Dtsch med Wochenschr 2009; 134(51/52): 2601-2606
DOI: 10.1055/s-0029-1243066
Weihnachtsheft

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Musik und Gesundheit

Welche Musik hilft welchem Patienten – welche eher nicht?Music and health What kind of music is helpful for whom? What music not?H-J. Trappe1
  • 1Medizinische Universitätsklinik II (Schwerpunkte Kardiologie und Angiologie), Ruhr-Universität Bochum
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Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe

Medizinische Univ.-Klinik II (Kardiologie und Angiologie), Ruhr-Universität Bochum

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44625 Herne

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Publication Date:
09 December 2009 (online)

Table of Contents #

Zusammenfassung

Musik spielt im Leben eines jeden Menschen nicht nur eine wichtige Rolle, sondern hat auch Effekte auf Herzfrequenz (HF), Herzfrequenzvariabilität (HRV) und auf andere physiologische Parameter. Bei Musikern sind die Beeinflussungen von HF, HRV und autonomen Nervensystem größer als bei Musik-Zuhörern. Obgleich Musik als subjektives Empfinden zu interpretieren ist, zeigen Studien, dass objektive Parameter unter verschiedenen Umständen eindeutig durch Musik beeinflusst werden. Es wurde nachgewiesen, dass Musik als Prämedikation zu einer signifikant niedrigen Ängstlichkeitsrate führte als Midazolam (p < 0,001). Auch Stress wurde postoperativ nach herzchirurgischen Eingriffen bei Musik-Applikation wesentlich seltener beobachtet; deshalb sollte Musik als integraler Bestandteil der Behandlung nach Herz-OPs angesehen werden. Musik wird auch bei anderen Situationen eingesetzt, bei depressiven Menschen, alten Menschen, zur Schmerztherapie und im Rahmen der Intensiv- bzw. Palliativmedizin. Musik sollte jedoch individuell nach den Wünschen der Patienten ausgewählt werden. Nur so lassen sich die gewünschte Effekte erreichen, Ängste vermeiden und führen zu einer Verbesserung der Lebensqualität (QoL). Die besten Musik-Effekte sind durch klassische oder meditative Musik zu erreichen, Heavy Metal oder Techno-Musik ist ineffektiv oder gar schädlich und kann zu Stress oder lebensgefährlichen Arrhythmien führen. Es gibt viele Komponisten, deren Musik zu einer Verbesserung der QoL führen, besonders Bach, Mozart oder italienische Komponisten sind hier zu nennen.

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Summary

It is well known that music not only may improve quality of life (QoL) but also have different effects on heart rate (HR) and its variability (HRV). Music emphasis and rhythmic phrases are tracked consistently by physiological variables. Autonomic responses are synchronized with music, which might therefore convey emotions through autonomic arousal during crescendos or rhythmic phrases. A greater modulation of HR, HRV and modulations in cardiac autonomic nerve activity was revealed with a greater effect for music performance than music perception. Reactions to music are considered subjective, but studies suggested that cardiorespiratory variables are influenced under different circumstances. It has been shown that relaxing music decreases significantly the level of anxiety in a preoperative setting to a greater extent than orally administered midazolam (p < 0,001). Higher effectiveness and absence of apparent adverse effects make preoperative relaxing music a useful alternative to midazolam for premedication. In addition, there is sufficient practical evidence of stress reduction to suggest that a proposed regimen of listening to music while resting in bed after open heart surgery. Music intervention should be offered as an integral part of the multimodal regime administered to the patients that have undergone cardiovascular surgery. It is a supportive source that increases relaxation. Music is also effective in under conditions and music can be utilized as an effective intervention for patients with depressive symptoms, geriatrics and in pain, intensive care or palliative medicine. However, careful selected music that incorporates a patient’s own preferences may offer an effective method to reduce anxiety and to improve quality of life. The most benefit on health is visible in classic music, meditation music whereas heavy metal music or technosounds are even ineffective or dangerous and will lead to stress and/or life threatening arrhythmias. There are many composers most effectively to improve QoL, particularly Bach, Mozart and Italian composers are „ideal”.

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Einleitung

Die Orgel als „Königin der Instrumente” nimmt unter allen Instrumenten sicher eine besondere Stellung ein. Das unterstreicht Papst Benedikt XVI., der einmal als „Mozart der Theologie” bezeichnet wurde, am 13. September 2006 bei seinem Deutschlandbesuch in Regensburg: „Die Orgel wird seit alters und zu Recht als die Königin der Instrumente bezeichnet, weil sie alle Töne der Schöpfung aufnimmt und die Fülle des menschlichen Empfindens – von der Freude bis zur Trauer, zum Leiden – zum Schweigen bringt. Die Vielfältigkeit ihrer Klangfarben, vom Leisen bis zum überwältigenden Fortissimo, erhebt sie über alle anderen Instrumente” [33] [49] . Es ist seit langem bekannt, dass nicht nur Orgelklänge, sondern die Musik ganz allgemein, die Seele in Bewegung setzen und Menschen gleichermaßen „verzaubern” kann [34] . Die Musik vermag oft mehr auszudrücken, als es Worte können, und viele Menschen lassen sich durch die Klangfarben von Orchestern, großen Orgeln oder anderen Instrumenten bereichern und in eine andere Welt „entführen”. Viele kommen z. B. in Kirchen oder Konzertsäle, neugierig oder beladen mit Gedanken, Sorgen und Fragen, setzen sich hin und hören den Klängen von Orchestern oder Instrumenten zu [3]. Alles, was das Herz bewegt, kann aufklingen, und durch die Freude der Ohren kann die Musik dem Frohen wie dem Resignierten, dem Zuversichtlichen wie dem Klagenden eine neue Welt eröffnen und neue Kräfte zukommen lassen [16] [21] [23].

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Musik, Gesundheit und Medizin: Ein Thema für jeden?

Es ist jedem Menschen bekannt, dass Musik entspannen, aber auch Stress verursachen kann. Musik weckt und verstärkt Emotionen, die von verschiedenen Faktoren wie Alter, Lebensumstände und Stimmungen abhängig sind. Musik ist in der Lage, innere Anspannungen zu lösen und führt zu einer Verstärkung der Konzentration [5]. Es ist darüber hinaus seit mehr als 2800 Jahren nachgewiesen, dass Musik zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit führt: Kithara (griechisch κιΤαρα – heute im Griechischen auch Bezeichnung für die klassische Gitarre) und Flötenspiel wurden beim Training von Olympiateilnehmern eingesetzt und führten zu einer Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit von etwa 15 % [35] [36] (Abb. [1]). Neben messbaren Effekten auf Leistungsfähigkeit, Konzentration und Stress ist Musik seit jeher Bestandteil aller auf Heilung ausgerichteten Rituale und ist heute im Rahmen der Musiktherapie fest etabliert [22] [41] . Es ist unbestritten, dass Musik vielfältige Effekte auf Organismus, Psyche und geistige Kapazitäten hat (Tab. [1]). Dennoch sind viele Fragen offen: Macht uns Musik nur glücklich oder auch gesund? Wie genau wirkt Musik? Welche Wirkungen hat Musik auf Herz, Kreislauf und Nervensystem? Wirkt Musik bei Depressionen, erhöht sie die Konzentration und/oder stärkt sie das Immunsystem? Gibt es eine „ideale” Musik für jeden Menschen?

Tab. 1 Wirkungen von Musik auf Körper, Seele, geistige Kapazität.

Wirkungen auf den Körper

  • Muskuläre Entkrampfung und Entspannung

  • Erhöhung oder Verringerung des Muskeltonus

  • Hormonelles Gleichgewicht

  • Schmerzlinderung

  • Auflösung von Schmerzen

  • Beruhigung von Organfunktionen

  • Verringerung von Katecholaminausschüttung

Wirkungen auf die Seele

  • Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts

  • Steigerung der Lebensfreude

  • Steigerung des Selbstvertrauens

  • Unterstützung bei Depressionen

  • Vermeidung von Überforderung

  • Ausgleich beim burn-out-Syndrom

Wirkungen auf geistige Kapazität

  • Förderung der Kreativität

  • Konzentrationsförderung

  • Koordinationsförderung

  • Erhalt der geistigen Flexibilität

  • Anregung neuer Denkprozesse

  • Steigerung kognitiver Funktionen

  • Neustrukturierung von zerebralen Neuronen

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Abb. 1 Darstellung von Tibia- und Lyraspielern zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bei Olympiateilnehmern. Wandmalerei aus Tarquinia, Etrusien, in Nachzeichnung.

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Wahrnehmung von Musik – schon im Mutterleib oder erst später?

Musik wird bereits im Mutterleib ab der 20. Schwangerschaftswoche vom Kind wahrgenommen und gibt dem Ungeborenen erste Sinneseindrücke, die als Geräusche aufgenommen und als „Musik” erlernt werden [22]. Bereits im vorgeburtlichen Zustand erlebt das Baby Musik als wohltuende Klänge, die neben der mütterlichen Stimme Sicherheit und Geborgenheit verleiht. Wird ein Kind sehr früh geboren, muss es lange Zeit in einem Brutkasten verbringen und hat während dieser Zeit keinen intensiven Körperkontakt zur seiner Mutter oder anderen Bezugspersonen. Sehr sanfte und leise Musik hilft Frühgeborenen in Verbindung mit der weichen melodischen Stimme der Mutter über die Zeit im Brutkasten hinweg und ist ein wichtiges Mittel der Kommunikation in diesem Zeitraum [10]. Während dieser und der Neugeborenenphase sind besonders Wiegenlieder durch langsames Tempo, geringe Lautstärke, weiche und dunkle Klangfarben, durch einen regelmäßigen Rhythmus und ein regelmäßiges Auf und Ab der Melodie besonders geeignet, „Schrei-Babys” durch Verlangsamung der Gehirnströme positiv zu beeinflussen und dazu beizutragen, dass aus „Schrei-Babys” später keine hyperaktiven Erwachsenen werden [15] [42] . Durch Musik während Schwangerschaft, Stillzeit und Neugeborenenphase können zudem spätere Depressionen und Angstzustände schon im Ansatz verhindert werden [1] [19] Es profitieren von der Musik nach der Geburt jedoch nicht nur die Babys, sondern auch die Mütter: Yang und Mitarbeiter wiesen bei 120 Frauen postpartal nach, dass Musik über 3 Tage (jeweils 30 Minuten) zu signifikant besseren Scores für Angstempfinden und Herzfrequenz führte als ohne Musikexposition [47].

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Wie wirkt Musik?

Musik beeinflusst das Gehirn. Sie verändert nicht nur die Gehirnströme, sondern nimmt Bezug auf die Aktivitäten beider Gehirnhälften (Hemisphären) und sorgt dafür, dass beide Hemisphären harmonisiert werden. Über einen Nervenstrang, das „Corpus callosum”, sind beide Gehirnhälften miteinander verbunden. Das Corpus callosum ist bei aktiven Musikern und Menschen, die Musik lieben und gern hören, stark ausgeprägt. Rechte und linke Gehirnhälften haben unterschiedliche „Aufgabengebiete”: In der linken Hemisphäre finden sich Zentren für Intellekt, analytisches, rationales und abstraktes Denken, sprachliche und rhythmische Fähigkeiten und symbolische Erfassung der Umwelt. In der rechten Hemisphäre sind die Funktionen Intuition, räumliches, bildhaftes und analoges Denken, Vorstellungskraft, Musikalität, Emotionalität und Kreativität lokalisiert. Musik ist der Schlüssel zur zerebralen Harmonie und wer sich mit Musik beschäftigt, summt, singt, musiziert, rhythmisch tanzt oder trommelt, ist ausgeglichen und zufrieden. Die Wege der zerebralen Verarbeitung vom „Musik Hören”, „Musik Spielen” und dem „Musikgedächtnis” sind mittlerweile gut bekannt [4] [9] [24] [37].

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Musik hören

Musik entsteht im Gehirn, betrifft das ganze Gehirn und spricht etwa 95 % aller Menschen an; nur etwa 5 % der Menschen werden von der Musik nicht erfasst und gelten als unmusikalisch. Worte und Töne werden von zwei wichtigen Funktionen geprägt: Vom Hören und Sehen [43]. Musik hören ist ein relativ komplexer Vorgang, der vom Ohr zur Hörrinde und vom Auge zur Sehrinde läuft. Das menschliche Ohr kann Töne in Schwingungsfrequenzen von 16 bis 20 000 Hz pro Sekunde aufnehmen [9]. Je höher der Ton, desto schneller die Schwingungen. Drei Schritte des Musik Hörens sind bekannt: Im ersten Schritt werden Noten, Instrumente, Orchester usw. vom Sehareal erfasst, das optische Muster erkennt, deren Bedeutung aber nicht einschätzen kann. Im Hörareal werden akustische Impulse (Töne) gehört, die über Synapsen weitergeleitet werden und im Gehirn „Spuren” hinterlassen [11] [31] . Im zweiten Schritt werden Gesehenes und Gehörtes zu einem Ganzen integriert, und beides (Gesehenes und Gehörtes) nimmt erstmals „Gestalt” an und wird mit anderen Erfahrungen aus dem Gedächtnis abgeglichen, z. B. „Abspeicherung” von Musikern, Flötisten, Geigern, Orchester usw. Musik wird also „gelernt”, akustisches „Material” wird verarbeitet und im Gehirn „hinterlegt” (Erinnerungen). Im dritten Schritt werden schließlich Gesehenes und Gehörtes nach Wichtigkeit bewertet: Welche Bedeutung hat das Musikstück für mich? Soll ich hinhören oder empfinde ich das Gehörte als Lärm, den ich besser ignoriere?

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Musik spielen

Das aktive Musizieren betrifft im Gehirn die sensorischen Areale (Spüren und Tasten) und das Kleinhirn, das u. a. mitverantwortlich für den Rhythmus ist, für Takt, Gleichgewicht, Koordination. Auch das „Musik Spielen” läuft in mehreren Schritten ab: Der erste Schritt ist das bewusste Handeln (das musizieren Wollen): Vom Frontalhirn kommt z. B. der Startbefehl, eine Orgeltaste zu drücken. Im zweiten Schritt werden die motorischen Areale des Gehirns aktiviert. Es kommt zur aktiven Bewegung, z. B. dem Befehl zum Drücken einer Orgeltaste, zum Zupfen einer Gitarrensaite oder zur Bewegung der Lippen. Die sensorischen Areale sind zum Spüren und Tasten unerlässlich: Spüren der Orgeltaste: Wie stark drücke ich; Öffnungen einer Flöte ertasten usw. [11] [31]. Kürzlich wurde von Nakahara und Mitarbeitern in einer Studie (Analyse von Herzfrequenzverhalten und Herzfrequenzvariabilität) nachgewiesen, dass der Effekt des „aktiven” Musizierens auf das autonome Nervensystem wesentlich ausgeprägtere Effekte hat als bei Menschen, die lediglich der Musik zuhören [26] .

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Musikgedächtnis

Der Gedächtnisspeicher für Musik ist über die gesamte Großhirnrinde verteilt. Die Hirnareale, in denen Gehörtes, Gesehenes usw. zu einem Gesamten zusammengefügt werden, sind die „Assoziationsareale”. Diese Areale, die im Frontalhirn liegen, sind für die Persönlichkeit eines Menschen entscheidend. Sie sind maßgeblich für höhere geistige Leistungen, Vorlieben für bestimmte Musik, Empfindungen und Emotionen [29] [45]. Die Assoziationsareale sind als „Schaltzentrale” für die Musikwirkungen auf Herz-Kreislauf- und Nervensystem entscheidend: Hier werden wichtige Impulse für die Musikwirkungen gegeben [7] [18] .

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Musik-Wirkungen

Durch Musik kommt es zu physiologisch gesicherten Wirkungen wie Senkungen von Herzfrequenz, arteriellem Blutdruck, Atemminutenvolumen, Sauerstoff-Verbrauch, Katecholaminen, adrenokortikotropem Hormon (ACTH), Kortisol und Grundumsatz. Demgegenüber erzeugt Lärm Stress und innere Unruhe, führt zu Schlafstörungen, Müdigkeit, depressiver Verstimmung und Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf- und des Immunsystems [46] [48] . Es führt darüber hinaus zu Schwerhörigkeit und Hörverlust und besonders elektronisch verstärkte Musik kann zu längerfristigen Schädigungen des Gehörs führen. Bei Hörschäden kann darüber hinaus der Kontakt zu Mitmenschen erheblich eingeschränkt werden, zu einer Minderung der Leistungsfähigkeit und zu Reizbarkeit und Depressionen führen [7] [18].

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Welche Musik für welchen Menschen? Was ist für die Gesundheit gut – was nicht?

Analysiert man die Vielzahl verschiedener Musikstile, Kompositionen und Eigenarten von Komponisten, so scheint es sehr schwierig zu sein festzulegen, welche Musik für welchen Patienten am „geeignetsten” ist (Abb. [2]). Zudem ist unklar, welche Wirkungen einer Musik beim „Individuum Mensch” gesundheitlich vorteilhaft sind, und welche Musik eher ungünstig oder gar gefährlich ist. In jedem Fall spielen individuelle „Vorlieben” eine besondere Rolle. Die folgenden Überlegungen mögen im Einzelfall nur bedingt zutreffen.

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Abb. 2 Wirkung der Musik auf den Menschen. Welche Musik ist für welchen Menschen günstig, welche eher nicht? (Quelle: Internationales Orgelfestival „Toccata”. www.thecore-design.de, Davide De Leo).

Klassische Musik besitzt die stärkste Heilkraft und wird in der Musiktherapie am häufigsten eingesetzt. Dennoch gibt es Menschen, die sich durch klassische Musik genervt fühlen, gestresst oder überfordert sind, wenn sie einem Orchester zuhören müssen. Klassische Musik hat ohne Zweifel günstige Effekte bei Ängsten, Depressionen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, führt zur Steigerung von Konzentration, Gedächtnis, Kreativität und Tatkraft, hat eine positive Beeinflussung des Immunsystems und ist hilfreich bei Schmerzen, Stress und Schlafstörungen. Rock und Pop zählen zu den „Muntermachern”; diese Musik wirkt stimmungsaufhellend, motivationssteigernd und bei Müdigkeit anregend. Sie wird bei monotonen Tätigkeiten eingesetzt, um bei guter Laune zu bleiben und nicht so schnell zu ermüden. Meditationsmusik wirkt beruhigend, die Klänge sind durchweg langsam und haben eher wenig Rhythmus. Sie hilft zum Ausspannen und zur Beruhigung, besonders nach hektischer und anstrengender Tätigkeit. Meditationsmusik wird vor allem bei Yoga und Tai Chi eingesetzt, um eine beruhigende Stimmung zu erwirken. Sie ist günstig zur spirituellen Vertiefung, zum Meditieren, ist wirksam gegen Stress, Schlafstörungen, und führt zu Beruhigung und Harmonie. Heavy Metal hat keine therapeutische Heilkraft, ebenso wenig wie Technomusik! Während bei Heavy Metal zum Teil noch echte Instrumente zum Einsatz kommen, ist Technomusik synthetisch. Diese „Musik” kann im Einzelfall helfen, Aggressionen abzubauen, Wut, Enttäuschung und Frustrationen besser zu verarbeiten, physiologisch werden aber Herzfrequenz und Blutdruck erhöht, Stress baut sich auf, so dass diese „Musik” eher zerstörerisch wirkt. Auch über plötzliche Todesfälle durch Herzrhythmusstörungen bei Techno-Partys ist berichtet worden. Es ist bezeichnend, dass bei Heavy Metal und Technomusik selbst Pflanzen weniger gut gedeihen oder gar eingehen, wenn sie damit dauernd beschallt werden. Jazz spricht den Intellekt an und bedarf beim Hören einer gewissen Konzentration. Wer Jazz nicht mag, fühlt sich genervt und überfordert. Zu therapeutischen Zwecken wird Jazz kaum eingesetzt. Lateinamerikanische Musik ist in der Regel beschwingt, sehr rhythmisch, macht gute Laune und hebt die Stimmung. Sie ist zur Motivationssteigerung geeignet, besonders um melancholische Augenblicke zu überbrücken und die Lebensfreude zu steigern. Folklore drückt sich durch bestimmte kulturelle Richtungen aus, weckt Heimatgefühle, schafft Vertrauen, sorgt für Geborgenheit und kann für alle geistigen Prozesse bereichernd sein. Andererseits fühlen sich viele Menschen durch fremde und eher „ungewohnte” Musik überfordert und genervt. Schlager sind gesungene Lieder, einfach strukturiert und sorgen für gute Stimmung. Sie eignen sich aber nicht für therapeutische Zwecke. Geistliche Musik, oft als „Sound Gottes” bezeichnet, nimmt durch ihren spirituellen Hintergrund und die Klarheit der Stimmen beruhigenden Einfluss auf gestresste Menschen, sie wirkt meditativ, erhebend und frisch [21] [22] [42].

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Musik und Kardiologie

Es sind kürzlich eine Reihe von Studien vorgelegt worden, die den Einfluss von Musik bei Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, bei Herzkatheteruntersuchungen, vor und nach Operationen bzw. im Rahmen rehabilitativer Maßnahmen untersucht haben. Schneider und Mitarbeiter analysierten 2006 den Einfluss von Musik bei 90 Patienten, die sich einer Herzkatheteruntersuchung unterziehen mussten [38]: Es wurden 3 Gruppen randomisiert (Gruppe I: Musikexposition, Gruppe II: Musikexposition und Gesprächsbegleitung vor und während der Untersuchung, Gruppe III: Kontrollgruppe ohne Musik und Gespräch). Die Autoren konnten nachweisen, dass in den Gruppen I und II das persönliche Wohlbefinden wesentlich besser war als in Gruppe III. Die gemessenen physiologischen Parameter (Herzfrequenz, Blutdruck) waren zwischen den 3 Gruppen allerdings nicht signifikant unterschiedlich. Im Rahmen der ALMUT-Studie wurde bei etwa 200 Herzkatheter-Patienten gemessen, ob Musik unterschiedlicher Stile unterschiedliche Grade von Angstabbau auslösen kann und ob sie mehr von der begleitenden Musik profitieren, wenn sie sie selbst wählen können. Zur Verfügung standen Angebote aus den Kategorien „Klassik”, „Entspannungsmusik”, „Jazz” oder „Stille”. Der Angststatus wurde mit einem speziellen psychologischen Messverfahren sowie der Messung von Blutdruck und Herzfrequenz erhoben. In der Patientengruppe, die ihre Musik selbst auswählen konnte, erzielte Entspannungsmusik die beste angstlösende Wirkung, in der Gruppe, in der Musik nach dem Zufallsprinzip zugespielt wurde, war Musik aus der Kategorie Klassik am effektivsten. Insgesamt war der Angstabbau in jener Gruppe effektiver, die nicht selbst ihre Musik wählen konnte [14]. Bringmann und Mitarbeiter untersuchten 2009 den Einfluss von Musik im Vergleich zu einer Medikation mit Midazolam (0,05 – 0,1 mg/kg) vor chirurgischen Eingriffen bei 372 Patienten anhand des STAI-X-1-Angst Scores (6). Musik (177 Patienten) führte vor und nach der Operation zu einer signifikanten Verbesserung der Scores im Vergleich zu Patienten, die Midazolam erhielten (195 Patienten)(vor OP: Score 34 vs. 36, nach OP Score 30 vs. 34, p < 0,001). Nilsson und Mitarbeiter berichteten 2009 bei 40 Patienten mit Bypass-Operation oder Aortenklappenersatz über eine signifikant bessere Rate von Oxytocin-Ausschüttung und Sauerstoffverbrauch unter Musik im Vergleich zur Kontrollgruppe (p < 0,05) [27] . In einer anderen, ebenfalls 2009 von Nilsson publizierten Untersuchung an 58 Patienten, die sich einer Herzoperation unterzogen, war in der postoperativen Phase bei den mit Musik „behandelten” Patienten (30 Minuten Musikexposition am ersten postoperativen Tag) der Kortisolspiegel signifikant niedriger (484,4 mmol/l) als in der Kontrollgruppe der Patienten, die keine Musik hören durften (Kortisolspiegel 618,8 mmol/l; p < 0,02) [28] . Es wurden demgegenüber zwischen beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede in Herzfrequenz, Atemfrequenz, mittlerem arteriellen Blutdruck oder Sauerstoff-Sättigung nachgewiesen. Über den günstigen Effekt von Musik auch während rehabilitativer Maßnahmen wurde kürzlich von Antonietti berichtet [2].

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Musik auf Intensivstationen, im Wartezimmer, zur Schmerztherapie, bei alten Menschen und bei Sterbenden

Patienten auf Intensivstationen profitieren von sanften Klängen, die leise und dezent sind. Klassische Musik oder Meditationsmusik machen nicht selten allzu hoch dosierte Behandlungen mit Analgetika oder Sedativa überflüssig. Leider wird die „Behandlung” mit Musik auf Intensivstationen in Deutschland nur sehr selten eingesetzt [8] [44] . Zur Beruhigung wird im Wartezimmer vieler Arztpraxen meist leise und meditative Musik eingesetzt, um Ängste gezielt abzubauen, und die Wartezeit damit zu überbrücken. Ein großes Einsatzgebiet der Musik findet im Rahmen der Schmerztherapie statt: Durch Musik können Schmerzen im Gehirn besser verarbeitet werden oder verschwinden komplett. Das subjektive Schmerzempfinden ist stark herabgesetzt und ersetzt manches Schmerzmittel. Hören Patienten ihre Lieblingsmusik, werden zudem körpereigene Hormone ausgeschüttet, die schmerzlindernd und stimmungsaufhellend wirken. Bei alten Menschen führt Musik zu grandiosen Erfolgen: Musik aus der Jugend der alten Menschen führt zu guter Laune, körperlicher und geistiger Vitalität und verbessert soziale Kontakte. Auch bei Depression ist der positive Effekt von Musik gut belegt: Chan und Mitarbeiter wiesen vor kurzem in einer randomisierten, kontrollierten Studie bei 47 depressiven Patienten (Alter > 65 Jahre) nach, dass eine Musikexposition (23 Patienten) zu signifikanten Senkungen des Depression Score (p < 0,001), des arteriellen Blutdrucks (p < 0,001), der Herzfrequenz (p < 0,001) und auch des arteriellen Blutdrucks einen Monat nach Musikexposition (p < 0,001) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Musik (23 Patienten) führte [7] . Besonders gut sprechen alte Menschen, die an der Alzheimer Erkrankung leiden, auf Musik an. Ihr Erinnerungsvermögen kehrt teilweise zurück oder hilft ihnen, sich zu äußern und bringt somit neue Lebenskraft in das manchmal trostlose und öde Leben der alten Menschen [39] [44].

Ein Hörender ist der kleine Mensch bereits im pränatalen Zustand. Ein Hörender ist und bleibt der Mensch auch bei seinem Abschied von dieser Welt und seinen Angehörigen. Ein Sterbender ist oft ein „Noch-Hörender”, auch in seiner letzten Lebensphase, in der viele Sinne und Organe bereits abgeschaltet sind. Deshalb hat die Musik bei Sterbenden und in Palliativ-Hospizen eine immer größer werdende Bedeutung [25]. Musik, vor allem aus früheren Lebensabschnitten, kann das Sterbezimmer öffnen und unvergessliche und beglückende Erlebnisse zum letzten Mal erfahren lassen [12] [20].

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Welche Musik wann?

Nicht jede Musik gefällt jedem Menschen und Musik ist abhängig von der jeweiligen körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung. Darüber hinaus spielen äußere Einflüsse, Lebensalter, aktuelle Lebenssituationen, Wetter, Jahreszeiten, aber auch kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Prägungen eine entscheidende Rolle in der Wirkung der Musik auf den Menschen. Dennoch gibt es Musik, die besonders bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zur Förderung der Konzentration, bei Depressionen, zur Entspannung und zur Stärkung des Immun- und Nervensystems geeignet sind (Tab. [2],[3],[4]). Instrumentalmusik ist eindeutig zu bevorzugen, da Musik mit Gesang erneuten Stress erzeugen kann. Kritisch sind auch Musikwerke mit vielen abrupten Wechseln und Sprüngen im Rhythmus und in der Lautstärke. Etwas Unvorhergesehenes, Überraschendes erzeugt im Gehirn automatisch Aufmerksamkeit und versetzt uns für einen kurzen Moment in Alarmbereitschaft. Ruhige Instrumentalmusik von Bach, Mozart oder italienischen Komponisten wie Albinoni, Corelli, Torelli oder Vivaldi sind die „Stars” der Musik zur „therapeutischen Anwendung” (Abb. [3]). Es lassen sich für die jeweiligen „Ziele” sowohl Komponisten als auch spezielle Werke identifizieren, die allerdings immer nach den individuellen Vorlieben des Zuhörers ausgewählt werden müssen.

Tab. 2 Positive Effekte von Komponisten und Kompositionen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Quelle: TonArzt – Musik als Medikament. Symposium „Musik und Medizin” der Ärztekammer Westfalen-Lippe 13.11.2009).

Komponist

Musikwerke

Tomaso Albinoni

Adagio g-moll für Orgel und Streicher

Johann Sebastian Bach

Brandenburgische Konzerte (BWV 1046 – 1051)

Kantate Nr. 147 (Herz und Mund und Tat und Leben) (BWV 147)

Air (aus der Orchestersuite Nr. 3)(BWV 1068)

Das wohltemperierte Klavier (alle Fugen) (BWV 846 – 869)

Arcangelo Corelli

Adagio

Georg Friedrich Händel

Wassermusik

„Ankunft der Königin von Saba” (aus dem Oratorium „Salomon”)

Wolfgang Amadeus Mozart

Andante und Variationen G-Dur für Orgel zu vier Händen (KV 501)

Giuseppe Tartini

Adagio cantabile

BWV = Bach-Werke-Verzeichnis, KV = Köchel-Verzeichnis

Tab. 3 Positive Effekte von Komponisten und Kompositionen bei Depressionen und zur Förderung der Konzentration (Quelle: TonArzt – Musik als Medikament. Symposium „Musik und Medizin” der Ärztekammer Westfalen-Lippe 13.11.2009).

Komponist

Musikwerke

Johann Sebastian Bach

Englische und französische Suiten (schnellere Sätze)

Toccata und Fuge d-moll (BWV 565)

Ludwig van Beethoven

Klavierkonzert Nr. 4, G-Dur (op. 58)

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 94

Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzerte (schnellere Sätze)

Arie „Dies Bild ist bezaubernd schön” (aus der Oper „Zauberflöte”)(KV 620)

Domenico Scarlatti

Sonaten

Antonio Vivaldi

Konzerte für Streicher und Cembalo

Charles Marie Widor

Toccata (aus der Orgelsinfonie Nr. 5, op. 42)

BWV = Bach-Werke-Verzeichnis, KV = Köchel-Verzeichnis, op = opus

Tab. 4 Positive Effekte von Komponisten und Kompositionen zur Stärkung des Immun-/Nervensystems und zur Entspannung (Quelle: TonArzt – Musik als Medikament. Symposium „Musik und Medizin” der Ärztekammer Westfalen-Lippe 13.11.2009).

Komponist

Musikwerke

Johann Sebastian Bach

Goldberg-Variationen (BWV 988)

Ludwig van Beethoven

Mondscheinsonate (op. 27, Nr. 2)

Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur (op. 58)

Frederic Chopin

Fantasie-Impromptu (op. 66)

Nocturnes

Claude Debussy

La Mer

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie Nr. 40 g-moll, 2. Satz (KV 550)

Maurice Ravel

Klaviertrio a-moll

Camille Saint-Saens

Symphonie Nr. 3 c-moll (op. 78)

BWV = Bach-Werke-Verzeichnis, KV = Köchel-Verzeichnis, op = opus

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Abb. 3 Erste Sonate für Violine Solo von Johann Sebastian Bach um 1720.

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Wann Musik eher nicht?

Die Tonart eines Musikstücks trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Stimmung eines Menschen beim Hören der Musik schlagartig ändert. Melancholische Töne in einer Moll-Tonart sorgen für eine besinnliche, manchmal sogar traurige oder wehmütige Stimmung. Dur-Tonarten werden mit einer fröhlichen, aufmunternden Stimmung in Verbindung gebracht. Trotz dieser sicher richtigen Beobachtungen wirkt jede Musik ganz individuell. Sie ruft bei jedem Menschen andere Assoziationen hervor, weckt Bilder und Erinnerungen. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, Musik individuell auszuwählen, da negative Effekte durch Musik bei falscher Auswahl zur Verstärkung von Ängsten, Depressionen und Aggressionen führen können [13] [30]. Deshalb sollte der Einsatz von Musik bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen (Kinder ebenso wie Erwachsene) sorgfältig, vorsichtig und überlegt ausgewählt werden [17] [32] [40]. Stimmungseinflüsse werden nicht nur bei Zuhörern, sondern auch bei Komponisten sichtbar: Ludwig van Beethoven schrieb einmal „Ich schreibe meine Noten in Nöten” und selbst in seiner so berühmt gewordenen Symphonie Nr. 5, c-moll, wird bei der Überleitung des dritten zum vierten Satz diese Depression deutlich: Über 15 Takte hinweg finden sich eintönige, identische Noten und Rhythmen ohne jene Impulsivität, die Beethoven so berühmt gemacht hat.

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Schlussfolgerungen und Konsequenzen für den Alltag

Musik ist ein wichtiger Bestandteil im Leben jedes Menschen und welcher Erwachsene kennt nicht das Wechselbad der Gefühle, das er mit verschiedenen Liedern oder Kompositionen bei sich hervorrufen kann? Zur Entspannung wird Musik schon seit jeher eingesetzt, Musik kann aber auch zur Genesung eines Menschen beitragen und die Musiktherapie nimmt in der Medizin einen immer größer werdenden Raum ein. Musik hat sich z. B. effektiv bei Blutdrucksenkung und zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt nach einer Studie der Berliner Charité erwiesen. Temporeiche Songs mit einer klaren Sopranstimme wie beispielsweise von Heather Nova, wirken wie Psychopharmaka. Sie sollen den Hörer aus seiner Niedergeschlagenheit reißen und Glücksgefühle auslösen. Vor Prüfungen und bei Konzentrationsschwäche helfen demgegenüber eher beruhigende, langsame Instrumentalsätze. Zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit wird Musik im Rahmen einer therapeutischen Beziehung gezielt eingesetzt. Mit der Musik wird oftmals Zugang zu jenen Menschen erreicht, bei denen andere Therapien nicht angewendet werden können. Nichts gilt mehr als ein Satz des französischen Schriftstellers Victor Hugo (1802 – 1885): „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.”

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Erratum

Dieser Artikel wurde geändert gemäß folgendem Erratum vom 14.12.2009:

Im Beitrag ”Musik und Gesundheit: Welche Musik hilft welchem Patienten – welche eher nicht?“ (Dtsch Med Wochenschrift 2009; 134: 2606) muss es im Literaturverzeichnis unter Ziffer 14 richtig heißen:

Goertz W et al., Bach oder Jazz – vom Patienten oder vom Los gewählt? Zur Wirkung von Musik im Herzkatheterlabor. Clin Res Cardiol 2009 (Suppl.1) V802 (Abstract).

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Literatur

Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe

Medizinische Univ.-Klinik II (Kardiologie und Angiologie), Ruhr-Universität Bochum

Hölkeskampring 40

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Email: hans-joachim.trappe@ruhr-uni-bochum.de

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44625 Herne

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Abb. 1 Darstellung von Tibia- und Lyraspielern zur Steigerung der Leistungsfähigkeit bei Olympiateilnehmern. Wandmalerei aus Tarquinia, Etrusien, in Nachzeichnung.

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Abb. 2 Wirkung der Musik auf den Menschen. Welche Musik ist für welchen Menschen günstig, welche eher nicht? (Quelle: Internationales Orgelfestival „Toccata”. www.thecore-design.de, Davide De Leo).

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Abb. 3 Erste Sonate für Violine Solo von Johann Sebastian Bach um 1720.