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DOI: 10.1055/a-2739-3886
Asthma-Management und -Kontrolle in Deutschland im Licht aktueller Leitlinien
Asthma Management and Control in Germany in Light of Current GuidelinesAuthors
Zusammenfassung
Hintergrund
Klinische Studien und Befragungen zeigen einen starken Verbesserungsbedarf bei der Asthma-Kontrolle trotz stetig besser werdender Therapieoptionen.
Zielsetzung
Ermittlung der Asthma-Kontrolle und Einstellungen von Betroffenen zur Asthma-Therapie in Deutschland sowie deren Einordnung im Kontext aktueller Leitlinienempfehlungen.
Methoden
Erwachsene mit Asthma in Deutschland wurden im November 2024 mithilfe des Onlinepanels forsa.omninet rekrutiert und zu Asthma-Symptomatik und -Management befragt. Im Anschluss wurden Kreuzkorrelationsanalysen durchgeführt. Die Asthma-Kontrolle wurde anhand der in den deutschen Leitlinien definierten Kriterien ausgewertet.
Ergebnisse
1002 Erwachsene mit selbstberichtetem Asthma nahmen an der Befragung teil. Bei 61% der Befragten war das Asthma nicht gut kontrolliert, wobei über 60-Jährige besonders schlecht kontrolliert waren. 63% der Befragten waren auf eine tägliche Dauertherapie eingestellt. Patientinnen und Patienten unter regelmäßiger Dauertherapie berichteten eine durchschnittlich schlechtere Asthma-Kontrolle. Ein großer Teil der Befragten wusste nicht, was mit den Begriffen Asthma-Kontrolle und Asthma-Remission gemeint ist. 75% verwendeten keine Selbstmanagement-Tools. Nur 47% der Befragten konnten sich vorstellen, dass eine Symptomfreiheit durch eine adäquate Dauertherapie möglich ist.
Schlussfolgerung
Die Asthma-Kontrolle in Deutschland ist noch immer unzureichend. Die Befragung belegt erneut relevante Diskrepanzen zwischen Leitlinienempfehlungen und der klinischen Realität. Es besteht ein deutlicher Bedarf zur Verbesserung sowohl der Asthma-Kontrolle als auch der Aufklärung und Schulung von Menschen mit Asthma.
Abstract
Background
Clinical studies and surveys indicate a significant need for improvement in asthma control, despite continuously advancing treatment options.
Objective
To assess asthma control and patients’ attitudes toward asthma therapy in Germany and to analyze the findings in the context of current guideline recommendations.
Methods
Adults with asthma in Germany were recruited via the online panel forsa.omninet in November 2024 and surveyed regarding their asthma symptoms and management. Cross-correlation analyses were subsequently conducted. Asthma control was analyzed according to German guideline criteria.
Results
A total of 1,002 adults with self-reported asthma participated in the survey. Asthma was not well controlled in 61% of respondents, especially the elderly of 60 years and older. 63% of respondents were on a daily maintenance therapy. However, patients on maintenance therapy reported poorer asthma control. A large number of respondents were unfamiliar with the terms “asthma control” and “asthma remission”. 75% did not use any self-management tools. Only 47% believed that symptom-free asthma could be achieved through adequate maintenance therapy.
Conclusion
Asthma control in Germany remains inadequate. This survey confirms relevant discrepancies between guideline recommendations and clinical reality. Improved asthma management and patient education are urgently needed.
