DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie 2019; 17(04): 1
DOI: 10.1055/a-0957-6127
Editorial
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Editorial

Michael Biberschick
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Publication Date:
12 September 2019 (online)

 

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

das Spektrum an Beschwerdebildern, mit denen Osteopathen in der täglichen Praxis konfrontiert werden, ist meist sehr komplex. Diese Vielschichtigkeit spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Themen der einzelnen Autorenbeiträge in dieser Ausgabe der DO wider.


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Anja Engel-Schulmeyer stellt das Thema Dysmenorrhö, von dem sehr viele Frauen betroffen sind, vor dem Hintergrund der 5 osteopathischen Denkmodelle dar und zeigt mögliche Ursachen für die Dysmenorrhö im Kontext dieser Modelle auf.

Die Osteopathie ist auch eine systemisch wirksame Therapiemethode. Deshalb beschäftigen sich Monika Ebner und Diana Stöckl mit osteopathischen Ideen, Gedanken und osteopathischen Ansätzen für das Hormonsystem. Monika Ebner bietet einen ausführlichen Überblick über das Hormonsystem und über die Symptome, die mit Dysfunktionen der einzelnen Drüsen in Verbindung stehen können, und nennt Anzeichen, die möglicherweise auf Probleme im Hormonsystem hinweisen können.

Diana Stöckl setzt sich mit der osteopathischen Behandlung der Schilddrüse auseinander. Erkrankungen der Schilddrüse sind häufig in der allgemeinen osteopathischen Praxis anzutreffen. Die Möglichkeiten der osteopathischen Behandlung sind in den anatomischen und embryologischen Gegebenheiten der Schilddrüse begründet. Durch die osteopathische Behandlung soll die Funktion dieser Drüse beeinflusst bzw. unterstützt werden.

Die osteopathische Wissenschaft hat in den letzten Jahren viel an Bedeutung gewonnen. Wissenschaftliche Ergebnisse untermauern teilweise die Effektivität der Osteopathie in Bezug auf bestimmte Erkrankungen und Beschwerdebilder unserer Patienten in der täglichen Praxis. In dieser Ausgabe der DO wird daher von Jan Porthun eine interessante Studie vorgestellt, welche die Effektivität der Osteopathie bei somatoformen Störungen in Form einer Übersichtsarbeit beleuchtet.

Das Interview mit dem Wissenschaftsteam der WSO (Wiener Schule für Osteopathie) zeigt den aktuellen Forschungsstand in der Osteopathie auf und stellt Erfahrungen bei der methodologischen Betreuung von Osteopathen dar, die den akademischen Grad „Master of Science“ in Osteopathie anstreben.

Ein interessantes und informatives Fallbeispiel der sehr erfahrenen Osteopathin und Buchautorin Magga Corts ergänzt diese Ausgabe.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Michael Biberschick


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Michael Biberschick

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