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DOI: 10.1055/s-0042-1747454
Der Effekt von Stathmin-1 auf die Regeneration der Haarzellen der Cochlea und der Maculaorgane durch Transdifferenzierung von Stützzellen
Authors
Haarzellen des Corti-Organs sind hochsensitiv gegenüber äußerer Schädigung und beim Menschen und Säugetier nicht regenerativ, jedoch besteht Hoffnung, künftig durch die Aktivierung bestimmter Signalwege eine Regeneration zu ermöglichen. Ein Schlüsselmolekül der Haarzellregeneration ist p27KIP1. Dieses Zellzyklus-regulierende Protein wird beim Säugetier nach der Hörentwicklung in den Haarzellen exprimiert und verhindert die spätere Proliferation. Die Signalwege, durch welche p27KIP1 die Haarzellregeneration inhibiert, sind jedoch bislang unbekannt. Stathmin, ein Mikrotubuli-interagierendes Molekül, könnte ein Molekül sein, welches bei der Regeneration beteiligt sein könnte. p27KIP1 besitzt eine nachgewiesene Zellzyklus-inhibierende Interaktion mit Stathmin. In Vorversuchen der Arbeitsgruppe konnte Stathmin in cochleären Stützzellen nachgewiesen werden, dessen Expressionsmuster der Hörreife folgte und bis ins höhere Lebensalter bestand. Darauf aufbauend werden whole-mount Corti-Organe von Mäusen am Tag p3 bis p6 nach Schädigung durch ein Aminoglykosid mit entsprechenden Stathmin-Modulatoren wie Forskolin und VIP kultiviert, um nach einer immunhistochemischen Färbung, Effekte auf die Transdifferenzierung der Stützzellen zu analysieren. Eine genaue Beobachtung der Konversion von Stütz- zu Haarzellen erfolgt hierbei durch Live Cell Imaging. Außerdem wird das Expressionsmuster von Stathmin, dessen phosphorylierten Isoformen sowie seinen Interaktionsmolekülen p27KIP1 und Sox-2 mithilfe von Kryoschnittpräparaten dargestellt. Mithilfe des Proliferationsmarker BrdU konnte festgestellt werden, dass die Phosphorylierung von Stathmin-1 zur Proliferation der Stützzellen der Cochlea sowie der Maculaorgane führt und Auswirkung auf die Transdifferenzierung in neue Haarzellen hat.
Interessenskonflikt
Der Erstautor gibt keinen Interessenskonflikt an.
Publication History
Article published online:
24 May 2022
© 2022. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).
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