Hintergrund:
Versicherte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) können unter bestimmten Voraussetzungen
eine medizinische Rehabilitation der DRV in Anspruch nehmen. Nicht jeder Versicherte,
der einen Rehabilitationsbedarf aufweist, nimmt diese jedoch auch in Anspruch. Die
Inanspruchnahme ist u.a. vom aktuellen Gesundheitszustand, der beruflichen Situation
und dem Wissen über die Rehabilitation abhängig [1]. Ziel dieser Studie war es von
Versicherten der DRV u.a. Informationswünsche bezüglich Inhalt und Art zu ermitteln.
Methode:
Zur Exploration der Themen wurden zunächst 10 telefonische Interviews mit Versicherten
durchgeführt. Die Auswertungen dieser Interviews wurden zur Fragenbogenentwicklung
herangezogen und zudem in einem Expertentreffen ergänzt. Der Fragebogen wurde an 600
Versicherte der DRV ohne Reha-Erfahrung geschickt. Um eine möglichst heterogene Stichprobenzusammensetzung
zu erreichen, wurden jeweils 100 Frauen und Männer aus den Altersgruppen 18 – 30,
31 – 54 und 55 Jahre und älter angeschrieben.
Ergebnisse:
Insgesamt konnten 196 Fragebögen in der Auswertung berücksichtigt werden. 51% der
Studienteilnehmer waren weiblich, das Durchschnittsalter lag bei 47,7 Jahren. Jeweils
> 93% der Befragten wünschten sich Informationen zu formalen Schritten, realistischen
Zielen und Informationen über Reha-Kliniken. Als Informationsmedium präferierten die
Versicherten ein Gespräch mit ihrem Arzt (92%), eine Broschüre/Flyer (60%) und eine
Website (53%).
Schlussfolgerungen:
Es wurde ein hohes Informationsbedürfnis identifiziert. Bei einer bedarfsgerechten
und patientenorientierten Aufbereitung von Informationsmaterialien sollten diese berücksichtigt
werden. Somit können sie einen wichtigen Beitrag für eine informierte Entscheidung
leisten.
Literatur:
[1] Klosterhuis H, Zander J, Naumann B. Rehabilitation der Rentenversicherung: Inanspruchnahme
und Qualitätssicherung. Die BG 2009; 09: 394 – 400