Handchir Mikrochir Plast Chir 2021; 53(02): 110-118
DOI: 10.1055/a-1267-0388
Originalarbeit

Register Forschungsförderung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) und Forschungsförderungsbericht 2019/2020

Registry Research Funding of the German Society of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgeons (DGPRÄC) and Research Funding Report 2019/2020
N. Moellhoff
1  Abteilung für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Klinikum der Universität München, LMU München
,
L. Prantl
2  Hochschulzentrum für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Universität Regensburg
,
B. Behr
3  Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, BG-Universitätsklinik Bergmannsheil
,
J.P. Beier
4  Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie, Universitätsklinikum RWTH Aachen
,
A. Daigeler
5  Plastische Chirurgie, Hand-, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie an der Eberhard-Karls Universität/BG Unfallklinik Tübingen
,
A. Dragu
6  Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Dresden
,
S.U. Eisenhardt
7  Klinik für Plastische und Handchirurgie, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Freiburg
,
P.C. Fuchs
8  Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie – Schwerbrandverletztenzentrum, Klinikum Köln-Merheim
,
G. Germann
9  ETHIANUM, Klinik für Plastische, Ästhetische und Präventive Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg
,
T. Hirsch
10  Plastische-, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Fachklinik Hornheide, Plastische Chirurgie, Universitätsklinikum Münster
,
R.E. Horch
11  Plastisch- und Handchirurgische Klinik, Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg FAU
,
M. Infanger
12  Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg
,
R. Jakubietz
13  Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie/Sektion Plastische & Ästhetische Chirurgie/Universitätsklinikum Würzburg
,
U. Kneser
14  Klinik für Hand-, Plastische & Rekonstruktive Chirurgie/Schwerbrandverletztenzentrum, BG-Unfallklinik Ludwigshafen
15  Klinik für Plastische und Handchirurgie, Ruprechts-Karls-Universität Heidelberg
,
S. Langer
16  Abteilung für Plastische-, Ästhetische- und spezielle Handchirurgie, Universitätsklinikum Leipzig – AöR
,
M. Lehnhardt
3  Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, BG-Universitätsklinik Bergmannsheil
,
H.G. Machens
17  Klinik und Poliklinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie/Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München
,
P. Mailänder
18  Abteilung für Plastische Chirurgie, Handchirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
,
B. Reichert
19  Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte, Klinikum Nürnberg-Süd, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
,
C. Radtke
20  Klinische Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinik für Chirurgie MedUni Wien
,
D.J. Schaefer
21  Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie, Universitätsspital Basel
,
F. Siemers
22  Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, Brandverletztenzentrum, Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannstrost, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
,
G.B. Stark
7  Klinik für Plastische und Handchirurgie, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Freiburg
,
H.U. Steinau
23  Universitätsklinik für Unfallchirurgie/Orthopädie, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie Schwerpunkt Sarkomchirurgie, WTZ
,
P.M. Vogt
24  Klinik und Poliklinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover
,
R.E. Giunta
1  Abteilung für Hand-, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Klinikum der Universität München, LMU München
› Author Affiliations
 

Zusammenfassung

Hintergrund Seit 2015/16 werden Forschungsanträge aus Sektionen, Abteilungen und Kliniken für Plastische Chirurgie an den Universitätskliniken Deutschlands durch die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) gesammelt, ausgewertet und 2-jährlich veröffentlicht. Ziel ist es, dadurch die Forschungsleistung der Plastischen Chirurgen in Deutschland öffentlich sichtbar zu machen, um eine Stärkung der akademischen Forschungsstruktur in Deutschland zu erreichen.

Material und Methoden Die Leiter der universitären Einrichtungen wurden über den Verteiler der DGPRÄC kontaktiert und um Mitteilung der beantragten, in Begutachtung befindlichen, abgelehnten und geförderten Projekte jeglicher öffentlicher, nicht-öffentlicher, industrieller oder anderer Förderinstitute in die eigens dafür erstellte online Datenbank gebeten: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSe6F5xmTyw-k7VKJx_2jkPA4LBXsA0sgBGMrC3rx_4bHj6uzQ/viewform?usp=sf_link. Zusätzlich wurden Anträge über die öffentliche Datenbank der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Geförderte Projekte Informationssystem (GEPRIS), identifiziert.

Ergebnisse Eine Gesamtzahl von 41 Förderanträgen aus den öffentlichen Förderinstituten DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU konnte identifiziert werden. 75,6 % (31/41) der Anträge waren zum Zeitpunkt der Datenerhebung bereits bewilligt, davon waren 77,4 % (24/31) DFG-, 9,7 % (3/31) BMWi-, 6,5 % (2/31) EU- und je 3,2 % (1/31) BMBF- und BMG-Anträge. Das durchschnittliche Fördervolumen entsprach 358 301 Euro. Die bewilligten DFG-Anträge waren in 50,0 % (12/24) der Fälle ausschließlich bzw. unter anderem dem Fachkollegium 205–27 Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie zugeordnet.

