Klin Padiatr 2026; 238(02): 120-121
DOI: 10.1055/a-2684-4845
Gesellschaftsmitteilungen

Johannes-Wenner-Forschungspreis 2025: Überdruck-induzierte zelluläre Schädigung des fetalen Lungenepithels

Frühgeborene bilden die größte Kinderpatientengruppe in Deutschland. Jedes zehnte Kind wird zu früh geboren und benötigt medizinische und oft auch intensivmedizinische Unterstützung. Überlebensentscheidend für ein Frühgeborenes ist das Ausmaß der Lungenreife, da sich die Lunge erst relativ spät in der Embryonalentwicklung vollständig ausbildet. Durch die Unterbrechung der Lungenentwicklung, wie sie im Mutterleib stattfinden würde, kommt es bei Frühgeborenen häufig zu pulmonalen Komplikationen. Dabei ist das Atemnotsyndrom die häufigste Erkrankungs- und Todesursache Frühgeborener. Die Therapie des Atemnotsyndroms besteht aus Sauerstoffgabe und maschineller Beatmung sowie der Gabe von Surfactant. Die maschinelle Beatmung ist für viele Frühgeborene daher eine überlebenswichtige Maßnahme, da ihre Lungen strukturell und funktionell noch nicht vollständig ausgereift sind. Gleichzeitig birgt diese Therapie erhebliche Risiken, sowohl für die akute Gesundheit als auch die langfristige Lungenentwicklung. Es gilt daher stets, eine fragile Balance zwischen der notwendigen respiratorischen Unterstützung und der Vermeidung beatmungsassoziierter Folgeschäden zu wahren.



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Article published online:
26 February 2026

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