Abkürzungen
Einleitung
Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die dank der Verfügbarkeit neuer Therapieoptionen in den letzten Jahrzehnten bei der Mehrzahl der Betroffenen kontrolliert werden kann [1]. Eine inhalative Glukokortikosteroide (ICS) enthaltende, d.h. entzündungshemmende Therapie bildet mittlerweile auf allen Stufen die Basis der Standardtherapie, kurzwirksame Beta-2-Agonisten (SABA) sollen nicht mehr als alleinige Therapie eingesetzt werden [2]. Eine gute Kontrolle ist selbst bei schwerem Asthma durch Biologika häufig erreichbar. Dieses Umdenken spiegelt sich auch in den Therapiezielen wider. Die Lungenfunktion wich der Asthma-Kontrolle als Grundlage der Therapieentscheidung und wurde in der aktuellen fachärztlichen Leitlinie noch durch das Ziel der Remission ergänzt [3] [4] [5]. Die Remission bei Asthma ist definiert durch das Ausbleiben von Exazerbationen, keinen Bedarf an systemischen Kortikosteroiden (OCS), eine gute Asthma-Kontrolle (Asthma-Control-Test: ACT ≥20) und eine stabile Lungenfunktion über einen Zeitraum von 12 Monaten [4]. Die Asthma-Kontrolle dagegen ist bezogen auf nur 4 Wochen ohne tägliche und nächtliche Symptome, erhöhten Gebrauch des Bedarfsmedikaments und Aktivitätseinschränkungen, da in diesem Zeitraum von einer einigermaßen zuverlässigen Erinnerung ausgegangen werden kann, und eignet sich damit als Parameter zur kurzfristigen Verlaufskontrolle [3] [4] [5]. Die Remission ergibt sich als Konsequenz der Erreichbarkeit einer langfristigen Asthma-Kontrolle.
Trotz der stetig wachsenden hocheffizienten therapeutischen Möglichkeiten zeigten Real-World-Studien und Befragungen auf nationaler und internationaler Ebene jedoch über die letzten Jahrzehnte immer wieder eine unzureichende Asthma-Kontrolle auf [6] [7] [8] [9] [10] [11]. Etwa 50–80% der dort eingeschlossenen Asthma-Patientinnen und -Patienten waren nicht ausreichend kontrolliert. Die Ursache lag häufig in fehlender Therapieadhärenz. Zusätzlich schätzten Befragte ihre Asthma-Kontrolle selbst oft zu optimistisch ein, was eine unbefriedigende Einsicht in die Notwendigkeit insbesondere einer regelmäßigen Therapie mit konsekutiver schlechter Therapietreue zur Folge haben kann [10] [11] [12] [13]. Bleibt das Asthma langfristig unterbehandelt, besteht die Gefahr des entzündungsbedingten Remodelings der Lunge, was zum irreversiblen Verlust von Lungenfunktion und Exazerbationen führt [14].
Um die aktuelle reale Asthma-Kontrolle zu beurteilen und die tatsächliche Nutzung verschiedener Therapie- und Selbstmanagementoptionen sowie mögliche Zusammenhänge zu ermitteln, wurde eine Onlinebefragung von Erwachsenen mit Asthma bronchiale in Deutschland durchgeführt.
Material und Methoden
Eine strukturierte Onlinebefragung mit 16 geschlossenen Fragen (Supplement A) wurde im Zeitraum vom 11. November bis 1. Dezember 2024 über das Onlinepanel forsa.omninet durchgeführt. Bei forsa.omninet handelt es sich um ein über telefonische Zufallsstichproben im Rahmen der bevölkerungsrepräsentativen Mehrthemenumfrage von forsa rekrutiertes Onlinepanel. Die Befragung erfolgte unter Einhaltung des Kodex des europäischen Marktforschungsverbandes ESOMAR. Die Befragung wurde von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH (Berlin, Deutschland) im Auftrag der Berlin-Chemie AG (Berlin, Deutschland) durchgeführt.
Stichprobe
Die Ziehung der Ausgangsstichprobe (Personen ab 18 Jahre) erfolgte per Zufall aus dem forsa.omninet-Panel. Mithilfe einer Screeningfrage (vorliegende Erkrankungen innerhalb der letzten 12 Monate) wurden Personen ab 18 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland (nur Internetnutzer) identifiziert, die in den letzten 12 Monaten vor der Befragung unter Asthma, einschließlich allergischem Asthma, gelitten haben. Die Ausgangsstichprobe wurde nach Geschlecht, Alter und Region gewichtet.
