Rofo 2021; 193(S 01): S22
DOI: 10.1055/s-0041-1723192
Vortrag (Wissenschaft)
Muskuloskelettale Radiologie

Klinische Anwendung der Ultrahochfeld-MRT am Handgelenk – Systematischer Vergleich von 3 T mit 7 T MRT

Authors

  • R Heiß

    1   Universitätsklinikum Erlangen, Diagnostische Radiologie, Erlangen
  • M Weber

    2   Universitätsmedizin Rostock, Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Kinder- und Neuroradiologie, Rostock
  • R Schmitt

    3   LMU München, Radiologie, München
  • C Rehnitz

    4   Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Heidelberg
  • A Laqmani

    5   Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin, Hamburg
  • A Sternberg

    6   Medizinisches Versorgungszentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus, Radilogie, Bremen
  • J Ellermann

    7   University of Minnesota Medical School, Department of Radiology, Minneapolis, MN
  • A Nagel

    1   Universitätsklinikum Erlangen, Diagnostische Radiologie, Erlangen
  • A Arkudas

    8   Universitätsklinikum Erlangen, Plastische- und Handchirurgische Klinik, Erlangen
  • R Horch

    8   Universitätsklinikum Erlangen, Plastische- und Handchirurgische Klinik, Erlangen
  • M Uder

    1   Universitätsklinikum Erlangen, Diagnostische Radiologie, Erlangen
  • F Roemer

    1   Universitätsklinikum Erlangen, Diagnostische Radiologie, Erlangen
 
 

Zielsetzung Potentielle Vorteile der Ultrahochfeld MRT in der muskuloskelettalen Bildgebung liegen in der Darstellung kleiner anatomischer Strukturen aufgrund der hohen Ortsauflösung. Ziel dieser Studie war der Vergleich von 7 T und 3 T MRT des Handgelenkes basierend auf semiquantitativem Scoring von multiplen Readern.

Material und Methoden 25 Probanden und 25 Patienten mit chronischen Handgelenksschmerzen wurden am selben Tag bei 3 und 7 T untersucht (T1 tse cor, PD tse fs cor, T2 tse tra). Die Bilddaten wurden über online Scoring Templates durch ein siebenköpfiges Expertenpanel separat ausgewertet. Die Bildqualität, das Vorhandensein von Artefakten, die Homogenität der Fettsättigung, die Visualisierung von Knorpel, TFCC, SL- und LT-Bandstrukturen wurden anhand von Likert-Skalen semiquantitativ bewertet. Die Pathologien bei Probanden und Patienten wurden anhand der 7 T Aufnahmen erfasst und die Interreader-Reliabilität ermittelt.

Ergebnisse Die Gesamtbildqualität der PD cor fs wurde bei 7 T als signifikant besser bewertet als bei 3 T (Differenz mean (Dm) − 0,16, p = 0,002), wobei die T1 cor (Dm 0,42, p < 0,001) und die T2 tra (Dm 0,40, p < 0,001) bei 3 T besser bewertet wurden. Die 3 T MRT zeigte sich auch für das Auftreten von Artefakten für alle Sequenzen (p = 0,001) und die Qualität der Fettsättigung (p < 0,001) überlegen. Die Visualisierung des Knorpels war bei 7 T signifikant besser (Dm − 0,30, p < 0,001). Die Visualisierung des TFCC, des SL und LT-Bandes wurde wiederum bei 3 T signifikant besser bewertet (Dm 0,24, p < 0,001; Dm 0,06, p = 0,048, Dm 0,046, p = 0,042). Die Reliabilität aller 7 Reader zeigte mäßige bis substanzielle Übereinstimmungen für die detektierten Pathologien (κ = 0,21 – 0,64).

Schlussfolgerungen In Abhängigkeit der Sequenz und der anatomischen Struktur besitzt die Ultrahochfeldbildgebung bei 7 T am Handgelenk potentielle Vorteile gegenüber der 3 T MRT, insbesondere was die Knorpelbildgebung betrifft. Die 3 T MRT war bezüglich Artefakten und Fettsättigung der 7 T überlegen.


Publication History

Article published online:
11 May 2021

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