CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2019; 98(S 02): S298
DOI: 10.1055/s-0039-1686283
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Otologie
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Temperatursensitivität von Connexin 26

M Steffens
1  MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Hannover
,
H Wang
1  MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Hannover
,
T Lenarz
1  MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Hannover
,
A Warnecke
1  MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Hannover
,
K Wissel
1  MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Hannover
,
C Zeilinger
2  LUH/Institute of Biophysics and Center of Biomolecular Drug Research (BMWZ), Hannover
› Author Affiliations
Further Information
Dr. Melanie Steffens
MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde,
, Stadtfelddamm 34, 30625
Hannover

Publication History

Publication Date:
23 April 2019 (online)

 

    Einleitung:

    Eine rapide Öffnung und Schließung der Connexone (Halbzellkanäle von Connexinen) ermöglicht den Transport kleiner Moleküle zwischen benachbarten Zellen. Im Innenohr führt dies zum Aufbau und Erhalt des endocochleären Potentials und somit zur physikalischen Grundlage des Hörens. Störungen der Homöostase führen zum Hörverlust. In Vorarbeiten konnten wir zeigen, dass Patienten mit heterozygoten Connexinmutationen trotz initial einwandfreier Innenohrfunktion ihr Gehör im Verlauf verlieren. Pathologische Änderungen des physikalischen Milieus, wie z.B. eine Inflammation im Innenohr, die mit einer Temperaturänderung einhergeht, könnten hierfür ursächlich sein. Es gibt indes keine Screening-Verfahren zur Evaluierung des patientenspezifischen Risikopotentials.

    Methode:

    Die Aktivität der Connexin 26 Halbzellkanäle wurde in Abhängigkeit von der Temperatur gemessen. Dies erfolgte in vitro direkt am Protein Mithilfe eines Liposomen Vesikelfluxassay. Xenopus-Oozyten, denen humane Varianten von Connexin 26 injiziert wurden, wurden als Referenzsystem verwendet.

    Ergebnisse:

    Die temperaturabhängige Öffnung der Connexin-Halbzellkanäle konnte direkt am Protein gezeigt werden und wurde an dem bereits etablierten Model der Frosch-Oozyten verifiziert.

    Zusammenfassung: Die vorliegenden Ergebnisse könnten die Basis zur Entwicklung eines validen Mikroarrays für ein patientenspezifisches Screening liefern, mit dem die Empfindlichkeit der Halbzellkanäle auf Temperaturänderungen bestimmt werden kann.


    #
    Dr. Melanie Steffens
    MHH/Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde,
    , Stadtfelddamm 34, 30625
    Hannover