ZWR 2009; 118(12): 614
DOI: 10.1055/s-0029-1243418
Rundschau

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York

DGI begrüßt Positionierung beim Deutschen Zahnärztetag - Master of Science als Ergänzung des Generalisten bestätigt

Further Information

Publication History

Publication Date:
22 December 2009 (online)

 
Table of Contents
    Zoom Image

    Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) hat erfreut zur Kenntnis genommen, dass sich sowohl Bundeszahnärztekammer als auch DGZMK zu qualitätsorientierter Postgraduate-Master-Ausbildung durch wissenschaftliche Fachgesellschaften ausgesprochen haben. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz aus Anlass des Deutschen Zahnärztetages am 6. November in München wies BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel zwar darauf hin, dass die Gesamtzahl der Zahnärzte mit Master-Abschluss eine sehr geringe sei - er betonte bei seiner Priorisierung gut ausgebildeter und "starker Generalisten" allerdings auch die ergänzenden Möglichkeiten der Kollegen mit postgradualem Master-Abschluss. Dezidiert sprach sich Dr. Engel unter dem Begriff "Masteritis" gegen Angebote aus, die nicht aus dem Fach kommen und vom Markt der Titel profitieren wollten, sie seien "der pure Kommerz", oft stecke nicht drin in der Praxis, was draußen auf dem Schild stehe. Qualitätssicherung für den Master-Abschluss sei nur durch Schulung an solchen Hochschulen gegeben, die Zahnmedizin auch als Ausbildungsfachgebiet anbieten.

    Dass die Hochschulen in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fachgesellschaften bereitwillig Master-Fortbildung anbieten, läge nicht, wie oft diskutiert, an der damit verbundenen Einnahmequelle für die notorisch unterfinanzierten Universitäten, betonte DGZMK-Präsident Prof. Thomas Hoffmann, zugleich zuständig für den Postgraduate-Master der DGP in Zusammenarbeit mit der Dresden International University. Master-Angebote seien unter anderem durch notwendiges zusätzliches Personal sehr kostenintensiv, es gebe daher nur geringen finanziellen Überschuss - dieser käme einerseits der Hochschule und andererseits durch Serviceleistungen den Mitgliedern der veranstaltenden wissenschaftlichen Fachgesellschaft zugute, reiche aber in keinem Falle annähernd, um die Löcher der Etats für Forschung und Lehre auszugleichen.

    Nach einer Pressemitteilung der

    Der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI), Hannover

    Internet: www.dgi-ev.de

     
    Zoom Image