Schlussfolgerung Mithilfe der vorgelegten Forschungsförderungsberichte des Konvents der leitenden universitär tätigen Plastischen Chirurgen der DGPRÄC erfolgt die Veröffentlichung der exzellenten gemeinschaftlichen akademischen Forschungsleistung in unserem Fachgebiet.


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Abstract

Background Since 2015/16 the DGPRÄC collects, evaluates and publishes the research activities of academic sections, departments and clinics for plastic surgery at university hospitals in Germany, in order to raise the awareness of plastic surgical research performance.

Materials and Methods The directors of plastic surgical academic institutions were contacted via the DGPRÄC and asked to report any requested/approved and rejected research applications to public, non-public and industrial funding organizations. Data was collected in our previously established online database: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSe6F5xmTyw-k7VKJx_2jkPA4LBXsA0sgBGMrC3rx_4bHj6uzQ/viewform?usp=sf_link. In addition, applications were identified via the DFGʼs public database GEPRIS.

Results A total of 41 funding applications to the public funding institutes DFG, BMBF, BMWi, BMG and EU were identified. 75.6 % (31/41) of the applications had already been approved at the time of data collection, of which 77.4 % (24/31) were DFG, 9.7 % (3/31) were BMWi, 6.5 % (2/31) were EU and 3.2 % (1/31) were BMBF or BMG applications. The average funding amounted to 358 301 Euro. In 50.0 % (12/24) of the cases, the approved DFG proposals were assigned to the subject review board 205–27 Orthopedics, Trauma Surgery, Reconstructive Surgery.

Conclusion The continuous publication of plastic surgical research funding reports submitted by the convention of university plastic surgeons of the DGPRÄC portraits the excellent, collaborative research activity in the field of plastic surgery.


#

Einleitung

Die Forschungsförderungen durch nationale, öffentliche Forschungsinstitutionen (z. B. Förderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft [DFG], des Bundesministeriums für Bildung und Forschung [BMBF], des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie [BMWi] oder des Bundesministeriums für Gesundheit [BMG]) spielen in der universitären Medizin eine große Rolle. Insbesondere für Fachgebiete mit meist noch zu wenig universitärer Infrastruktur, wie der Plastischen Chirurgie, ist das Einwerben von Forschungsmitteln ein wichtiger Maßstab, um beispielsweise von einer Sektion zur eigenständigen Abteilung oder Klinik zu wachsen [1], [2], [3], [4]. Gleichzeitig kann das Einwerben großer Forschungsförderungen das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie gegenüber den großen, traditionellen chirurgischen Kliniken wissenschaftlich konkurrenzfähiger machen.

Seit 2015 werden die Forschungsanträge aus Sektionen, Abteilungen und Kliniken für Plastische Chirurgie an den Universitätskliniken Deutschlands durch die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) gesammelt und im Rahmen 2-jährlicher Forschungsberichte veröffentlicht [5], [6].

Während die Plastische Chirurgie bedauerlicherweise noch immer nicht als eigenständiges Fachgebiet in der Fächerstruktur der DFG abgebildet ist, wurde mittlerweile zumindest das Fachkollegium 205–27 um den Begriff „rekonstruktive Chirurgie“ erweitert. Dieser entspricht im Gegensatz zu den anderen beiden Begriffen, die heute das chirurgische Fachgebiet „Orthopädie und Unfallchirurgie“ zusammenfassen, keinem Fachgebiet und wird von verschiedenen chirurgischen Fachgebieten beansprucht. Dennoch ist dieser Wandel als kleiner Schritt in die Richtung der wirklichen Repräsentanz in der DFG des seit 1993 existierenden Fachgebiets „Plastische Chirurgie“ zu werten. Erfreulicherweise repräsentiert nun immerhin auch ein hochrangiger Wissenschaftler aus der Plastischen Chirurgie gemeinsam mit zweien aus dem Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie das DFG-Fachkollegium Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie mit.