Analysen
Die Antworten wurden für die gesamte Stichprobe analysiert und die prozentualen Anteile wurden kaufmännisch auf ganze Zahlen ohne Nachkommastellen gerundet. Im Anschluss wurden Kreuzkorrelationsanalysen zwischen einzelnen Fragen durchgeführt. Die Asthma-Kontrolle wurde anhand der 4 in den Leitlinien definierten Kriterien Symptome tagsüber, nächtliches Erwachen, Nutzung der Bedarfsmedikation und Aktivitätseinschränkungen aus den Angaben der Befragten ermittelt [3] [4]. Die Teilnehmenden wurden nach ihrer aktuellen Therapie gefragt. Aus diesen Angaben wurde die Schwere der Asthma-Erkrankung abgeschätzt. Signifikanzen beziehen sich auf die Abweichung vom Mittelwert (0,05 Level).
Ergebnisse
Charakteristik der Befragten
An der Befragung nahmen 1002 Erwachsene mit Asthma-Beschwerden innerhalb der letzten 12 Monate teil ([Tab. 1]). 60% der Befragten waren weiblich, das Durchschnittsalter betrug 51,7 Jahre. Entsprechend der Daten des Robert Koch-Instituts zur Asthma-Prävalenz [15] kann die Stichprobe als repräsentativ für die erwachsenen Asthma-Patientinnen und -Patienten in Deutschland angesehen werden. Anhand der Angaben zu den Beschwerden und der aktuellen Therapie darf angenommen werden, dass etwa 20% der Befragten ein mildes Asthma hatten (gute Asthma-Kontrolle, keine Dauertherapie) und etwa 15% ein gut eingestelltes mittelgradiges Asthma (gute Asthma-Kontrolle, regelmäßige Dauertherapie). 7% der Befragten gaben an, zusätzlich zur Dauertherapie ein gespritztes Asthma-Medikament zu erhalten oder einen Sprühvernebler zu nutzen, weshalb in diesen Fällen von einem schweren Asthma ausgegangen wurde. Bei den übrigen Befragten mit teilweise und schlecht kontrolliertem Asthma wurde unter den gegebenen Voraussetzungen ein mittelgradiges Asthma angenommen.
Asthma-Kontrolle
Bei 61% der Befragten war die Asthma-Kontrolle nicht ausreichend ([Abb. 1]), davon waren 38% teilweise kontrolliert und 23% schlecht kontrolliert. Bezüglich der einzelnen Kriterien gaben 34% der Befragten unkontrollierte Symptome tagsüber mehr als 2-mal pro Woche an, 40% erwachten nachts aufgrund von Asthma-Symptomen, 26% nutzten ihr Bedarfsmedikament häufiger als 2-mal pro Woche (ausgenommen vor sportlicher Betätigung) und 35% berichteten Aktivitätseinschränkungen. Befragte mit regelmäßiger Dauertherapie hatten signifikant häufiger eine schlechte Asthma-Kontrolle als jene ohne Dauertherapie.


Aktuelle Therapie
63% der Befragten hatten eine tägliche Dauertherapie ([Tab. 2]). Jedoch gaben 13% an, ihre Dauertherapie nur in symptomreichen Phasen anzuwenden. 27% hatten ausschließlich eine Bedarfstherapie und 9% der Befragten inhalierten gar keine Asthma-Medikation. Unter denjenigen, die eine Dauertherapie hatten, gaben 40% an, einen Pulverinhalator zu nutzen und 45% ein Dosieraerosol. Weitere 6% nutzten ein Dosieraerosol mit Spacer. Von den Befragten, die keinen Pulverinhalator nutzten, berichteten 10% zusätzlich einen Sprühvernebler zu verwenden, was 6% der Gesamtpopulation entspricht. 1% der Befragten gab an, ein zusätzliches Asthma-Medikament gespritzt zu bekommen. Zusätzlich zur Dauertherapie wurde abgefragt, ob innerhalb der letzten 12 Monate OCS eingenommen wurde. Dies traf auf 11% der Befragten zu. Bei dem Großteil (70%) davon wurde infolge der OCS-Gabe keine Anpassung ihrer Dauertherapie vorgenommen. Daten zu einer akuten vs. Dauertherapie und zur OCS-Dosis wurden nicht erfragt.
