Aktuelle Dermatologie 2011; 37(7): 267-269
DOI: 10.1055/s-0030-1256401
Tagungsbericht

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

„Haut und …”

12. Jahrestagung der Südostdeutschen Dermatologen und 2. Erfurter Dermatologische Herbsttagung„Skin and …”12th Annual Meeting of the Southeast German Dermatologists and 2nd Erfurt Dermatologic Fall ConferenceR.  A.  Herbst1
  • 1Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie (Chefarzt: Prof. Dr. med. R. A. Herbst), HELIOS-Klinikum Erfurt GmbH (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. D. Eßer)
Weitere Informationen

Prof. Dr. Rudolf A. Herbst

Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie
HELIOS-Klinikum Erfurt GmbH

Nordhäuser Straße 74
99089 Erfurt

eMail: rudolf.herbst@helios-kliniken.de

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
19. April 2011 (online)

Inhaltsübersicht

    Am 4. Dezember 2010 veranstaltete die Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie des HELIOS-Klinikums Erfurt die 12. Jahrestagung der Südostdeutschen Dermatologen zusammen mit der 2. Erfurter Dermatologischen Herbsttagung. Um die „Ausfallzeiten” in Praxis, Klinik und nicht zuletzt auch für die Familien möglichst kurz zu halten, wurde der Kongress eintägig durchgeführt. Das Programm war nach Gesprächen mit vielen Kolleginnen und Kollegen bewusst praxisorientiert zusammengestellt worden, um sowohl jungen Assistentinnen und Assistenten aus Kliniken und Praxen als auch den Erfahrenen unseres Faches Anregungen und neues Wissen für die tägliche Arbeit mit nach Hause geben zu können. Getreu dem Tagungsmotto „Haut und …” wurden über verschiedene Ansatzpunkte wie z. B. Lebensabschnitte, diagnostische Methoden, Organsysteme oder Therapieverfahren ganz unterschiedliche Teilgebiete des vielfältigen Fachgebietes Dermatologie beleuchtet. In zwei jeweils 80-minütigen „Südostdeutschen Diakliniken” zu Beginn der Tagung und nach der Mittagspause präsentierten insgesamt 17 Hautkliniken aus dem Südostdeutschen Raum jeweils eine Kasuistik (siehe [Tab. 1]). Bei der durch die Thüringische Landesärztekammer zertifizierten Veranstaltung konnten insgesamt 10 Fortbildungspunkte erworben werden.

    Nach der „Südostdeutschen Diaklinik I”, in der Kolleginnen und Kollegen aus acht verschiedenen Hautkliniken interessante Kasuistiken ([Tab. 1]) präsentierten, eröffnete Frau Dr. M. Ziemer aus Leipzig den Reigen der Hauptvorträge mit ihrem Referat zum Thema „Haut und Schwangerschaft”. Anhand von sowohl historischen Abbildungen, aussagekräftigen klinischen Bildern und hervorragenden histologischen Abbildungen stellte Frau Ziemer die wesentlichen Schwangerschaftsdermatosen in Diagnostik, Therapie und Konsequenzen für Mutter und Kind systematisch dar. Dabei betonte sie besonders, dass unter den „klassischen” Schwangerschaftsdermatosen: 1. Atopische Schwangerschaftsdermatose, 2. Polymorphe Schwangerschaftsdermatose, 3. Pemphigoid gestationis und 4. Intrahepatische Schwangerschaftscholestase insbesondere der letztgenannten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, da sie die einzige Erkrankung mit deutlich erhöhtem fetalem Risiko ist. Es handelt sich um eine vermutlich hormonell getriggerte reversible Cholestase bei genetisch prädisponierten Schwangeren, die vor allem in der Spätschwangerschaft auftritt und mit generalisiertem massivem Juckreiz einhergeht, der an den Handflächen und Fußsohlen betont auftreten kann. Die Erkennung dieser Schwangerschaftsdermatose wird auch dadurch erschwert, dass Hautveränderungen häufig nur sekundär durch Exkoriationen, bedingt durch den massiven Juckreiz, entstehen und auch ein Ikterus nur von den wenigsten Betroffenen ausgeprägt wird. Die Diagnose gelingt über die Bestimmung der Gesamtgallensäuren im Serum. Als therapeutische Option empfahl sie eine Therapie mit Ursodesoxycholsäure (die jedoch „off label” erfolgen muss, da das Präparat nur für die primär biliäre Zirrhose zugelassen ist).

