Rofo 2017; 189(08): 767-768
DOI: 10.1055/s-0043-108690
The Interesting Case
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Inflammatorischer myofibroblastischer Tumor: ungewöhnliche Differenzialdiagnose einer Lobärpneumonie im Röntgenthorax

Authors

  • Anna Hammel

    Department for Diagnostic and Interventional Radiology, UKE Hamburg, Germany
  • Björn P. Schönnagel

    Department for Diagnostic and Interventional Radiology, UKE Hamburg, Germany
  • Jochen Herrmann

    Department for Diagnostic and Interventional Radiology, UKE Hamburg, Germany
Further Information

Publication History

06 November 2016

22 March 2017

Publication Date:
06 July 2017 (online)

Einleitung

Der inflammatorische myofibroblastische Tumor (IMT) ist ein seltener mesenchymaler Tumor vorwiegend des Kindes- und Jugendalters. IMT weisen regelhaft eine gute Prognose nach Resektion auf, selten aber können lokal aggressives Wachstum und Metastasen zu einer Prognoseverschlechterung führen (Marie-Cardine A et al. Bull Cancer 2011; 98: 209 – 216). Über die Ätiologie der IMT ist nur wenig bekannt, eine Überexpression des ALK (anaplastic lymphoma kinase)-Gens scheint aber eine entscheidende Rolle zu spielen. Aufgrund der sehr variablen anatomischen Manifestation und unspezifischen bildgebenden Merkmalen stellt die Diagnose eines IMT eine große Herausforderung dar.

Wir berichten über den Fall eines 10-jährigen Mädchens mit dem klinischen und radiologischen Bild einer Pneumonie, bei dem schließlich die Diagnose eines intrathorakalen, lokal infiltrierenden IMT gestellt wurde.