Krankheitskompetenz
Zwei Drittel (67%) der Befragten gaben an, schon einmal einen medizinischen Fragebogen zu ihrer Asthma-Erkrankung ausgefüllt zu haben. Dies geschah jedoch nur in den seltensten Fällen (2%) aus Eigeninitiative. Eine Inhalatorschulung durch eine Fachkraft hatten die meisten Befragten (75%) schon einmal erhalten ([Abb. 2]), 21% wurden noch nie in der Anwendung ihres Inhalators geschult. Am häufigsten (44%) wurde die Inhalatorschulung durch eine Ärztin bzw. einen Arzt durchgeführt. Das Therapieziel Asthma-Kontrolle war 46% der Befragten begrifflich nicht bekannt, 80% wussten nicht, was Asthma-Remission bedeutet. Befragten, die eine Schulung erhalten hatten, waren diese Begriffe geläufiger ([Abb. 3]; 57% vs. 31% bzw. 19% vs. 10%).




Einstellung zur Therapie
Knapp die Hälfte der Befragten (47%) konnte sich vorstellen, dass es möglich ist, durch eine tägliche Dauertherapie eine langfristige Symptomfreiheit zu erreichen. Das traf auf alle Grade der Asthma-Kontrolle zu. 20% hielten eine dauerhafte Symptomfreiheit nicht für möglich. Je schlechter die Asthma-Kontrolle war, desto häufiger wurde diese Antwort gegeben. Weiterhin wurde gefragt, welche Gründe relevant für einen Wechsel des Asthma-Medikaments wären ([Abb. 4]). Am häufigsten wurde die Empfehlung der Ärztin bzw. des Arztes genannt (66%), gefolgt von zunehmenden Asthma-Symptomen (46%). Anwendungshäufigkeit, Bedienbarkeit und Klimafreundlichkeit der verordneten Inhalatoren wurden als wenig relevant bewertet. Die ärztliche Empfehlung wurde signifikant relevanter betrachtet, wenn die Befragten eine Inhalatorschulung erhalten hatten. Befragte, die keine Schulung erhalten hatten, gaben dagegen signifikant häufiger an, dass keiner der genannten Gründe für einen Wechsel der Therapie ausschlaggebend wären. Selbstmanagement-Tools wurden kaum von den Befragten verwendet. Das am häufigsten genutzte Tool war das Peak-Flow-Meter mit 17%.


Unterschiede zwischen den Altersgruppen
Für die Altersgruppe 60+ Jahre ergaben sich signifikant unterschiedliche Ergebnisse zu den jüngeren Befragten ([Abb. 5]). Ältere hatten die höchste Symptomlast, waren deutlich öfter täglich beeinträchtigt und hatten eine signifikant schlechtere Asthma-Kontrolle. Sie nahmen am häufigsten innerhalb der letzten 12 Monate OCS ein. Dies spiegelte sich auch im geringsten Vertrauen in die Möglichkeit einer dauerhaften Symptomfreiheit wider. Jüngere hatten öfter keine Symptome, nahmen keine Dauertherapie ein und nannten die Klimabilanz häufiger als einen Grund, aus dem sie die Asthma-Medikation wechseln würden.


Diskussion
Die Ergebnisse der Befragung bestätigen erneut, dass die Asthma-Kontrolle in Deutschland noch immer unzureichend ist. 61% der Befragten waren nicht gut kontrolliert, was sich international mit früheren Studien deckt [6] [7] [8] [9] [10] [11]. Es ist anzunehmen, dass der tatsächliche Anteil gut kontrollierter Patientinnen und Patienten noch geringer ist, da die Hälfte dieser Gruppe selbst ohne Dauertherapie kaum Symptome berichtete. Trotz der Entwicklung hocheffizienter neuer Medikamente ist in den letzten 25 Jahren keine ernsthafte Verbesserung der realen Asthma-Kontrolle zu verzeichnen gewesen. Gegenüber einer vorangegangenen Befragungswelle Ende 2022 verbesserte sich die Asthma-Kontrolle nur minimal von 33% mit kontrolliertem Asthma auf 39%, nach wie vor trotz regelmäßiger Dauertherapie [16]. Bei den einzelnen Kriterien reduzierten sich lediglich der Anteil mit unkontrollierten Symptomen tagsüber um 5% und der Anteil mit Aktivitätseinschränkungen um 3%, während nächtliche Symptome und SABA-Nutzung unverändert blieben. Es stellt sich die Frage, worin die Ursachen anhaltend unzureichender Asthma-Kontrolle zu suchen sind.
