Der Klinikarzt 2015; 44(11): 514-519
DOI: 10.1055/s-0041-108759
Schwerpunkt
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Rheumatische Erkrankungen und Schwangerschaft – Aufklärung und Einschätzung möglicher Risiken

Inflammatory rheumatic diseases and pregnancy – Optimal shared decision strategies for pregnancy
Rebecca Fischer-Betz
1   Poliklinik für Rheumatologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorf
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Publication Date:
19 November 2015 (online)

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Entzündlich-rheumatische Erkrankungen treten bevorzugt bei Frauen auf und manifestieren sich nicht selten im gebärfähigen Alter. Die Interaktion zwischen Schwangerschaft und der Grunderkrankung variiert zwischen spontaner Verbesserung und Verschlimmerung oder schweren Schüben. Schwangerschaften bei Frauen mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen erfordern daher eine optimale Strategie und gemeinsame Entscheidungsfindung von Arzt und Patientin. Unter dieser Voraussetzung können die meisten der betroffenen Frauen heute eine erfolgreiche Schwangerschaft erleben und die überwiegende Zahl der Kinder kommt gesund zur Welt. Von entscheidender Bedeutung sind die Planung einer Schwangerschaft in einer möglichst inaktiven Erkrankungsphase und eine regelmäßige Überwachung. Wichtiger Bestandteil sind dabei die sorgfältige Einschätzung von möglichen Risiken und die Aufklärung über den Einsatz von antirheumatischen Therapien vor, während und nach einer Gravidität.

Rheumatic diseases occur preferentially in women, often during the childbearing age. The interaction of pregnancy and the RD is varied, ranging from spontaneous improvement to aggravation of disease symptoms or life-threatening flares. Pregnancy in women with rheumatic diseases represents requires optimal shared decision strategies. Under these conditions the majority of patients can have successful pregnancies and deliver healthy babies. Specific preconception care should be offered to women with rheumatic diseases to optimize and increase chances of a successful pregnancy. A careful assessment of possible risks and the justified use of antirheumatic drugs before, during and after pregnancy are key issues.