Die Wirbelsäule 2026; 10(01): 64
DOI: 10.1055/a-2737-2862
Mitteilungen der DWG

Das Jahr 2025 war für die DWG ein besonderes, wir sind jetzt 20!

Authors

  • René Schmidt

Das ist auf der einen Seite ein schönes Ergebnis, zumal die Mitgliederzahlen weiterhin steigen und wir die größte Wirbelsäulengesellschaft Europas sind. Zeit zum Ausruhen – mitnichten. Wir wollen auch weiterhin eine dynamische und aktive Gesellschaft von Wirbelsäulenbegeisterten sein, egal ob jung oder alt, Praxis oder Klinik.

Aber kann man das mit 20 noch? Diese Frage wird natürlich endgültig erst die Zukunft beantworten und zwar durch Sie als Mitglieder, aber wir können uns dennoch bemühen, die richtigen Weichen zu stellen. Ein Kern der DWG sind ihre Kommissionen, hier bemühen wir uns stets neue junge Mitglieder zu akquirieren, die sich aktiv an der Gestaltung von wichtigen Teilen der DWG einbringen können. Dies wird extrem gut angenommen und wir „bilden“ dadurch quasi unseren eigenen Nachwuchs für den Vorstand und damit Fortbestand der DWG aus.

Zur verbesserten Zusammenarbeit, aber auch als Wertschätzung für die geleistete Arbeit findet seit letztem Jahr eine gemeinsame Kommissionsitzung statt. Hier soll dieses Jahr eine neue Kommission gegründet werden, die zwar schon eine Weile besteht, aber nicht im Status einer Kommission – das Junge Forum (JF). Durch das JF soll die An- und Einbindung in die DWG schon im Bereich der Assistenzärzte möglich sein. Dies erscheint uns wichtig, da die Subspezialisierungen deutlich zunehmen und schon früh vor Erhalt des Facharztes stattfinden. In der Wirbelsäule findet dies erfahrungsgemäß häufig später statt und wir verlieren damit viele potenzielle Interessenten für unser spannendes Feld.

Natürlich müssen wir auch einen Blick in die Zukunft versuchen, um die DWG für die nächsten 20 Jahre fit zu machen. Genau zu diesem Thema wird es im Jahr 2026 unter anderem eine Klausurtagung geben, über die wir Ihnen dann hoffentlich viel Spannendes berichten können. Will die DWG denn nun nur noch jung und dynamisch sein? Nein, ich denke wir können auch das Reifersein sehr gut annehmen und nutzen. Wir haben uns in den letzten Jahren eine Reputation als verlässlicher und konstanter Partner erarbeitet. Dies ging Hand in Hand mit einem höheren politischen Einfluss und Anerkennung als fachliche Vertretung der Wirbelsäule, so gibt es schon seit einiger Zeit gemeinsame wissenschaftliche Sitzungen unter dem Motto „DWG meets DGNC and DGOU“ auf den jeweiligen Kongressen. Wir wollen dies nun nutzen, um für unsere Mitglieder eine Zusatzweiterbildung „Spezielle Wirbelsäulenchirurgie“ zu ermöglichen. Dies ist allerdings für die DWG nicht alleine möglich, sondern bedarf der Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Wir hoffen das wir im Rahmen der Mitgliederversammlung gemeinsam mit Ihnen die Weichen für dieses wichtige Zukunftsprojekt stellen können.

Neben neuen Projekten bleibt natürlich die Weiterbildung eine Kernaufgabe der DWG. Hier wird im Rahmen der Kommissionsitzung das Weiterbildungsangebot durch die Weiterbildungskommission überarbeitet sowie durch die Kommission konservative Wirbelsäulentherapie das Kursangebot digitalisiert, um u.a. den Engpass für die konservativen Zertifikate aufzulösen. Hier geht, neben den Kommissionen und ihren Mitgliedern ein großer Dank an Michael Rauschmann, der sich mit großem Engagement in seiner Funktion als Geschäftsführer der Akademie einbringt und die Planungen und Umsetzung der Fortbildungskurse tatkräftig unterstützt.

Im Bereich des Wirbelsäulenregisters zeigt sich ein sehr erfreuliches Bild, mittlerweile sind fast 100 Kliniken beteiligt und schon ca. 25.000 Datensätze eingegeben. Einige Kliniken sind noch beim Onboarding und für einige Bundesländer fehlt noch das Ethik-Votum, aber wir gehen davon aus, dass wir diese im Jahr 2026 erhalten. Das Wirbelsäulenregister ist ein integraler Bestandteil der Klinikzertifizierung mit dem Hintergrund, dass wir als DWG uns für eine Verbesserung der Versorgung von Wirbelsäulenpatienten durch wissenschaftliche Daten einsetzen. Registerdaten werden aber auch zunehmend wichtig in der Kommunikation mit der Politik oder Krankenkassen. In diesem Rahmen freuen wir uns, dass sich nun die Möglichkeit ergibt, mit dem Implantateregister Deutschland (IRD) in Gespräche zu gehen. Dies ist vor der anstehenden Meldeverpflichtung für Wirbelsäulenimplantate eine tolle Gelegenheit auch wenn das Ergebnis der Gespräche noch offen ist.

Sie sehen die DWG kann sowohl jung und dynamisch, als auch reifer und gesetzt sein und beides hat für uns als Gesellschaft, aber auch für sie als Mitglieder Vorteile. In diesem Sinne möchte ich mich bei allen Mitgliedern für ihre Unterstützung der DWG bedanken und alle animieren, sich in den Kommissionen aktiv einzubringen. Ganz besonders möchte ich mich noch bei meinem Vorgänger Sven Eicker bedanken, der mir meinen Einstieg als Generalsekretär durch seine Vorarbeit sehr einfach gemacht hat, Florian Ringel und Klaus Schnake für die tolle Zusammenarbeit, so wie Beate Scheler und dem gesamten Team der Geschäftsstelle, ohne die ich keine Chance hätte meine Aufgaben zu erfüllen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026.

Herzlichst
Prof. René Schmidt
Generalsekretär der DWG



Publication History

Article published online:
02 March 2026

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