    Tab. 1 Südostdeutsche Diaklinik 2010.
    Titel Referent(in) Klinik
    Primär kutanes großzelliges B-Zell-Lymphom des Beines Dr. A. Rudolph Aue
    Anhaltendes Ansprechen eines lymphogen und pulmonal metastasierten malignen Melanoms auf Ipilimumab PD Dr. H. Starz Augsburg
    Syringocystadenoma
    Papilliferum – Hautexpander
    Fr. Dr. E. Vollnberg Cottbus
    Merkelzellkarzinom Fr. Dr. A. Meseg Dresden-Friedrichstadt
    Angina specifica Dr. A. Maronna Erlangen
    Spiny keratoderma* PD Dr. M. Braun-Falco München LMU
    Kutane Leishmaniose* Fr. Dr. I. Wilcke München-Schwabing
    Neurofibromatose Typ 1 und juveniles Xanthogranulom Fr. A. Onken München TU
    Neutrophile ekkrine Hidradenitis* Dr. K.-P. Peters Bayreuth
    Chronisch-granulierende Parodontitis nach PARTSCH* Fr. Dr. K. Multhauf Erfurt
    Vaskulitis als Paraneoplasie Dr. H. Ezold Gera
    Dermatomyositis – erfolgreiche Behandlung mit Immunglobulinen Dr. L.-U. Wölfer Hoyerswerda
    Lang bekannt – oft verkannt T. Vogel Nürnberg
    Botryomykose PD Dr. J. Pönninghaus, Fr. Dr. L. Eickenscheidt Plauen
    Granulomatöse Tätowierungsreaktion Fr. Dr. S. Wenzel Regensburg
    Pyoderma B. Bauer Würzburg
    Familiäres Sklerödema adultorum Buschke Fr. Dr. K. Dederer Zwickau
    * Die 4 fettgeduckten Beiträge wurden jeweils gleichberechtigt mit einem Südostdeutschen Diaklinikpreis ausgezeichnet.

    In seinem thematisch nahtlos anschließenden Vortrag „Haut und Kind” zeigte Herr PD Dr. M. Braun-Falco aus München zunächst einen Überblick über die Vielzahl pädiatrisch-dermatologischer Diagnosen. Im Wesentlichen konzentrierte er sich jedoch auf die hochaktuelle Darstellung der Erkrankungsgruppe der autoinflammatorischen Syndrome. Hierbei ging er besonders auf die erst jüngst aufgedeckte Pathogenese der sogenannten DIRA (Deficiency of IL-1 receptor antagonist) – einer Erkrankung, die sich in neonatalen sterilen multifokalen Osteomyelitiden, Periostitiden und Pustulosen äußert – ein. Weiterhin ordnete er unter anderem die hereditären periodischen Fieber und andere idiopathische Fiebersyndrome sowie pyogene Erkrankungen wie das PAPA-Syndrom, granulomatöse Erkrankungen wie das Blausyndrom und den Morbus Crohn sowie weitere bekannte Syndrome wie das SAPHO-Syndrom, aber auch metabolische Erkrankungen wie Gicht oder Vaskulitiden sowie den Morbus Bechterew in diese innovative Erkrankungsgruppe ein. Am Ende dieses wissenschaftlich sehr anspruchsvollen und spannenden Vortrages standen für viele sicherlich mehr spannende Fragen als endgültige Antworten.

