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DOI: 10.1055/a-2683-6793
Liebe Leserinnen und Leser,
die standardisierte Notfallversorgung akut an einem Lungenleiden Erkrankter ist ein zentraler Eckpunkt in der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Die anstehende Neuorganisation der Anforderungen für die Gestaltung der „Rettungsstellen“ der Krankenhäuser ist eine gewaltige Aufgabe. Der strukturelle und fachliche Druck auf die Versorgung akut Erkrankter ist in den letzten Jahren sehr stark gestiegen und die zu erwartende Umstrukturierung der Aufgabenspektren nach Leistungsgruppen wird diese Situation noch weiter verschärfen. Eine Sichtung der Bedürfnisse der an akuter Luftnot Erkrankten ist daher dringend geboten.
In fehlender Parallelität zu den Entwicklungen im Bereich der „Chest Pain Unit“ ist es bisher nicht gelungen, die Bedürfnisse in der Akutversorgung im Sinne eine „Dyspnoe Unit“ zu spezifizieren und zu konkretisieren. Es besteht ein erheblicher Klärungsbedarf, wie und in welche Struktur diese Einheiten eingehoben werden. Der Beitrag von W. Randerath et al. soll dazu dienen, diese Thematik sowohl in der Tiefe als auch in der Kenntlichmachung für die anderen Fachdisziplinen zu stärken. Rettungsstellenmedizin kann und wird auch in Zukunft nicht schwerpunktmäßig durch Kolleginnen und Kollegen der Pneumologie abgedeckt werden können, umso wichtiger ist ein Beitrag durch die Fachgruppe Pneumologie für die Notwendigkeit, welche Patienten welcher Triage zugeführt werden können. Diese Thematik bedarf einer größeren Aufmerksamkeit und einer strukturellen Umsetzung in naher Zukunft, um die Versorgungsstrukturen zu verbessern. Akutmedizin lebt von Struktur, das vorliegende Papier dient dieser Sache und regt zu weiteren unterstützenden Diskussionen an.
Viel Freude bei der Lektüre,
Christian Grohé
Publication History
Article published online:
19 February 2026
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