Ziel der Studie ist die Stärkung der akademischen plastisch-chirurgischen Forschungsstruktur in Deutschland. Aus diesem Grund wurden nur Anträge der universitären Einrichtungen in Deutschland berücksichtigt. Gleichzeitig soll mittelfristig die Einrichtung eines eigenständigen Fachkollegiums „Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie“, z. B. bei der DFG, angestrebt werden, um eine fachgerechte Begutachtung analog zu den anderen Fachgebieten der Chirurgie sicherzustellen. Die vorliegende Studie dient daher dazu, die umfangreichen Forschungsaktivitäten, die derzeit oft unter anderen chirurgischen Fachgebieten subsumiert werden und daher nicht als Gesamtheit für das Fachgebiet Plastische Chirurgie wahrgenommen werden, sichtbar zu machen und die hohe qualitative Produktivität und Innovation in der Plastischen Chirurgie darzustellen.

Im Folgenden wird die Forschungsleistung der universitären Plastischen Chirurgen in Deutschland für den Zeitraum 2019/2020 dargestellt.


#

Methoden

Äquivalent zum Vorgehen in den vorherigen Forschungsförderungsberichten 2015/2016 [6] und 2017/2018 [5] wurden Forschungsanträge universitärer Sektionen/Abteilungen und Kliniken für Plastische Chirurgie in Deutschland bei öffentlichen Förderinstitutionen für den Zeitraum 2019 und/oder 2020 gesammelt und ausgewertet. Dazu wurde einerseits die öffentliche Datenbank der DFG, das Geförderte Projekte Informationssystem (GEPRIS), verwendet. [7] Zusätzlich wurden die Leiter der jeweiligen universitären Einrichtungen über den Verteiler der DGPRÄC kontaktiert und um Mitteilung der beantragten, in Begutachtung befindlichen, abgelehnten und geförderten Projekte jeglicher öffentlicher, nicht-öffentlicher, industrieller oder anderer Förderinstitute gebeten. Diese wurden in der eigens erstellten online Datenbank gesammelt: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSe6F5xmTyw-k7VKJx_2jkPA4LBXsA0sgBGMrC3rx_4bHj6uzQ/viewform?usp=sf_link

Anträge der großen öffentlichen Förderinstitute (DFG, BMBF, BMWi, BMG, EU) wurden zur verbesserten Übersicht gesondert dargestellt ([ Tab. 1 ]) und getrennt von Anträgen anderer öffentlicher, nicht-öffentlicher und industrieller Förderinstitute ([ Tab. 2 ]) ausgewertet.

Tab. 1 Übersicht über die bewilligte Forschungsförderung großer öffentlicher Fördereinrichtungen (DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU) nach Standorten.

Uniklinik

Förderinstitut und Art der Förderung

Projekttitel

Zuordnung

Zeitraum

Fördersumme (Euro)

Aachen

DFG Sachbeihilfe

Die Rolle der Makrophagen migrationsinhibierenden Faktor (MIF)-Proteinfamilie in Wundheilung und Übergewicht

Allgemein- u. Viszeralchirurgie

2018–2021

340 000

Aachen

EU, Horizon 2020

PeriGo!

k. A.

2019–2020

150 000

Aachen

EFRE-NRW, Europäische Fonds für regionale Entwicklung

Fibrograft

k. A.

2020–2022

620 000

Bochum

DFG Sachbeilhilfe

Interventionen im Sphingosin-1 Phosphat Signalweg zur Verbesserung der Knochenregeneration nach posttraumatischer Osteomyelitis

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2020–2022

237 700

Bochum

DFG Forschungsstipendium

Osteoskeletales Regenerationspotential von Exosomen von Stammzellen aus Fettgewebe unter Inhibition des Transforming growth factor β-Signalweges

Allgemein- und Viszeralchirurgie

seit 2019

k. A.

Bochum

DFG Schwerpunktprogramm

BURNTwo – Diagnose von Brandwunden mit mikrowellenbasierter Nahfeldbildgebung – Phase II

Nachrichten- und Hochfrequenztechnik, Kommunikationstechnik und -netze, theoretische Elektrotechnik, Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2015

k. A.

Bochum

DFG Sachbeilhilfe

Mesenchymale Stammzellen und Wnt-Proteine in der Therapie der posttraumatischen Osteomyelitis

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2017–2020

191 400

Bochum

BMWi

Entwicklung einer Wundauflage für austherapierte chronische Wunden mit integriertem, aus Lucilia sericata gewonnenem Madenextrakt

k. A.

2018–2020

190 000

Bochum

BMWi

Entwicklung einer intramuskulären Elektrostimulations-Therapie für Schwerbrandverletzte“

k. A.

2020–2022

190 000

Erlangen

DFG Transregios

Biofabrikation zellularisierter und im AV Loop vaskularisierter Gewebecontainer für die Transplantation wirkstoffproduzierender Zellen

Hämatologie, Onkologie, Transfusionsmedizin, Biomaterialien; Verbundprojekt mit Teilprojekt der Plastischen Chirurgie

seit 2018

k. A.