    Im darauffolgenden Vortrag „Haut und Fibrose”, den Prof. Dr. R. Hein aus München zusammen mit Frau Dr. A. Onken verfasst hatte, stellte der Redner das Spektrum der sklerosierenden und fibrosierenden Hauterkrankungen vor, unterteilt in autoimmun verursachte und reaktiv bedingte Erkrankungen. Nach instruktiven klinischen und histologischen Darstellungen der einzelnen Erkrankungsbilder gab er detaillierte Therapieempfehlungen zur immunsuppressiven und antifibrotischen Therapie. Hierbei stellte er vor allem klar, dass eine Systemtherapie mit Glukokortikoiden allenfalls als Stoßtherapie, aber keinesfalls als Dauertherapie durchgeführt werden sollte. Neben der inzwischen langjährig bewährten UVA1-Lichttherapie ging er darüber hinaus auf die systemischen Therapiemöglichkeiten mit z. B. Methotrexat oder auch Bosentan ein. Auch den altbewährten Kombinationstherapien mit Penicillin G intravenös kombiniert mit UVA1-Fototherapie und einer externen Therapie mit Vitamin D3-Analoga oder Kortikosteroiden gab der Referent weiterhin eine therapeutische Rolle. Schließlich sollte auch die manuelle Therapie in Form von Lymphdrainagen und Krankengymnastik nicht vernachlässigt werden.

    Den zahlreich teilnehmenden Klinikärztinnen und -ärzten sowie den dazugehörigen Klinikleitern sprach Herr PD Dr. M. Fischer aus Aue in seinem Vortrag „Haut und Konsil” aus der Seele, als er das Missverhältnis zwischen erwarteter Konsilleistung und gegenüberstehender – insbesondere personeller – Ressourcen in vielen Hautkliniken ansprach ([Abb. 1]). Auf der Basis eigener wissenschaftlicher Untersuchungen an zwei relativ unterschiedlichen Kliniken belegte er eindrucksvoll den hohen Bedarf an dermatologischen Konsilen vor allem aus der inneren Medizin und der Neurologie. Als häufigste konsiliarisch gestellte Diagnosen fand er im Einklang mit anderen Autoren kutane Infektionen, Arzneimittelreaktionen, Ekzeme und Tumore. Er wies auf die besondere Wichtigkeit aber auch auf die besondere Schwierigkeit von konsiliarischer Tätigkeit auf Intensivstationen hin, da hier aufgrund von latenter Immunsuppression und meist vieler verschiedener gegebener Medikamente sowie des durch parenterale Ernährung und häufig auch Beatmung ödematisierten Gewebes die klinischen Bilder sehr verzerrt sein können. Er schloss mit der Feststellung, dass dermatologische Konsile insbesondere unter Facharztstandard ein Qualitätsmerkmal jedes Klinikums sein sollten.

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    Abb. 1 PD Dr. med. M. Fischer (Aue) bei seinem Vortrag „Haut und Konsil”.

    Nach einer kommunikativen Kaffeepause setzte Frau Prof. Dr. J. Welzel aus Augsburg mit ihrem Vortrag „Haut und Diagnostik” die Tagung mit eindrucksvollen Demonstrationen der Möglichkeiten insbesondere der konfokalen Lasermikroskopie fort. Sie konnte demonstrieren, dass sich bestimmte Krankheitsbilder bereits jetzt in vivo durch die konfokale Lasermikroskopie gut darstellen lassen, wenn auch die Auflösung der feingeweblichen Untersuchung bei weitem noch nicht erreicht wird. Als weitere hoch moderne Diagnosestrategie stellte sie die Multifotonen-Tomografie vor. Zusammen sah sie die Vorteile der in-vivo-mikroskopischen Verfahren gegenüber der konventionellen Histologie insbesondere in der größeren Schnelligkeit, der Möglichkeit dynamischer Veränderungen im Gewebe darzustellen, der geringeren Artefaktanfälligkeit und schließlich dem geringeren Personalaufwand. Ob die derzeit noch fehlende Exaktheit und diagnostische Sicherheit in Zukunft soweit verbessert werden kann, dass die in-vivo-mikroskopischen Verfahren die feingewebliche Untersuchung auch in der allgemeinklinischen Praxis ablösen werden und die vorgenannten Vorteile tatsächlich zum Tragen kommen, musste jedoch offen bleiben.

    Prof. Dr. U. Wollina aus Dresden beschäftigte sich in seinem Vortrag „Haut und Textilien” mit den Themenkomplexen Hightech-Textilien, Fitness, Wellness und Anti-Aging. Er entwickelte seine Ausführungen von den transdermalen Wirkstoffapplikationssystemen über wirkstoffhaltige Textilien zu neuesten transdermalen Penetrationsstudien am Beispiel von Zyklodextrinen. Möglichkeiten zum Einsatz sah er in so verschiedenen Bereichen wie dem UV-Schutz, dem Ersatz von Antioxidantien oder Hormonen oder auch der gezielten Regeneration. Insbesondere die kosmetischen Funktionalitäten von Textilien könnten von Hautpflege über Hautschutz bis zu Anti-Cellulite, Haarwachstumsunterstützung oder Insektenabweisung vorgestellt werden.

