Gesundheitswesen 2021; 83(08/09): 762
DOI: 10.1055/s-0041-1732762
Freitag 24.09.2021
Vorträge

Virtual Reality in der Alkoholprävention: Co-Creation eines Simulationsspiels mit jungen Menschen

Authors

  • C Stock

    1   Institute of Health and Nursing Science, Charité - Universitätsmedizin Berlin, corporate member of Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and Berlin Institute of Health, , Berlin, Deutschland
  • JD Guldager

    2   Unit for Health Promotion Research, University of Southern Denmark, Esbjerg, Dänemark
  • T Dietrich

    3   Social Marketing @ Griffith, Griffith Business School, Griffith University, Australien
  • G Majgaard

    4   The Maersk Mc-Kinney Moller Institute, University of Southern Denmark, Dänemark
 
 

Einleitung In dem Projekt VR FestLab wurde ein Simulationsspiel auf der Basis von Virtual Reality (VR) Technologie entwickelt, um soziale Kompetenzen von Jugendlichen im Umgang mit Alkohol zu stärken. Es ist bekannt, dass die Partizipation von Nutzenden die Entwicklung von Gesundheitsförderungsprogrammen befördern kann, aber bisher gibt es wenig Forschung zur den Perspektiven der Nutzenden in Co-Creation-Prozessen. Zielsetzung dieser Studie ist daher zu untersuchen wie junge Menschen ihre Mitwirkung an der Interventionsentwicklung wahrnehmen.

Methoden In dem Projekt wurde die Living Lab Methode zur Strukturierung des Co-Creation-Prozesses angewendet. Die Teilnehmer waren elf Studierende, zwei Präventionsmitarbeiter, Forschende, eine Filmexpertin und ein Gaming-Experte, die gemeinsam das Simulationsspiel VR FestLab entwickelten. Semistrukturierte Interviews wurden mit neun Studierenden durchgeführt, die an der Entwicklung teilnahmen und Endnutzende repräsentieren.

Ergebnisse Die Studierenden brachten zum Ausdruck, dass sie Einfluss auf ihre Aufgaben im Entwicklungsprozess hatten. Sie fühlten sich eingeschlossen und gaben an, dass die Zusammenarbeit und die Rückmeldung durch Andere ihr Selbstbewusstsein gestärkt hat und sie sich befähigt fühlen Verantwortung zu übernehmen und neue Ideen zu entwickeln. Gleichzeitig fühlten sich nicht genug über die weiteren Produktionsschritte der SVR Simulation informiert.

Fazit Der Co-Creation Prozess hat zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und zum Empowerment der an der Interventionsentwicklung beteiligten jungen Menschen beigetragen.


Publication History

Article published online:
02 September 2021

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