ZWR 2014; 123(11): 567
DOI: 10.1055/s-0034-1369457
Colloquium
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Pressegespräch im Rahmen der DG PARO-Jahrestagung im September – CP GABA-Symposium “Parodontitis und Allgemeinerkrankungen“

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Publication Date:
16 December 2014 (online)

 

    Unter dem Motto: „Interdisziplinäre synoptische Behandlung des PARO-Patienten“ lud die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DG PARO) zur diesjährigen Jahrestagung Ende September nach Münster ein. Mehr als 1000 parodontologisch interessierte Teilnehmer blickten gemeinsam mit einem internationalen Referententeam über die Grenzen des eigenen Fachs hinaus und diskutierten über ganzheitliche Behandlungskonzepte und neue Therapieoptionen.

    Im Rahmen des von CP GABA unterstützten Symposium zum aktuellen Stand zu Wechselbeziehungen zwischen Mund- und Allgemeingesundheit hielt Prof. Dr. Thomas Kocher, Universität Greifswald, und Mitglied der Konsensusgruppe Parodontitis und Diabetes einen engagierten Vortrag zum Thema. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch die korrespondierende Sicht des Diabetologen PD Dr. med. Wolfgang Rathmann vom Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf. Spannend waren auch die von Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger, Universität Freiburg, aufgezeigten Zusammenhänge zwischen Parodontalbehandlung und Schwangerschaft. Unter Vorsitz des Präsidenten der DG PARO, Prof. Dr. Peter Eickholz, Universität Frankfurt am Main, war so ein interdisziplinärer Bogen über die Zusammenhänge „Parodontitis und Allgemeinerkrankungen“ gespannt. Auch die Wissenschaftsförderung erhielt ihren Rahmen: mit der Übergabe des von CP GABA unterstützten DG PARO meridol-Preises und der Forschungsförderung 2014 wurden exzellente Forschungsprojekte ausgezeichnet.

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    Verleihung des von CP GABA unterstützten DG PARO meridol-Preises.

    Im Nachgang der Veranstaltung luden die DG PARO und CP GABA die Fachpresse zu einem exklusiven Pressegespräch ein. In den kurzen Impulsbeiträgen wurden die Kernpunkte des Symposions noch einmal zusammengefasst. Prof. Dr. Kocher erklärte den positiven Einfluss einer Parodontalbehandlung auf den Glykohämoglobin-Wert HbA1c, der eine Auskunft über die Blutzuckerwerte der letzten 4–12 Wochen gibt.

    Frau Prof. Ratka-Krüger überraschte mit der provokanten Frage „Schwanger durch Parodontalbehandlung?“. Sie konnte anhand einzelner Studien zeigen, dass parodontal erkrankte Patientinnen länger Zeit brauchten, um schwanger zu werden. Auch Männer sollten sich vor der Familienplanung auf parodontale Geschehnisse untersuchen lassen. Eine systemische Entzündung, hervorgerufen durch eine Parodontitis, konnte mit einer erektilen Dysfunktion in Verbindung gebracht werden. Welche Empfehlungen ergeben sich nun daraus für die Praxis? Ein parodontaler Screening-Index ist vor einer geplanten Schwangerschaft und in den ersten Schwangerschaftsmonaten zu empfehlen. PZR kann auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Liegt eine Parodontitis vor, ist eine nicht chirurgische PA-Behandlung im 2. Trimenon möglich.

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    Nachgehakt: Journalisten im Gespräch mit den Wissenschaftlern.

    Gi / ZWR


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    Verleihung des von CP GABA unterstützten DG PARO meridol-Preises.
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    Nachgehakt: Journalisten im Gespräch mit den Wissenschaftlern.