Erlangen

DFG Transregios

Analyse von Tumor Dormancy und Progression in biofabrizierten und in vivo vaskularisierten 3 D Modellen

Zellbiologie, Biomaterialien; Verbundprojekt mit Teilprojekt der Plastischen Chirurgie

seit 2018

k. A.

Erlangen

DFG Sachbeihilfe

Vaskularisation von neuromuskulären Konstrukten auf PCL-Kollagen I-PEO-Nanofaserscaffolds

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2019

169 348

Freiburg

DFG Heisenberg Professur

Die Rolle der angeborenen Immunantwort in Entzündungsreaktionen und entzündlichen Erkrankungen: Erforschung und Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze

Allgemein- u. Viszeralchirurgie

2020–2022

200 000

Freiburg

DFG Sachbeihilfe

Regulation der angeborenen Immunantwort in der vascularized composite allotransplantation (VCA) durch C-reaktives Protein

Allgemein- u. Viszeralchirurgie

2020–2023

460 000

Freiburg

DFG Großgeräte

Multiphotonen Laser Scanning Mikroskop für die intravitale Bildgebung

Medizin Allgemein

2020–2023

700 000

Freiburg

DFG Heisenberg Professur

Die Rolle der angeborenen Immunantwort in Entzündungsreaktionen und entzündlichen Erkrankungen: Erforschung und Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze

Allgemein- u. Viszeralchirurgie

2017–2020

300 000

Freiburg; LMU München

DFG Sachbeihilfe

Zirkulierende Tumor DNA als nicht-invasiver diagnostischer Biomarker bei Weichteilsarkomen

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie;
Allgemein- u. Viszeralchirurgie

2018–2021

330 000

Freiburg

DFG Sachbeihilfe

Die Interaktion von C-reaktivem Protein (CRP) mit dem Komplementsystem in der Pathogenese, Diagnostik, und Therapie der posttraumatischen Entzündungsantwort

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2017–2020

200 000

Freiburg

DFG Sachbeihilfe

C-reaktives Protein (CRP) als pathogenetischer Faktor bei Entzündung und Ischämie/Reperfusion: Therapeutische Implikationen

Allgemein- u. Viszeralchirurgie

2016–2020

500 000

Freiburg

DFG Sachbeihilfe

4D-Bioprinting von vaskularisiertem Knochengewebe und Evaluation der Blutgefäß- und Knochenbildung in einem orthotopen Knochendefektmodell

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie,
Bioverfahrenstechnik

seit 2015

k. A.

Freiburg

BMBF Forschungsverbund

Entwicklung und Erforschung einer Plattform
für das 3D-Bio-Printing von künstlichem Gewebe in einem Netzwerk kleiner und mittlerer Unternehmen (3D-Bio-Net)

k. A.

2020

243 326

Heidelberg

DFG Forschungsstipendium

Korneale Reinnervation in der Therapie der Neurotrophen Keratopathie – Evaluation topischer und mikrochirurgischer Therapieansätze in
einem standardisierten, präklinischen Langzeitmodell der kornealen Denervation in transgenen Thy1-GFP + Ratten

Augenheilkunde, klinische Neurologie; Neurochirurgie und Neuroradiologie

seit 2019

k. A.

Heidelberg/Ludwigshafen

DFG Forschungsstipendium

Die Rolle des Tumorsuppressorgens NDRG2 in Angiogenese und Wundheilung

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2018

k. A.

Heidelberg/Ludwigshafen

DFG Forschungsstipendium

Funktionelle Ergebnisse und Reinnervationstendez von vaskularisierten Komposit-Auto und -allotransplantationen nach ex-vivo Perfusion des Hinterlaufs der Ratte zur Reduktion des Ischämie-Reperfusionsschaden

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2020

k. A.

LMU München

DFG Großgeräte

Einsatz von Floureszenzmikroskop in der Mikrochirurgie

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2019–2025

409 000

LMU München

DFG Großgeräte

3 D Imaging System

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2019–2022

277 200

Magdeburg

DLR/BMWi

Effekte der Schwerelosigkeit auf Gefäß,- und Sphäroidbildung humaner Zellen sowie auf Wundheilung und Herzmorphologie

Mikrogravitation und Translationale Regenerative Medizin

2019–2022

685 752

Regensburg

DFG Großgeräte

Mikroskop Kinevo

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2019

685 000

TU München

Bundesministerium für Gesundheit – Forschergruppe

Künstliche Intelligenz für Prophylaxe von Dekubitus

Plastische Chirurgie

2020–2022

445 600

Würzburg

DFG Transregios

Biofabrikation eines 3 D Modells zur funktionalen Untersuchung stromaler Einflussfaktoren auf das Verhalten von Brustkrebszellen

Biophysik, Biomaterialien, Verbundprojekt mit Teilprojekt der Plastischen Chirurgie

seit 2018

k. A.

