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DOI: 10.1055/a-2684-4845
Johannes-Wenner-Forschungspreis 2025: Überdruck-induzierte zelluläre Schädigung des fetalen Lungenepithels
Frühgeborene bilden die größte Kinderpatientengruppe in Deutschland. Jedes zehnte Kind wird zu früh geboren und benötigt medizinische und oft auch intensivmedizinische Unterstützung. Überlebensentscheidend für ein Frühgeborenes ist das Ausmaß der Lungenreife, da sich die Lunge erst relativ spät in der Embryonalentwicklung vollständig ausbildet. Durch die Unterbrechung der Lungenentwicklung, wie sie im Mutterleib stattfinden würde, kommt es bei Frühgeborenen häufig zu pulmonalen Komplikationen. Dabei ist das Atemnotsyndrom die häufigste Erkrankungs- und Todesursache Frühgeborener. Die Therapie des Atemnotsyndroms besteht aus Sauerstoffgabe und maschineller Beatmung sowie der Gabe von Surfactant. Die maschinelle Beatmung ist für viele Frühgeborene daher eine überlebenswichtige Maßnahme, da ihre Lungen strukturell und funktionell noch nicht vollständig ausgereift sind. Gleichzeitig birgt diese Therapie erhebliche Risiken, sowohl für die akute Gesundheit als auch die langfristige Lungenentwicklung. Es gilt daher stets, eine fragile Balance zwischen der notwendigen respiratorischen Unterstützung und der Vermeidung beatmungsassoziierter Folgeschäden zu wahren.
Publication History
Article published online:
26 February 2026
© 2026. Thieme. All rights reserved.
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Literatur
- 1 Neumann RP, von Ungern-Sternberg BS. The neonatal lung-physiology and ventilation. Paediatr Anaesth 2014; 24: 10-21
- 2 Hummler H, Schulze A. New and alternative modes of mechanical ventilation in neonates. Semin Fetal Neonatal Med 2009; 14: 42-48
- 3 Naumann J, Koppe N, Thome UH. et al. Mechanical properties of the premature lung: From tissue deformation under load to mechanosensitivity of alveolar cells. Front Bioeng Biotechnol 2022; 10: 964318
