Dialyse aktuell 2017; 21(S 01): s8-s12
DOI: 10.1055/s-0043-122402
Schwerpunkt | Dialyse
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Neue Entwicklungen in der Dialysetechnik

Entfernung von Urämietoxinen

Authors

  • Christopher Gohlisch

    Med. Klinik mit SP Nephrologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Berlin
  • Walter Zidek

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Publication History

Publication Date:
11 January 2018 (online)

Zusammenfassung

Die terminale Niereninsuffizienz geht mit einer Akkumulation von Urämietoxinen unterschiedlicher Größe, Hydrophilie und Proteinbindung einher. Lange Zeit waren Dialyseverfahren v. a. auf die Elimination niedermolekularer Urämietoxine mittels Diffusion ausgerichtet, während seit den 1980er-Jahren zunehmend die Konvektion mit einer verbesserten Elimination mittelmolekularer Moleküle in den Fokus rückte. Aktuelle Entwicklungen haben zum Ziel, diese historischen Dialyseprinzipien um elektromagnetische und adsorptive Mechanismen zu ergänzen und dabei Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden. Neue nanotechnologische Verfahren bieten die Möglichkeit der Beschichtung von Dialysemembranen mit verschiedenen Substanzen und weitere Dialyseverfahren versuchen mittels hochkonzentrierter Natriumkonzentrationen die Elimination von proteingebundenen Substanzen zu verbessern. Neben diesen neuen Entwicklungen drängt sich aufgrund der unterschiedlichen, unspezifischen Adsorptionseigenschaften der bisher verwendeten Dialysematerialen die Frage auf, ob und – wenn ja – welche Dialysematerialien die Mortalität möglicherweise beeinflussen.