    Mit besonders vielen klinischen und vor allem auflichtmikroskopischen Aufnahmen beeindruckte Herr Prof. Dr. W. Stolz aus München in seinem Vortrag „Haut und Auflichtmikroskopie – schwierige Fälle”. Mit hervorragend nachvollziehbaren Schemazeichnungen demonstrierte er sehr hilfreiche Algorithmen zur Beurteilung insbesondere vaskulärer oder pigmentierter Hautveränderungen. Hierdurch konnten alle interessierten Zuhörer einfach verständliche und in der klinischen Praxis gut nachvollziehbare Tipps zum Einsatz des Dermatoskopes mitnehmen.

    In seinem Vortrag „Haut und Impfung” spannte Prof. Dr. M. Sticherling aus Erlangen einen weiten Bogen von Infektionen über maligne Tumoren zu Immunstimulation und schließlich der spezifischen Immuntherapie. Nach sehr fundierter aber doch gut verständlicher Darstellung der Grundprinzipien von Vakzinierungen nahm er zu häufig im Praxisalltag auftauchenden Fragen im Zusammenhang mit Impfungen Stellung. So ist eine Exazerbation von chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen durch insbesondere Lebendimpfungen möglich und deshalb sollte eine Impfung nach Möglichkeit nicht in einem akuten Stadium der entzündlichen Dermatose erfolgen. Bei geplanter Hyposensibilisierung empfahl er, eine Impfung möglichst vor deren Einleitung vorzunehmen. Vorsicht ist bei Impfungen von Patienten mit systemischer Immunsuppression durch Kortikosteroide oder andere Immunsuppressiva vor allem bei der Impfung mit Lebendimpfstoffen geboten.

    Nach einer nur halbstündigen Mittagspause zur Stärkung und weiteren Vernetzung eröffnete die „Südostdeutsche Diaklinik II” den Nachmittag. Zum komplexen Thema „Haut und Gefäße” gab danach Prof. Dr. E. Schultz aus Nürnberg ein Übersichtsreferat vor allem im Hinblick auf entzündliche Gefäßerkrankungen – Vaskulitiden und Vaskulopathien. Er stellte dabei systematisch verschiedene Vaskulitisformen, aber auch beispielsweise die Kalziphylaxie dar und gab aktuelle therapeutische Empfehlungen.

    Prof. Dr. med. L. Kowalzick aus Plauen beschäftigte sich in seinem Vortrag „Haut und Licht” vor allem mit der seltenen Lichturtikaria. Er betonte, dass es auch bei mitteleuropäischen Patienten wichtig sei, daran zu denken, dass die Lichturtikaria auch ausschließlich durch sichtbares Licht ausgelöst werden kann und der Nachweis dann nicht mit den üblichen Lichttestgeräten, aber z. B. mit einem Diaprojektor möglich ist. Der Einsatz von H1-Antihistaminika im „off-label-use” bis zum Vierfachen der empfohlenen Tagesdosis kann wie bei der chronischen Urtikaria zu einer deutlichen Lebensqualitätsverbesserung der Patienten führen. Ebenso demonstrierte er anhand zweier klinischer Fälle den erfolgreichen Einsatz von Sonnenblockern bzw. Sonnenschutzpräparaten mit sehr hohem Lichtschutzfaktor. Als Fazit empfahl er, beide Therapiemöglichkeiten miteinander zu kombinieren.

