Z Gastroenterol 2022; 60(04): e251-e252
DOI: 10.1055/s-0042-1745655
Abstracts | GFGB
Kategorie: Klinische Abstracts

Vergleich der prä- und postinterventionellen Messwerte der Impedanzplanimetrie (EndoFLIP) bei Patienten mit Achalasie, die sich einer peroralen endoskopischen Myotomie unterziehen

Authors

  • Katharina Gröhl

    III. Med. Klinik, Universitätsklinikum Augsburg
  • Alanna Ebigbo

    III. Med. Klinik, Universitätsklinikum Augsburg
  • Elisabeth Schnoy

    III. Med. Klinik, Universitätsklinikum Augsburg
  • Helmut Messmann

    III. Med. Klinik, Universitätsklinikum Augsburg
  • Sandra Nagl

    III. Med. Klinik, Universitätsklinikum Augsburg
 
 

Einleitung Die Impedanzplanimetriemessung (EndoFLIP) beruht auf einem katheterbasierten Gerät, das die Dehnungsfähigkeit am gastroösophagealen Übergang (EGJ) in Reaktion auf eine volumenkontrollierte Dehnung misst. Frühere Studien haben gezeigt, dass Messungen der Impedanzplanimetrie das klinische Ansprechen nach einer peroralen endoskopischen Myotomie (POEM) vorhersagen können. Diese Studie zielt darauf ab, Änderungen des Dehnbarkeitsindexes (DI), des Intraballondruckes (IBP), der Querschnittsfläche (CSA) und des minimalen Durchmessers (Dmin) bei Patienten mit nativer Achalasie vor, während und nach einer POEM zu bewerten und die prädiktivsten Messwerte für das klinische Ansprechen zu bestimmen.

Material und Methodik Unbehandelte Achalasie-Patienten, die sich einer POEM unterziehen, wurden prospektiv am Universitatätsklinikum Augsburg eingeschlossen. EndoFLIP-Messungen einschließlich der Messung der CSA, des IBP, des DI und des Dmin des unteren Ösophagussphinkters (LES) wurden zu drei Zeitpunkten durchgeführt: (1) zu Beginn des POEM-Verfahrens (nach Anästhesieeinleitung), (2) nach der POEM Myotomie und (3) bei einer routinemäßigen Nachsorge drei Monate nach dem POEM-Verfahren. Messungen wurden mit einem Füllvolumen von 30 ml und 40 ml für den 8 cm FLIP (EF-325) durchgeführt. Klinisches Ansprechen wurde als Eckardt-Score≤3 beim 3-Monats-Follow-up definiert.

Ergebnisse Vierzehn Patienten haben sich den EndoFLIP-Messungen zum Zeitpunkt 1 und 2 unterzogen. Die postinterventionellen CSA-, Dmin-, DI-Werte für das 30 ml Füllvolumen und die CSA-, Dmin-, DI- und IBD-Werte für das 40 ml Füllvolumen unterschieden sich signifikant von den präinterventionellen Werten (30 ml: 51,0 (±27) mm² vs. 72,6 (±28,7) mm², P=0,009; 7,7 (±2,1) mm vs. 9,9 (±1,5) mm, P=0,001; 2,5 (±1,7) mm²/mmHg vs. 3,9 (±1,3) mm²/mmHg, P=0,004; 40 ml: 88,3 (±41,9) mm² vs. 124,3 (±32,6) mm², P=0,001; 10,3 (±2,4) mm vs. 12,7 (±1,8) mm, P=0,001; 2,3 (±1,2) mm²/mmHg vs. 3,8 (±1,3) mm²/mmHg, P=0,001; 40,5 (±11,3) mmHg vs. 36,0 (±8,2) mmHg, P=0,023).

Zusammenfassung CSA, Dmin und DI verbessern sich signifikant nach POEM. Die prädiktivsten Messwerte für das klinische Ansprechen nach POEM müssen noch an den 3-Monats Follow-up-Daten evaluiert werden.


Publication History

Article published online:
29 March 2022

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