Würzburg

DFG Transregios

Hyaluronsäure-basierte Hydrogelplattform mit multifunktionalen Vernetzern zur kontrollierten Differenzierung mesenchymaler Stammzellen (A02)

Biomaterialien, Verbundprojekt mit Teilprojekt der Plastischen Chirurgie

seit 2018

k. A.

Tab. 2 Übersicht über die bewilligte Forschungsförderung öffentlicher, nicht-öffentlicher, industrieller oder anderer Institute (exklusive DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU) nach Standorten.

Uniklinik

Förderinstitut und Art der Förderung

Projekttitel

Zuordnung

Zeitraum

Fördersumme (Euro)

Aachen

VW-Stiftung

Why is There No Antimicrobial Sensitivity Testing Available for Antiseptics?

k. A.

2018–2019

100 000

Aachen

START – Forschungsförderungsprogramm der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen

3D-Bioprinting von Skelettmuskelgewebe aus humanen ASC auf textilen Gerüststrukturen

k. A.

2019–2020

130 000

Aachen

START – Forschungsförderungsprogramm der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen

Bioengineering von Lymphknotengewebe zur Therapie von Lymphödemen

k. A.

2019–2021

25 000

Aachen

START – Forschungsförderungsprogramm der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen

Die Rolle des Endocannabinoiden Systems der mesenchymalen Stammzellen aus dem Fettgewebe bei der Geweberegeneration, Wundheilungsprozessen und Entzündungsreaktionen

k. A.

2019–2020

20 000

Aachen

IZKF

ASC-based in vitro and in vivo bone tissue engineering for bone defect reconstruction

k. A.

2020–2023

134 000

Bochum

DGUV

Charakterisierung der systemischen Kinetik von Effektormolekülen der epithelialen Immunantwort und mikroRNA bei schweren Brandverletzungen und Sepsis

k. A.

2018–2020

279 000

Bochum

FoRUM

Rotationsstelle

k. A.

2019

67 000

Bochum

FoRUM

Rotationsstelle

k. A.

2020

67 000

Bochum

FoRUM

Genexpression im diabetischen Knochen

k. A.

2018–2020

43 500

Bochum

FoRUM

Diabetische Neuropathie

k. A.

2018–2020

37 500

Bochum

FoRUM

Myostatin im Ischämie-Reperfusionsschaden des Muskels

k. A.

2020–2021

57 000

Erlangen

ELAN-Fonds Uni Erlangen

The effect of anti-tumor therapy on the autotaxin-LPA axis in breast cancer

k. A.

2019–2021

49 825

Erlangen

ELAN-Fonds Uni Erlangen

Vascularization and bone formation of cell-loaded hydrogel matrices in the rat AV loop model

k. A.

2019–2021

49 146

Erlangen

ELAN-Fonds Uni Erlangen – 
Forschergruppe

Intravitalmikroskopie im AV-Loop

Plastische Chirurgie

2019

49 370

Freiburg

MWK – Personalstelle

Regenerative Ansätze in der Plastischen Chirurgie

Plastische Chirurgie

2019–2020

75 % einer Vollzeit Personalstelle

Freiburg

Dr. Robert Pfleger-Stiftung Sachbeihilfe

Modulation der Immunogenität und des regenerativen Potenzials fötaler endothelialer Progenitorzellen durch CRISPR/Cas9-vermittelte Inaktivierung der MHC Expression.

k. A.

2020

61 628

Hannover

Fritz-Behrens-Stiftung Sachbeihilfe

Verwendung von nativer Spinnenseide zur Schaffung einer optimalen Mikroumgebung für die Regeneration

k. A.

2016–2020

80 000

Hannover

Klaus Tschira Stiftung Sachbeihilfe

Amphibien und Spinnen begeistern Schüler*innen für die Wissenschaft

MINT-Fächer, Pädagogik

2019–2020

31 000

Hannover

MHH Präsidium Sachbeihilfe

Etablierung der PÄHW-Hautbank

k. A.

2017–2019

300 000

Hannover

Industrie

SCAMAG Studie

Handchirurgie

2019–2020

750 000

Hannover

VHV-Stiftung Sachbeihilfe

Entwicklung eines Biopharmazeutikums zur lokalen Immunsuppression von Haut

k. A.

2020

900 00

Hannover

E. Braun Stiftung Sachbeihilfe

Einfluss von wIRA auf Meshgrafts

k. A.