Ein zentrales Problem ist die weitverbreitete falsche Wahrnehmung der Erkrankung als akut-episodisch. Bei individuell akzeptabler Beschwerdeintensität wird die Therapie unterbrochen oder reduziert [11]. Dazu kommt, dass Patientinnen und Patienten oft bevorzugt ihre Bedarfsmedikation anwenden, da im Gegensatz zur Dauertherapie der Effekt sofort spürbar ist. Zwar gab in der vorliegenden Befragung etwa jeder Sechste an, die Dauertherapie nur unregelmäßig anzuwenden, doch ist diese Zahl zu gering, um die hohe Rate nicht ausreichend Kontrollierter gänzlich zu erklären.
Ein weiterer relevanter Faktor ist die Inhalationstechnik. 21% der Befragten berichteten, noch nie eine Inhalatorschulung erhalten zu haben. In der vorangegangenen Befragungswelle waren es 24% [16]. Es ist zu vermuten, dass die Inhalationstechnik im Verlauf noch seltener kontrolliert wird. Diesem Aspekt muss in der Praxis deutlich mehr Aufmerksamkeit zukommen. Zusätzlich zu Inhalatorschulungen verweisen die Leitlinien klar auf den Stellenwert von Asthma-Schulungen [3] [4], die ebenfalls nachweislich zu einer besseren Asthma-Kontrolle beitragen [17]. Diese Punkte lassen sich bspw. im Rahmen des Disease-Management-Programms (DMP) Asthma umsetzen. Die regelmäßig stattfindenden Verlaufskontrollen könnten zusätzlich dazu beitragen, das Verständnis des chronischen Charakters der Asthma-Erkrankung bei Patientinnen und Patienten zu festigen. Entsprechend Zahlen der kassenärztlichen Bundesvereinigung ist jedoch nur etwa jeder vierte erkrankte gesetzlich Versicherte (26%) im DMP eingeschrieben [18] [19].
Genauso wird die Asthma-Kontrolle nicht konsequent genug dokumentiert. Da Patientinnen und Patienten Symptome und Einschränkungen meist nicht proaktiv berichten [20] [21], sind explizite, strukturierte Nachfragen erforderlich, etwa mittels ACT. Zusätzlich sollte die Nutzung der Bedarfsmedikation verfolgt werden. Eine erhöhte SABA-Nutzung ist mit schlechteren Outcomes und erhöhter Asthma-Mortalität assoziiert [22]. Der größte Teil der Befragten mit hohem SABA-Bedarf wandte das Bedarfsmedikament täglich, teilweise mehrfach an und hatte eine schlechte Asthma-Kontrolle. Ein Bedarf von mehr als 2 SABA-Inhalatoren pro Jahr spiegelt eine unzureichende Asthma-Kontrolle und -Therapie wider. Im Zweifel ist bereits ein hoher SABA-Bedarf ein valider Ausdruck einer unzureichenden Asthma-Kontrolle. Eine sorgfältige Dokumentation ist unabdingbar, insbesondere wenn Patientinnen und Patienten parallel von verschiedenen Ärztinnen und Ärzten betreut werden. Perspektivisch könnte die elektronische Patientenakte mit elektronischer Medikationsliste (eML) dies vereinfachen. Ist die Asthma-Kontrolle unzureichend, muss die Eignung der aktuellen Therapie und des Inhalators überprüft und die Therapie, wenn nötig, angepasst werden, denn eine Untertherapie führt langfristig zum Remodeling der Bronchien, irreversiblem Lungenfunktionsverlust und erhöhter Morbidität [14] [23]. Auch bei einer Verschreibung von OCS sollte die aktuelle Therapie immer hinterfragt werden. Bei 70% der Befragten, die OCS verschrieben bekamen, folgte keine Anpassung der Therapie. Insbesondere nach einem mit OCS behandelten Asthma-Anfall sind eine konsequentere Nachschulung der Inhalationstechnik und eine Prüfung der Notwendigkeit zur Therapieintensivierung sinnvoll.
