OP-JOURNAL 2020; 36(01): 1
DOI: 10.1055/a-0970-9839
Editorial
Herausgeber
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Vom Schockraum zur Reha

Ulf Culemann
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Publication History

Publication Date:
21 April 2020 (online)

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Notfallbehandlung schwerverletzter Patienten ist in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und die medizinische Behandlung immer weiter verbessert und in ihren Abläufen konkretisiert worden. Durch Traumaregisterbeteiligung und Zertifizierung konten wir die Behandlungsqualität stetig vorantreiben und steigern.


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Im vorliegenden Themenheft schauen wir ganz gezielt den Behandlungpfad eines polytraumatisierten Patienten an. Hier widmen wir uns einerseits der präklinischen Versorgung des schwerverletzten Patienten inklusive der Aufnahme im Schockraum, aber auch der interdisziplinären Weiterbehandlung in der Klinik. Dass das Zeitmanagement bei der Versorgung eines polytraumatisierten Patienten immer noch einen wichtigen Beitrag zur zielgerichteten Versorgung leistet, wird auch in der Beantwortung der Frage nach konservativer versus operativer Therapie des SHT im Heft verdeutlicht.

Ein selten beachteter, aber mindestens genauso wichtiger Aspekt der Vorbereitung auf den „Ernstfall“ sind die Beiträge zur Materialvorhaltung im Schockraum inklusive der radiologischen Sichtweise, dies dürfte insbesondere auch die Leitenden Pflegekräfte der zentralen Notaufnahmen unserer Kliniken interessieren!

Dass wir derzeit durch Bildung von Katastrophenstäben mit Reduzierung der Kapazitäten auf das Wesentliche genau diese Vorbereitung und Ablaufszenarien umsetzen müssen, ist ein guter Grund, auch für den Bereich der Polytraumaversorgung durch Information und Ablaufverbesserung weiterhin gut gerüstet zu sein. Hierzu soll das vorliegende Heft einen Betrag leisten; ich wünsche Ihnen hierzu viel Vergnügen bei der Lektüre.

Bleiben Sie gesund!

Prof. Dr. med. Ulf Culemann


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Ulf Culemann

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