2020–2021

700 00

Hannover

MHHplus Förderstiftung Sachbeihilfe

Regenerationsforschung

k. A.

2020

350 00

Hannover

Rotary Club Leineschlösschen Sachbeihilfe

Arterhaltende Maßnahmen für Querzahnmolche 1

k. A.

2019–2020

4000

Hannover

MHHplus Förderstiftung Sachbeihilfe

Arterhaltende Maßnahmen für Querzahnmolche 2

k. A.

2019–2020

500

Hannover

Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e. V. Sachbeihilfe

Evaluation gentechnischer Strategien zur Entwicklung universeller Spenderhaut

k. A.

2019–2020

1000

Heidelberg/Ludwigshafen

Private Stiftung – Sachbeihilfe

Etablierung eines Xenograft Modells venöser Malformationen

Plastische Chirurgie

2024

35 000

Heidelberg/Ludwigshafen

DGUV – Forschergruppe

Evaluation des ICF-Rehabilitationskonzepts thermische Verletzungen

Plastische Chirurgie

2019–2020

510 187

Heidelberg/Ludwigshafen

DGUV – Forschergruppe

Optimierte Primär- und Verlaufsdiagnostik von peripheren Nervenläsionen

Handchirurgie

2019–2020

188 453

Heidelberg/Ludwigshafen

Rolf Schwiete Stiftung

Kardiale Langzeitfolgen schwerer Verbrennungen

Verbrennungsmedizin, Kardiologie, Immunologie

2019–2022

240 000

LMU München

Eigenfetttransplantation

Eigenfetttransplantation zur Behandlung von Rhizarthrose – Analyse regenerativer Mechanismen

Hand- und Plastische Chirurgie

2019–2020

50 939

LMU München

Antrag an den Verein zur Förderung von Wissenschaft und Forschung LMU München

Das Sekretom von adipose-derived stem cells (ADSCs) als Therapieansatz für chronisch entzündliche Erkrankung am Beispiel von Arthrose

Plastische Chirurgie

2020–2021

14 522

LMU München

Friedrich-Baur-Stiftung

Induktion der Lymphangiogenese in klinisch verwendetem Hautersatzmaterial, durch Kokultur von lymphatischen Endothelzellen (LECs) und Adipose Tissue Derived Stem Cells (ASCs) unter hypoxischen Bedingungen​

Plastische Chirurgie

2019–2020

8000

Regensburg

Virtuelle Hochschule Bayern – Forschergruppe

Ambulante Notfallversorgung von Handverletzungen

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2016

44 753

Regensburg

Virtuelle Hochschule Bayern

3-D-in-vivo-Tumor-Modell, Vielfältige Einsatzmöglichkeiten des 3D-in-vivo-Tumor-Modells in der Forschung sowie in der Ausbildung von Studierenden der Medizin

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2020

55 000

Regensburg

Virtuelle Hochschule Bayern

Angewandte klinische Anatomie und biologische Rekonstruktionen – Schwerpunkt auf Sarkome der unteren Extremität

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

2020

55 000

Regensburg

Manfred Roth Stiftung – 
Forschergruppe

Untersuchung physiologischer und physikalischer Auswirkungen der Vakuum-Therapie auf Weichteilgewebe zum Verständnis der zu Grunde liegenden Wirkmechanismen

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2017

30 000

Regensburg

Virtuelle Hochschule Bayern – Forschergruppe

Rekonstruktive Verfahren zur Wiederherstellung der weiblichen Brust

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2018

69 942

Regensburg

Else Kröner-Fresenius-Stiftung – Forschergruppe

Aufbau eines Cancer Comprehensive Center (CCC) Upper Myanmar (mit Schwerpunkt Tumororthopädie und Rekonstruktionschirurgie)

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2020

583 060

Regensburg

Bundeswehr – Forschergruppe

Forschungsvorhaben „Optimierung der Transplantatkonservierung durch unidirektionale extrakorporale Perfusion von Myokutanlappen im Großtier-Replantations-Modell (Schwein)

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2020

281 820

Regensburg

Helmholtz-Gesellschaft Berlin/Teltow – Forschergruppe

HZGArc-8

Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie

seit 2020

1010 000

TU München

Industrie – Forschergruppe (BIOTRONIK SE & Co. KG

CAE-Herzmodellerstellung

Medizin Allgemein

2020–2021

190 500

Tübingen

AKF – Angewandte Klinische Forschung – intramurale Förderung

PhantomAR

Plastische Chirurgie

2021

90 000

Tübingen

Lorenz Böhler Fonds

Therapeutische Effekte extrazellulärer Vesikel auf die Regeneration des Nervus medianus nach Nervenrekonstruktion mittels verschiedener Nervenersatzmaterialien im Rattenmodell

Plastische Chirurgie

2020

37 000


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Ergebnisse

Im Untersuchungszeitraum 2019/2020 wurden an 10 universitären plastisch-chirurgischen Standorten Fördermittel von DFG, BMBF, BMWi, BMG oder EU beantragt. Dabei gingen von einer Institution zwischen 1 und 13 Anträge aus.

