Bei der photodynamischen Therapie (PDT) kommen sog.
Photosensibilisatoren wie 5-Aminolävulinsäure (5-ALA) oder
deren Methylester, Methyl-5-amino-4-oxopentanoat (MAOP)
zum Einsatz. Bisher gab es kaum Studien zum Vergleich der
klinischen Wirksamkeit der beiden Prodrugs. Eine schwedische
Arbeitsgruppe um M. Tarstedt hat dies nun untersucht.
J Eur Acad Dermatol Venereol 2016; 30: 420–423
Ziel der Studie war es, das klinische Ansprechen
einer 5-ALA- und einer MAOPPDT
bei aktinischer Keratose (AK), bei
Morbus Bowen (MB) und nodulärem Basaliom
sowie superfiziellem Basalzellkarzinom
zu vergleichen. In einem Studienzeitraum
von 7 Jahren wurden 116 Patienten
mit 203 Tumoren anhand eines
festgelegten Protokolls am Karlskoga
Krankenhaus in Schweden behandelt. Darunter
waren 62 Frauen und 54 Männer
(Durchschnittsalter 71,4 bzw. 70,4 Jahre).
Die Nachbeobachtungszeit betrug etwa 6
Monate. Die klinischen Ergebnisse wurden
retrospektiv ausgewertet.
Die 5-ALA- bzw. MAOP-PDT wurde jeweils
an 24 vs. 44 AK-, 9 vs. 18 MB-Läsionen, 19
vs. 25 nodulären Basaliomen und 25 vs. 39
superfiziellen Basalzellkarzinomen angewendet.
Die durchschnittliche Anzahl der
PDT-Behandlungen lag bei 1,2 (95 %-Konfidenzintervall
[KI] 1,07–1,25) für AK,
1,63 (95 %-KI 1,43–1,82) für MB, 1,91
(95 %-KI 1,82–2,0) für das noduläre Basaliom
und 1,73 (95 %-KI 1,62–1,85) für das
superfizielle Basalzellkarzinom. Die Ansprechrate
der 5-ALA- bzw. MAOP-PDT lag (unabhängig von der Anzahl der PDTBehandlungen) bei
Hinsichtlich des klinischen Ansprechens
gab es zwischen den beiden Photosensibilisatoren
keinen statistisch signifikanten
Unterschied.
Bezüglich des klinischen Ansprechens
der PDT unterschieden sich die Sensibilisatoren
5-ALA und MAOP nicht. Laut
Meinung der Autoren hat die Studie jedoch
durch die kleinen Fallzahlen und
die relativ kurze Nachbeobachtungszeit
ihre Einschränkungen. Außerdem wurden
insgesamt mehr Patienten mit
MAOP behandelt, was einen Selektionsbias
zur Folge haben könnte. Die Ergebnisse
müssten durch größer angelegte,
prospektive und randomisiert-kontrollierte
Studien bestätigt werden, so die
Autoren.