Die Sensibilisierung der Betroffenen für das Therapieziel der langfristigen Asthma-Kontrolle bis hin zur Remission bleibt eine zentrale Aufgabe. Die Begriffe der Asthma-Kontrolle und der Asthma-Remission waren vielen Befragten nicht bekannt. Einschränkend ist zur Asthma-Remission zu sagen, dass dieses Konzept noch relativ jung ist und die Umsetzung in der täglichen Praxis seit der Einführung in Leitlinien noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Auch Selbstmanagement-Tools wurden kaum aus eigenem Antrieb eingesetzt. Dies lässt auf eine geringe Auseinandersetzung mit der Asthma-Erkrankung schließen. Bedenklich ist in dieser Hinsicht die eingeschränkte Bereitschaft zu einem Therapiewechsel bei schlechter Symptomkontrolle. Für ein Drittel wäre sogar die Empfehlung ihrer Ärztin bzw. ihres Arztes kein ausreichender Grund. Unter Befragten, die keine Inhalatorschulung erhalten hatten, war dieser Anteil signifikant größer. Das zeigt, wie wichtig eine gute Aufklärung für das Vertrauen in die bzw. den Behandelnden und die Therapie ist.
Besonders alarmierend ist die signifikant schlechtere Asthma-Kontrolle unter Älteren (60+ Jahre), die deutlich häufiger täglich von Symptomen belastet waren. Mittlerweile ist die erhöhte Asthma-Morbidität unter Älteren weitgehend bekannt [5] [23]. Verschiedene Ursachen und Einflussfaktoren müssen in Betracht gezogen werden, v.a. Komorbiditäten bis hin zu Multimorbidität sowie koordinative oder kognitive Einschränkungen, aber auch sozioökonomische Faktoren wie sinkende Selbstständigkeit und Mobilität, Altersarmut und langjährige Gewöhnung an veraltete Therapiekonzepte [23] [24] [25]. Eine langfristig unzureichende Asthma-Kontrolle kann irreversible Lungenschäden hervorrufen [14] [26]. Entzündungsbedingte pathologische Umstrukturierungen der Lunge sind in dieser Altersgruppe oft bereits fortgeschritten.
Der Effekt der Fehlwahrnehmung von Asthma ist in der Altersgruppe 60+ noch dramatischer, denn Asthma-Beschwerden werden mit zunehmendem Lebensalter oft als altersbedingt interpretiert und hingenommen. Das Bewusstsein für die Vorteile moderner Inhalativa, insbesondere der deutlich reduzierten systemischen Verfügbarkeit gegenüber den ersten ICS und oralen Kortikosteroiden [22], und der Notwendigkeit einer täglichen antiinflammatorischen Therapie muss dringend geschärft werden. Es herrscht Konsens unter aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien, dass die Asthma-Kontrolle mit der medikamentösen Therapie unter dem Prinzip „so viel wie nötig, jedoch so wenig wie möglich“ anzustreben ist [3]. Hierbei ist es sinnvoll, neben der Device-Eignung auch die unterschiedlichen Therapieregime zu bedenken. Eine einmal tägliche Gabe kann für einige Patientinnen und Patienten vorteilhaft sein und die Adhärenz erhöhen [9] [27].
Die Stärken der vorliegenden Untersuchung liegen in der großen Stichprobe, die als repräsentativ für die Population der Erwachsenen mit Asthma in Deutschland angesehen werden kann. Aufgrund der anonymisierten Erfassung der Antworten kann angenommen werden, dass die Befragten weniger Hemmungen hatten, von ärztlichen Empfehlungen abweichende Verhaltensmuster zu berichten als bei einem persönlichen Interview. Limitationen der Arbeit bestehen jedoch aufgrund der Natur der Onlinebefragung, nachträgliche Detailanalysen waren durch die ungerichtete Befragung erschwert und ein Selektions- und Erinnerungsbias kann nicht ausgeschlossen werden. Alle Angaben sind selbstberichtet und wurden nicht ärztlich überprüft, insbesondere bei Älteren kann eine Verwechselung von Asthma und COPD nicht ausgeschlossen werden. Eine Über- und Unterschätzung der berichteten Symptomlast kann nicht ausgeschlossen werden. Aus beobachteten Korrelationen kann somit nicht sicher eine Kausalität abgeleitet werden. Da keine Daten zur Lungenfunktion vorlagen, konnte die Schwere der Asthma-Erkrankung nur annähernd eingeschätzt werden. Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass alle Befragten entsprechend dem Leitlinienkonsens behandelt werden.
