Zahnmedizin up2date 2026; 20(01/02): 53-63
DOI: 10.1055/a-2747-1814
Varia

Die dentale MRT: ein neues bildgebendes Verfahren in der Zahnheilkunde

Authors

  • Georg Bach

Im Vergleich zur Sonografie als einer etablierten Methode in der zahnärztlichen Bilddiagnostik stellt die dentale Magnetresonanztomografie (MRT) ein ganz neues Verfahren für den Einsatz in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde dar, dem ein großes Potenzial für weitere Entwicklungen und neue Anwendungen in der Zahnmedizin zugemessen wird. Basisdaten, etwa zur Forschungsarbeit und Gerätebasis, sowie technische und patientenspezifische Limitationen werden in diesem Beitrag zusammengefasst vorgestellt.

Kernaussagen
  • Für den zukünftigen Einsatz der MRT in der Zahnmedizin sprechen der Verzicht auf ionisierende Strahlung und die Eröffnung komplett neuer Möglichkeiten in der Diagnostik, Planung und Therapiedurchführung.

  • Mit dem Wegfall der Notwendigkeit der Stellung einer „rechtfertigenden Indikation“ wird eine „Bildgebung unlimited“ möglich.

  • Vorteile der dentalen MRT im Vergleich zu anderen, in der zahnärztlichen Praxis verwendeten Bildgebungsmodalitäten sind eine bessere Visualisierung von Weichteilkomponenten und Einsetzbarkeit bei bestimmten Patientengruppen.

  • Somit sind MRT-Scans anderen Bildgebungen bei der Früherkennung von Krankheiten mit hohem Weichteilanteil überlegen.

  • Mehrere Studien in vitro und in vivo konnten die erfolgreiche Durchführung verschiedener Arbeitsschritte der Implantologie zeigen.

  • Der Präsentation des ersten dentalen MRT-Geräts in Freiburg ging eine knapp 2 Jahrzehnte dauernde Forschungsarbeit voraus.

  • Limitationen bestehen im Moment noch wegen der Gerätegröße und des Gewichts sowie des Erfordernisses eines Faraday’schen Käfigs.

  • Auch sind Geräte- und EDV-technisch noch Weiterentwicklungen nötig, um die Scan-Zeiten zu verkürzen und für die Zahnmedizin geeignete Sequenzen zu erarbeiten.

  • Zuletzt muss eine entsprechende Fachkunde geschaffen und Schulungsmaterial für Zahnärzt*innen erstellt werden.



Publication History

Article published online:
09 February 2026

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