Aktuelle Urol 2025; 56(05): 412-414
DOI: 10.1055/a-2321-2477
Referiert und kommentiert

Prostatakarzinom: Zweitmalignome nach Brachytherapie

Contributor(s):
Judith Lorenz
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Die Behandlungsoptionen beim lokalisierten Prostatakarzinom umfassen außer der aktiven Überwachung und der radikalen Prostatektomie die perkutane Strahlentherapie und die Brachytherapie. Angesichts der hohen Langzeit-Überlebenschancen stellt sich die Frage, wie häufig insbesondere junge Betroffene nach einer niedrig dosierten Brachytherapie Zweitmalignome entwickeln. Eine kanadische Studie beschäftigte sich mit dieser Thematik.

Fazit

Beim Prostatakarzinom geht die alleinige Brachytherapie im Vergleich zur Prostatektomie mit oder ohne perkutane Radiatio langfristig mit einem erhöhten pelvinen Zweitmalignomrisiko einher, vermuten die Forschenden. Einschränkend geben sie allerdings den retrospektiven Charakter der Bevölkerungsstudie zu bedenken. Nichtsdestotrotz hoffen sie, dass ihre Beobachtung bei der Beratung und Betreuung Betroffener helfen können und denken dabei unter anderem an Männer mit erhöhtem Becken- oder Rektumkarzinomrisiko.



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Article published online:
26 August 2025

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