Eine Gesamtzahl von 41 Förderanträgen aus den öffentlichen Förderinstituten DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU konnte nach Auswertung der Online-Datenbank und des GEPRIS identifiziert werden. Davon waren 73,2 % (30/41) DFG-, 9,8 % (4/41) BMBF-, je 7,3 % (3/41) BMWi- und EU- und 2,4 % (1/41) BMG-Anträge.

75,6 % (31/41) der Anträge waren zum Zeitpunkt der Datenerhebung bereits bewilligt, davon waren 77,4 % (24/31) DFG-, 9,7 % (3/31) BMWi-, 6,5 % (2/31) EU- und je 3,2 % (1/31) BMBF- und BMG-Anträge.

9,8 % (4/41) aller Anträge befanden sich während der Auswertung noch in Begutachtung. Davon waren 75,0 % (¾) bei der DFG und 25,0 % (¼) beim BMBF eingereicht. 14,6 % (6/41) aller Anträge an öffentlichen Förderinstituten wurden abgelehnt. In 50,0 % (3/6) der Fälle waren diese bei der DFG, in 33,3 % (2/6) der Fälle beim BMBF und in 16,7 % (⅙) der Fälle als EU-Förderung beantragt worden.

Die bewilligten DFG-Anträge waren in 50,0 % (12/24) der Fälle ausschließlich bzw. unter anderem dem Fachkollegium 205–27 Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie zugeordnet. In 29,2 % (7/24) der Fälle waren die Anträge ausschließlich bzw. unter anderem dem Fachkollegium Allgemein- u. Viszeralchirurgie zugeordnet. In 33,3 % (8/24) der Fälle waren die Anträge ausschließlich bzw. unter anderem sonstigen Fachkollegien wie z. B. Biomaterialien, Biophysik oder Zellbiologie zugeordnet.

In 37,5 % (9/24) der Fälle wurden die DFG-Anträge als Sachbeihilfe eingestuft. Je 16,7 % (4/24) der DFG-Anträge waren Großgeräteanträge, Forschungsstipendien oder Transregios. 8,3 % der Fälle (2/24) waren Heisenberg-Professuren und 4,2 % (1/24) der Fälle waren Schwerpunkprogrammen zugeordnet.

In 67,7 % (21/31) der bewilligten Anträge öffentlicher Förderinstitute wurde die Fördersumme durch die befragten Chirurgen angegeben. Diese betrug insgesamt 7 524 326 Euro, was einem durchschnittlichen Fördervolumen von 358 301 Euro entspricht.

Neben den Anträgen bei oben genannten öffentlichen Förderinstitutionen (DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU) sind der Vollständigkeit halber, wie auch im vorangegangenen Forschungsbericht 2017/2018 [5], in [ Tab. 2 ] auf der Internetplattform angegebene Forschungsanträge anderer öffentlicher, nicht-öffentlicher oder industrieller Institute dargestellt. Neben den oben genannten Anträgen von DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU wurden 52 sonstige Anträge angegeben. Von diesen waren 84,6 % (44/52) bewilligt. Das genaue Fördervolumen der bewilligten Anträge wurde in 97,7 % (43/44) der bewilligten Fälle angegeben. Dieses betrug insgesamt 6 025 645 Euro, was einem durchschnittlichen Fördervolumen von 143 468 Euro entspricht.


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Diskussion

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass nicht-chirurgische Fächer im Gegensatz zu chirurgischen Fächern deutlich mehr Forschungsanträge bei nationalen und öffentlichen Forschungsinstituten einholen. Daten aus den USA legen dar, dass die Finanzierung von chirurgischen Forschungsanträgen im letzten Jahrzehnt – bei gleichbleibendem Finanzierungsvolumen – erheblich zurückgegangen ist [8]. Dies ist auch auf eine Verringerung der chirurgischen Forschungsaktivitäten insgesamt zurückzuführen [9], [10], [11].