Schlussfolgerung
Die repräsentative Befragung von Erwachsenen mit Asthma ergab, dass die Asthma-Kontrolle in Deutschland größtenteils unzureichend ist. Ein nicht unerheblicher Teil der Befragten war nicht ausreichend aufgeklärt und geschult. Die Ergebnisse belegten erneut relevante Diskrepanzen zwischen Leitlinienempfehlungen und der klinischen Realität. Die Befragung zeigt deutlich, dass eine strukturierte Symptomerfassung notwendig ist, um unzureichend kontrollierte Patientinnen und Patienten zu identifizieren. Diese sollten neben einer Überprüfung der Inhalationstechnik, wenn nötig, eine Therapieanpassung erhalten und umfassend über ihre Erkrankung und die Ziele der Therapie aufgeklärt werden.
Interessenkonflikt
Angaben bitte überprüfen und ggf. ergänzen: Roland Buhl: Beratungshonorare oder Honorare für Vorträge: ALK, AstraZeneca, Berlin-Chemie, Boehringer-Ingelheim, Chiesi, Celltrion, Cipla, GSK, Novartis, Roche, Sanofi und TEVA. Charles Christian Adarkwah: Beratungshonorare oder Honorare für Vorträge: BerlinChemie, AstraZeneca, Pfizer, Institut für hausärztliche Fortbildung (IHF). Annmarie Gähler ist Mitarbeiterin der Berlin-Chemie AG (Berlin, Deutschland). Kathrin Kahnert: Beratungshonorare oder Honorare für Vorträge: Berlin-Chemie, Astra Zeneca, Sanofi, Chiesi, GSK, Insmed. Sylva Mitterdiam: Beratungshonorare oder Honorare für Vorträge: Berlin Chemie, Boehringer Ingelheim, biogen idec, GSK Janssen Cilag, Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, Med. Beratungs- und Betreuung GmbH, Meinhard Congress, Sanofi Aventis, Deutsche Atemwegsliga, Hexal, Institut für hausärztliche Fortbildung, Linda AG. Persönliche und/oder institutionelle Vergütung für klinische Forschung: Asche Chiesi, Boehringer Ingelheim, GSK, INC Research GmbH, Nycomed, Pfizer. Patricia Preuße ist Mitarbeiterin der Berlin-Chemie AG (Berlin, Deutschland). Maren Schumann: Beratungshonorare oder Honorare für Vorträge: Astra Zeneca, Boehringer Ingelheim, Novartis, GlaxoSmithKline, Berlin Chemie, Santis, Chiesi, Olympus, Roche Diagnostics. Kai-Michael Beeh: Beratungshonorare oder Honorare für Vorträge: AstraZeneca, Boehringer Ingelheim, Bosch AG, GSK, Novartis, Menarini/Berlin-Chemie, Chiesi, Sanofi, Elpen, Sterna. Persönliche und/oder institutionelle Vergütung für klinische Forschung: AstraZeneca, Boehringer Ingelheim, Bosch AG, GSK, Novartis, Menarini/Berlin-Chemie und Chiesi.
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Korrespondenzadresse
Publication History
Received: 23 June 2025
Accepted: 31 October 2025
Article published online:
08 December 2025
© 2025. The Author(s). This is an open access article published by Thieme under the terms of the Creative Commons Attribution-NonDerivative-NonCommercial-License, permitting copying and reproduction so long as the original work is given appropriate credit. Contents may not be used for commercial purposes, or adapted, remixed, transformed or built upon. (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).
Georg Thieme Verlag KG
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