retten! 2013; 2(3): 174-182
DOI: 10.1055/s-0033-1351149
Fachwissen: Titelthema
 
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Geburtshilfe im Rettungsdienst – Was tun bei Komplikationen?

Jens Wartenberg
,
Dunja Renner
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Publication Date:
30 July 2013 (online)

Entbindungen und die Versorgung von Neu- oder Frühgeborenen sind für die wenigsten Rettungskräfte Routine. Kommt es dann noch zu Problemen, ist rasches und bedachtes Handeln gefordert, um Mutter und Kind den bestmöglichen Start zu verschaffen.

Kernaussagen

  • Beurteilen Sie den Zustand des Neugeborenen mittels APGAR-Score.

  • Halten Sie das Neugeborene warm.

  • Eine Bradykardie ist i. d. R. Folge einer Hypoxie und bedarf v. a. einer suffizienten Oxygenierung.

  • Bleibt die Herzfrequenz trotz suffizienter Beatmung < 60/min, beginnen Sie mit der Herzdruckmassage.

  • Die Beatmung des Neugeborenen erfolgt zunächst mit Raumluft.

  • Das schlaffe, in grünem Fruchtwasser geborene Neugeborene muss ohne vorherige Stimulation endotracheal abgesaugt werden (Mekoniumaspiration).

  • Durch „minimal handling“, Normotonie und Normokapnie kann man das Hirnblutungsrisiko eines Frühgeborenen reduzieren.

Ergänzendes Material