Rofo 2020; 192(S 01): S28-S29
DOI: 10.1055/s-0040-1703190
Vortrag (Wissenschaft)
Herzdiagnostik/Gefäßdiagnostik
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Wert der dynamischen Perfusions-Computertomografie bei der Erkennung und Klassifizierung von Endoleaks nach endovaskulärer Aortenreparatur (EVAR)

J Ströder
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
,
K Dorothea
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
,
A Maßmann
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
,
J Gawlitza
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
,
A Bücker
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
,
R Kubale
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
,
P Fries
1  Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Homburg
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Publication History

Publication Date:
21 April 2020 (online)

 
 

    Zielsetzung Beurteilung des Nutzens der dynamischen Perfusions-Computertomografie (CT) bei der Erkennung und Klassifizierung von Endoleaks bei Patienten nach EVAR.

    Material und Methoden 10 Patienten (9 Männer/1 Frau; Durchschnittsalter 76,8 Jahre +/- 5 Jahre) nach EVAR mit bekannten Endoleaks, die zuvor mit kontrastverstärktem Ultraschall oder Standard-CT diagnostiziert wurden, wurden retrospektiv eingeschlossen. Sie unterzogen sich im Rahmen der Diagnostik einer kontrastverstärkten, dynamischen Perfusions-CT mit einem Dual-Source-Scanner der dritten Generation (Somatom Force, Siemens Healthineers, Erlangen, Deutschland) um den Ursprung der Endoleaks zu identifizieren. Dynamische Dichtemessungen basierend auf Region of Interest (ROI)-Messungen im Stentlumen, im perfundierten Endoleak innerhalb des Aneurysmasacks sowie in der Arteria mesenterica inferior (AMI) wurden durchgeführt. Die Kontrstmittelkinetik wurde für die Auswertung grafisch dargestellt. Unterschiede zwischen den Flächen unter den Kurven (AUC) und den maximalen Dichtewerten (peak) wurden mit ANOVA und Tukey's Test analysiert.

    Ergebnisse 7 Patienten hatten ein Typ 2, die übrigen ein Typ 1 Endoleak. Die Kontrastmittelkurven des Endoleaks ähneln in mit maximaler Dichte und AUC dem Ursprungsgefäß und ermöglichen eine Unterscheidung zwischen Endoleaks vom Typ 1 und Typ 2. So gab es bei den Typ 2 Endoleaks signifikante Unterschiede zwischen den AUC und peaks im Stentlumen zu den Messungen in der AMI (p<0,0001 bzw. p=0,0008) und innerhalb des Endoleaks (p<0,0001 bzw. p=0,0093), die sich jeweils nicht signifikant voneinander unterschieden. Anhand der visuellen Darstellung der Kontrastmittelkinetik konnten Typ 1 von Typ 2 Endoleaks unterschieden werden.

    Schlußfolgerungen Die dynamische Perfusions-CT und die grafische Darstellung der Ergebnisse erwiesen sich als hilfreiches Werkzeug bei der Beurteilung der Endoleak-Eigenschaften und folglich der korrekten Identifikation und Klassifizierung, was einen deutlichen Einfluss auf das weitere Patientenmanagement hat.


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