Zusammenfassung
Die Hyperkaliämie ist eine häufig anzutreffende Elektrolytstörung, die im Kontext
einer akuten oder chronischen Nierenkrankheit auftritt und auf eine Kaliumretention
zurückzuführen ist. Die akute Hyperkaliämie mit Veränderungen im EKG ist ein lebensgefährlicher
Notfall, der eine Einweisung in ein Akutkrankenhaus erfordert und dort mit einem Bündel
von Maßnahmen behandelt werden muss. Die chronische Hyperkaliämie ist asymptomatisch
und geht in der Regel nicht mit EKG-Veränderungen einher. Hier liegt der therapeutische
Ansatz heutzutage neben der diätetischen Kontrolle, der Kaliumzufuhr und der Stimulation
der Kaliurese auf modernen oralen Kaliumbindern wie Patiromer oder Zirkoniumsilikat,
die für die chronische Einnahme evaluiert sind. Dabei sollte versucht werden, Blocker
des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems möglichst nicht zu reduzieren oder gar abzusetzen,
da dadurch ein prognostischer Nachteil entstehen könnte. Dieser Artikel stellt die
Therapie der Hyperkaliämie anhand der aktuellen Evidenzlage dar.