt/M.: Erhebung zu Komplikationen bei MRT-Untersuchungen mit bedingt MRT-tauglichen Cochlea-Implantaten

Authors

  • G. Andreas Loth

    1   Klinik für HNO-Heilkunde Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Hals Nasen Ohrenheilkunde
  • Martin Leinung

    1   Klinik für HNO-Heilkunde Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Hals Nasen Ohrenheilkunde
  • Nelly Amthauer

    1   Klinik für HNO-Heilkunde Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Hals Nasen Ohrenheilkunde
  • Timo Stöver

    1   Klinik für HNO-Heilkunde Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Hals Nasen Ohrenheilkunde
  • Silke Helbig

    1   Klinik für HNO-Heilkunde Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Hals Nasen Ohrenheilkunde
 
 

Die Magnetresonanztomografie (MRT) als häufig angewendetes bildgebendes Verfahren kann auch bei Hörimplantat-Patienten zur Diagnostik eingesetzt werden. Aufgrund der Komplikationsgefahr dieser Untersuchung bei Cochlea-Implantat Patienten (Magnetdislokation) haben die Hersteller reagiert und es gibt mittlerweile mehrere Implantate, welche ohne weitere Vorkehrungen bedingt MRT tauglich sind. Ziel dieser Studie war es mittels einer Patientenbefragung das Auftreten von Komplikationen bei einer MRT-Untersuchung mit dem bedingt MRT tauglichen Implantaten zu erfassen. Zwischen Februar 2018 und Juni 2022 wurden Patienten mit einem bedingt MRT tauglichen Implantat mittels Fragebogen befragt. Erfasst wurden allgemeine Informationen zum Implantat, ob bereits MRT-Untersuchungen durchgeführt wurden, ob bei diesen speziellen Schutzmaßnahmen eingehalten wurden und ob Komplikationen vorkamen. Im Falle mehrerer MRT-Untersuchung wurde nur die letzte durchgeführte Untersuchung abgefragt und ausgewertet. 258 Fragebögen von Patienten konnten ausgewertet werden, davon gaben 33 Patienten (13%) an ein MRT mit Ihrem Implantat durchgeführt zu haben. Es kam zu keiner Magnetdislokation. Bei 19 (58%) Patienten wurde vor der Untersuchung ein Wickelverband angelegt. 5 Patienten (15%) klagten über Schmerzen während der Untersuchung. In einem Fall musste das MRT aufgrund der Schmerzen abgebrochen werden. Alle Patienten, die über Schmerzen klagten, trugen einen Wickelverband. Durch die neue Generation bedingt MRT tauglicher Cochlea-Implantate ist eine MRT-Untersuchung mit einem hohen Grad an Sicherheit möglich. Schmerzen können bei der MRT-Untersuchung weiterhin auftreten, wobei für diese auch der eng anliegende Wickelverband verantwortlich sein kann. Hier sind weitere Untersuchungen notwendig.


Interessenskonflikt

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Publication History

Article published online:
12 May 2023

Georg Thieme Verlag
Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany