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DOI: 10.1055/a-2777-1865
IAB: Berufliche Reha wirksam, aber rückläufig
Im Rahmen einer Analyse administrativer Daten der Bundesagentur für Arbeit hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für die letzten Jahre einen positiven Trend bei der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Behinderungen nach beruflicher Rehabilitation festgestellt. Während nach Beendigung der Rehabilitation im Jahr 2015 ca. 25 % der Geförderten in ihr Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zurückkehrten und 30 % eine neue Beschäftigung aufnahmen, lagen die diesbezüglichen Zahlen für das Jahr 2022 bei ca. 43 % bzw. 35 %.
Allerdings ermittelte die Studie vom 14.10.2025 auch Förderlücken. Die Zahl der geförderten Personen ist seit einigen Jahren deutlich gesunken. Nach einem Höchststand der Anerkennung beruflicher Rehabilitanden im Jahr 2015 (26.200 Fälle) sank ihre Zahl bis 2022 auf 18.509 Fälle und erholte sich seitdem nur leicht (2024: 19.480 Anerkennungen). Dabei ist der Anteil anerkannter Anträge (ca. 20 %) seit vielen Jahren stabil geblieben. Mit dem Rückgang ging eine Änderung der Zusammensetzung der geförderten Personen einher. So wurden immer weniger Frauen gefördert. Dafür seien unter den Geförderten immer mehr Personen mit einer Behinderung des Stütz- und Bewegungsapparates. Auch der Erwerbsstatus spielte eine große Rolle: Während der Anteil derjenigen, die aus einer Beschäftigung heraus eine berufliche Reha aufnahmen, von 38 % im Jahr 2015 auf 51 % im Jahr 2022 zunahm, fiel der Anteil der Bezieher von Leistungen (Bürgergeld oder Arbeitslosengeld I) unter den Geförderten von 45 % auf 32 %. Der Kurzbericht 21/2025 „Integration gelingt, die Zahl der Geförderten sinkt“ ist auf der Website des Instituts https://iab.de veröffentlicht.
Publication History
Article published online:
19 February 2026
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