Erfreulicherweise zeigt sich in den vergangenen Jahren und im nun dritten Forschungsförderungsbericht der universitären Plastischen Chirurgie in Deutschland weiterhin ein positiver Trend, was das Einwerben von Forschungsmitteln großer öffentlicher, nationaler Förderinstitute angeht. Während die Anzahl bewilligter DFG-Forschungsanträge 2015/2016 bereits 21 Anträge betrug und 2017/18 mit 19 Anträgen nahezu stabil blieb, konnten 2019/20 sogar 24 bewilligte DFG-Anträge identifiziert werden. Auch die Anzahl der insgesamt bewilligten Anträge von DFG, BMBF, BMWi, BMG und EU konnte von 23 (2015/16) über 27 (2017/18) auf 31 (2019/20) Anträge gesteigert werden. Weiterhin sollte hervorgehoben werden, dass die bewilligten DFG-Anträge in 50 % der Fälle dem Fachkollegium 205–27 Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie zugeordnet waren, während 2017/18 lediglich 22 % der bewilligten DFG-Anträge dem für unser Fachgebiet vorgesehenem Fachkollegium Unfallchirurgie und Orthopädie zugeordnet waren.

Auch die Forschungsleistung insgesamt zeigt eine positive Tendenz in der Plastischen Chirurgie. Während 2017/18 noch eine Gesamtzahl von 69 Anträgen bei öffentlichen, nicht-öffentlichen, industriellen oder anderen Förderinstituten mitgeteilt wurden, erhöhte sich die Zahl 2019/20 auf 93 gestellte Anträge. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund zurückgehender Antragszahlen in den anderen chirurgischen Fachgebieten von großer Bedeutung [8], [9], [10], [11].

Die hohe Zahl der bewilligten Anträge bei öffentlichen Förderinstituten, mit > 70 % aller Forschungsanträge, zeigt die ausgezeichnete Qualität der Anträge aus der Plastischen Chirurgie und sollte dazu ermutigen, sich weiterhin in dieser Hinsicht zu engagieren. Vergleichsweise liegt die Zahl der Bewilligungen in anderen Fachgebieten zwischen 30 und 40 % aller Förderanträge [12].

In verschiedenen kürzlich publizierten Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Organisationsstruktur der Plastischen Chirurgie an den universitären Einrichtungen wesentlichen Einfluss auf die Publikationsleistung und -qualität, die vorhandenen Ressourcen und die Forschungsinfrastruktur hat [2], [3], [4], [13], [14]. Nachdem in der hier vorgelegten Arbeit über 84 % der bewilligten DFG-Anträge von Kliniken für Plastische Chirurgie stammten, während lediglich je 8 % von Abteilungen und Sektionen für Plastische Chirurgie ausgingen, unterstreichen diese Daten, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Grad der Eigenständigkeit und der Forschungsleistung besteht.

Die hier vorgestellte Zusammenstellung der Förderanträge ist nicht ohne Limitationen. Eine Limitierung basiert auf dem Fragebogen-Design der Studie. Neben den öffentlich zugänglichen Informationen über das GEPRIS-Portal basierten die Daten auf den im Vertrauen erhobenen Angaben der Befragten der universitären Einrichtungen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf abgelehnte oder beantragte Fördermittel zu berücksichtigen. Während bewilligte Drittmittel wahrscheinlich zu einem großen Anteil mitgeteilt wurden, könnten abgelehnte oder beantragte Anträge „under-reported“ sein. Aus diesem Grund sollte auch die kalkulierte Förderquote mit Vorsicht interpretiert werden, da die wirkliche Anzahl abgelehnter Anträge höher als berichtet sein könnte.


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Schlussfolgerung

Mithilfe der vorgelegten Forschungsförderungsberichte des Konvents der leitenden universitär tätigen Plastischen Chirurgen der DGPRÄC erfolgt die Veröffentlichung der exzellenten gemeinschaftlichen akademischen Forschung in unserem Fachgebiet. Nachdem die Plastische Chirurgie weiterhin in den großen öffentlichen Förderinstituten nicht als eigenständiges Fachgebiet abgebildet wird, ist nur so eine transparente Abbildung der plastisch-chirurgischen Forschungsaktivität möglich. Nur das starke Auftreten als Gemeinschaft Plastischer Chirurgen verbessert die Chancen darauf, langfristig mehr Gewicht in den Fördereinrichtungen zu erlangen.


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Interessenskonflikt

Die Autoren geben an, dass kein Interessenskonflikt besteht.


Korrespondenzadresse

Univ.-Prof. Dr. med. Riccardo Giunta
Abteilung für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Ästhetische Chirurgie
Klinikum der Universität München, LMU München
Pettenkoferstr. 8a
80336 München
Germany   

Publication History

Received: 22 August 2020

Accepted: 21 September 2020

Publication Date:
25 September 2020 (online)

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