    Nach einer letzten Kaffeepause begann Herr Dr. L.-U. Wölfer aus Hoyerswerda mit seinem Beitrag „Haut und Hals” den letzten Vortragsblock. Mit eindrucksvollen klinischen Bildern demonstrierte er mehrere Fälle von Vena cava superior-Syndromen, ausgelöst z. B. durch Lymphom, Bronchialkarzinom, pulmonale Sarkoidose, monströse Struma oder Thrombose. Im Weiteren stellte er das Mikulicz-Syndrom vor, bei dem es sich letztendlich um eine deskriptive Zusammenfassung von Schwellungen des Halses aufgrund verschiedener Grunderkrankungen wie beispielsweise Leukämien, rheumatoiden Erkrankungen, Lues, TBC oder Sarkoidose handelt. Weitere den Hals betreffende Erkrankungen wie eine Dermatitis durch den Andruck einer Geige beim Spielen des Instrumentes und ein monströses Neurofibrom des Halses rundeten seinen eindrucksvollen Vortrag ab.

    Als nächster Redner demonstrierte Herr Dr. T. Ladwig aus der gastgebenden Erfurter Hautklinik in seinem Vortrag „Haut und Messer” die gesamte Bandbreite der Dermatochirurgie. Besonderen Wert legte er dabei auf eine fundierte Aus- und Weiterbildung der operativ tätigen Dermatologen, um langfristig bei gesicherter Qualität das bestmögliche Therapieergebnis für unsere Patienten erreichen zu können.

    Im letzten Vortrag des Tages verband Dr. K.-P. Peters aus Bayreuth unter dem Titel „Haut und Bakterien” neueste Erkenntnisse aus der Literatur mit den klinischen Alltagserfahrungen der Praxis. So demonstrierte er anhand umfangreicher Literaturanalysen aus verschiedensten Untersuchungsrichtungen, dass Streptokokken zwar in vitro immer hoch sensibel gegenüber Penicillin G sind, aber in vivo häufig zumindest auch intrazellulär vorliegen und dies eine Ursache für die Penicillinresistenz bei Erysipelen sein könnte. Deshalb empfahl er, außer bei unkomplizierten Erysipelen an Beinen, Armen oder Körper statt Penicillin oder bei V. a. Staphylokokkenbeteiligung einem Cephalosporin gleich mit einem Cephalosporin der ersten Generation, alternativ Clindamycin oder einem Penicillin + Beta-Lactamase-Hemmer zu beginnen. Gleiches empfahl er für Rezidiverkrankungen. Für Staphylococcus aureus-bedingte Erysipele empfahl er Oxacillin, Cefuroxim oder Levofloxacin. Für MRSA-bedingte Infektionen empfahl er aktuell Cloxacillin, Meropenem oder Ceftobiprol.

    Nach diesem letzten Vortrag fasste Herr Prof. Dr. R. A. Herbst als Gastgeber die Tagung kurz zusammen. Als besonderes Highlight verkündete dann Herr Prof. Dr. R. Breit aus Pullach die Preisträger der vier gleichberechtigt vergebenen „Südostdeutschen Diaklinikpreise”. Diese gingen an Herrn PD Dr. M. Braun-Falco aus München, Frau Dr. K. Multhauf aus Erfurt, Herrn Dr. K.-P. Peters aus Bayreuth sowie an Frau Dr. I. Wilcke aus München (Schwabing) ([Tab. 1]). Die Geehrten konnten sich neben der besonderen Wertschätzung für ihre Kasuistiken auch noch über einen substantiellen Büchergutschein als materielle Belohnung freuen. Schließlich verabschiedete Herr Prof. Dr. J. Barth aus Borna die Tagungsteilnehmer. Bereits in seinem Vortrag hatte Herr Prof. Dr. M. Sticherling alle Anwesenden zur 13. Jahrestagung der Südostdeutschen Dermatologen für den 25. und 26. November 2011 nach Erlangen eingeladen. Inzwischen wurde abschließend bekannt, dass die 14. Jahrestagung im Jahr 2012 in Aue stattfinden wird.

    Prof. Dr. Rudolf A. Herbst

    Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie
    HELIOS-Klinikum Erfurt GmbH

    Nordhäuser Straße 74
    99089 Erfurt

    eMail: rudolf.herbst@helios-kliniken.de

    Prof. Dr. Rudolf A. Herbst

    Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie
    HELIOS-Klinikum Erfurt GmbH

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    99089 Erfurt

    eMail: rudolf.herbst@helios-kliniken.de

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    Abb. 1 PD Dr. med. M. Fischer (Aue) bei seinem Vortrag „Haut und Konsil”.