ZUSAMMENFASSUNG
Die Inzidenz der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und insbesondere der rheumatoiden
Arthritis steigt weltweit. Durch den Einsatz von Biologika und Januskinase-Inhibitoren
kann der Krankheitsverlauf in der Schwere deutlich abgemildert werden. Durch diese
bessere Kontrolle der Erkrankung sind gelenkerhaltende Operationen länger möglich
als in der Vergangenheit. Da die Gelenkzerstörung unter dieser Therapie zwar langsamer,
aber aufgrund fehlender oder nur geringer Schmerzen häufig unbemerkt verläuft, ist
die ganze Aufmerksamkeit der Patienten und behandelnden Ärzte gefordert, um die Chancen
für gelenkerhaltende Eingriffe nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Die Beurteilung
der Krankheitsaktivität sollte sowohl anamnestisch, klinisch, laborchemisch als auch
durch die bildgebende Diagnostik erfolgen. Die Intervalle zur Nachuntersuchung sind
individuell festzulegen und hängen maßgeblich von der individuellen Krankheitsaktivität
ab. Schwellungen der Sehnenscheiden und Gelenke, welche unter wirksamer Basistherapie
auftreten, sollten unbedingt abgeklärt werden, um einerseits keine Infektionen zu
übersehen und andererseits Gelenkschäden durch die entzündlich-rheumatische Aktivität
so gering wie möglich zu halten.
Schlüsselwörter
Rheumatoide Arthritis - rebellisches Gelenk - septische Arthritis - therapeutisches
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