Im Rahmen des Projekts MAM|MUT präsentiert das Museum der Universität Tübingen MUT
in Kooperation mit der Universitäts-Hautklinik Tübingen die Sonderausstellung „Krankheit
als Kunst(form) – Moulagen der Medizin“.
Moulagen sind Wachsabgüsse von Körperteilen, auf denen sich Krankheitssymptome zeigen.
Der Mouleur formte sie direkt von der Haut eines Patienten ab. Die kunstvoll gestalteten
Objekte wurden vor allem im Lehrbetrieb eingesetzt und dienten außerdem der medizinischen
Forschung. Die Tübinger Moulagen zeigen zum Teil nicht mehr existierende Krankheiten
oder Krankheitsstadien in verschiedenen Ausprägungen und einer naturgetreuen Detailfülle.
Das Zusammenspiel von Wissenschaft, Kunst und Handwerk in den ehemaligen Lehrmitteln
steht im Zentrum der Ausstellung: Die Mouleure werden als Künstler und die Moulagen
als Kunstwerke ausgestellt, ihre Ursprünge, Fertigung und Verwendung in Tübingen werden
erstmals in einer Ausstellung beleuchtet und mit einer dazugehörigen Publikation gewürdigt.
Die Objekte stammen aus der Universitäts-Hautklinik UHK sowie aus dem Deutschen Institut
für Ärztliche Mission DIFÄM.
Das Praxisseminar ist das letzte von 3 studentischen Teilprojekten des vom Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanzierten Drittmittelprojekts
MAM|MUT.
Gundu.
(Quelle: MUT Tübingen)
Krankheit als Kunst(form) – Moulagen der Medizin
Ausstellung: bis 3. Oktober 2016
Ort: MUT, Schloss Hohentübingen, Kabinettraum, Burgsteige 11, 72070 Tübingen
Öffnungszeiten: Mi bis So, 10–17 Uhr, Do 10–19 Uhr
www.moulagen-ausstellung.de
Quelle: Museum der Universität Tübingen MUT