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DOI: 10.1055/a-2741-0851
10 Jahre Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e. V. – 10 Jahre Liebe
Tagungsbericht der DGPatWAuthors
Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens lud die Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e. V. (DGPatW) zu einer Jubiläumstagung unter dem Motto Liebe ein. Am 20. September 2025 trafen sich rund 60 Interessierte im Elzer Hof in Mainz, um gemeinsam auf 10 Jahre Vereinsgeschichte zurückzublicken – und vor allem, um zusammen dem Wert der Liebe in der Gesundheitsversorgung nachzuspüren und sich auszutauschen.
10 Jahre zuvor, im Jahr 2015, gründeten Expertinnen aus der Palliativ- und Hospizbewegung die Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e. V. mit dem Ziel, die Würdezentrierte Therapie nach Harvey Max Chochinov [1] in Deutschland zu verbreiten, Therapeuten zu schulen und Würde als Haltung und Handlungsauftrag in Gesundheitsinstitutionen zu stärken. Ausgangspunkt und Inspiration dieser Gründungsidee war die Tagung Würde und existenzielles Leid am Ende des Lebens, die Martin Weber, damaliger Leiter der Interdisziplinären Abteilung für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz, in Kooperation mit Jan Gramm, Institut für Palliativpsychologie, 2014 in Mainz organisierte, bei der Harvey Max Chochinov als Hauptredner die Würdezentrierte Therapie vorstellte [2].
Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e. V. (DGPatW)
Im Mittelpunkt unseres Wirkens steht die Stärkung einer würdebewahrenden Haltung im Gesundheitswesen. Dazu zählen die Einführung und Etablierung des ABCD der würdebewahrenden Versorgung [3] und der Würdezentrierten Therapie (Dignity Therapy) [1] und daran anknüpfend die Förderung der sogenannten Würdegespräche zwischen Angehörigen und Patienten [4]. Hierzu bieten wir regelmäßig Workshops, Vorträge und Inhouse-Schulungen an und publizieren in unterschiedlichen Fachmedien.
Darüber hinaus setzen wir uns für eine Verbesserung der Kommunikation und den Austausch zu würdebezogenen Belangen in der Gesundheitsversorgung ein: Wir sind Ansprechpartner für Einrichtungen im Gesundheitswesen, beraten und vernetzen Forschungsprojekte auf diesem Gebiet und unterstützen Initiativen mit ähnlichen Anliegen.
Weitere Informationen: www.patientenwuerde.de.
Zurück am Ursprungsort kamen Unterstützer, Weggefährtinnen sowie Expertinnen aus Praxis und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam zu feiern und ein vielseitiges Programm zu erleben, das wissenschaftliche Reflexionen mit praktischen Erfahrungen und persönlichen Perspektiven verband – und damit auch zum Perspektivenwechsel einlud. Mit einem Blick zurück auf jenen Moment, in der die Gründungsidee Tatsache wurde, und einem Dank an die Gründungsmitglieder und Unterstützerinnen der DGPatW eröffnete Sandra Mai, 1. Vorsitzende, den feierlichen Tag und übergab an Marcus Niehaves, der als Moderator durch die Veranstaltung führte.
Publication History
Article published online:
12 January 2026
© 2026. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
- 1 Chochinov HM. Würdezentrierte Therapie. Was bleibt. Erinnerungen am Ende des Lebens. Übersetzt von Sandra Stephanie Mai. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht; 2017
- 2 Gramm J, Mai S, Weber M. Tagungsbericht – Würde und existentielles Leid am Ende des Lebens. Zeitschrift für Palliativmedizin 2015; 16: 13-15
- 3 Chochinov HM. Dignity and the essence of medicine: the A, B, C, and D of dignity conserving care. BMJ 2007; 335: 184-187
- 4 Guo Q, Chochinov HM, McClement S. et al. Development and evaluation of the Dignity Talk question framework for palliative patients and their families: A mixed-methods study. Palliat Med 2018; 32: 195-205
- 5 Intensive-Caring. Intensivierte Patientenfürsorge. Patienten spüren lassen, dass sie wichtig sind. https://www.patientenwuerde.de/wp-content/uploads/2025/08/2505025-Intensive-Caring-Infographic-GER-v1.pdf (Stand: 01.11.2025)
- 6 Knoblauch R. Königsskulpturen. https://ralfknoblauch.de/wp/ (Stand: 08.11.2025)
