DO - Deutsche Zeitschrift für Osteopathie 2019; 17(02): 1-2
DOI: 10.1055/a-0830-3245
Editorial
Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Editorial

Günter Steinfurth
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Publication Date:
31 March 2019 (online)

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie facettenreich sich die Osteopathie präsentieren kann, wird in unserer aktuellen Ausgabe der DO deutlich. Der Fächer reicht von Betrachtungen der Flüssigkeiten über komplexe neurologische Zusammenhänge, den Profisport und die kraniale Osteopathie bis zu einem Behandlungsprotokoll bei Otitis media.


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Eine umfangreiche Studie aus Kanada untersuchte und beschrieb die Bedeutung des Os temporale für die Entstehung einer Otitis media. Philipp Gehrke hat sie für uns wiedergegeben und bewertet.

Um die Otitis media geht es auch in unserem Behandlungsprotokoll. Dieses Krankheitsbild wird schon seit den Anfängen der Osteopathie erfolgreich therapiert und einige Techniken wurden eigens dafür entwickelt. In einer in den USA durchgeführten Studie wurde ein standardisiertes Behandlungsprotokoll speziell für Kinder auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Wir haben dazu auch die wichtigsten theoretischen Aspekte dargestellt.

Wir alle kennen die emotionalen Reaktionen auf osteopathische Behandlungen und der Begriff „Somatoemotional Release“ dürfte vielen von Ihnen bekannt sein. Wie erklären wir uns diese Vorgänge und wie können wir bewusster damit umgehen? Dr. Diana Stöckl erläutert in ihrem Artikel den Begriff der Interozeption und dessen Bedeutung für die osteopathische Behandlung.

Zunehmend hat die Osteopathie auch im Sport ihren Platz erobert. Einen spannenden Einblick in den Profisport und die osteopathische Behandlung von Fußballern erhalten wir mit einem Fallbericht von Patrick Bick.

Wie visionär waren die Ideen von Still und Sutherland, als sie von der zentralen Bedeutung der Flüssigkeiten für die Funktion und die Selbstheilung des Organismus sprachen? Wie können wir uns die Wirkung der Osteopathie auf dieser Ebene heute vorstellen? Das schildern Erich Mayer-Fally und Claudia Knox in ihrem fesselnden Artikel, der den aktuellen Wissensstand mit osteopathischen Vorstellungen vereint.

In einem anregenden und inspirierenden Gespräch gibt uns Dr. Mayer-Fally noch einen Einblick in seinen Werdegang, seine Ideen zur Osteopathie und seine aktuellen Projekte.

Faszinierend in mehrfacher Hinsicht ist aber auch der Beitrag von Dr. Ernst Kern. Der Begriff Empathie ist uns allen geläufig und wird schon vielfach in Zusammenhang mit der Osteopathie verwendet. Aber was genau versteht man darunter? In welchen Bereichen können wir Empathie zeigen und was ist – für uns besonders wichtig – körperbasierte Empathie?

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Günter Steinfurth

In eigener Sache

Wir begrüßen ganz herzlich Herrn Dr. Jürgen Grasmück in dem Herausgeberteam. Herr Dr. Grasmück hat seine osteopathische Ausbildung berufsbegleitend von 2008 bis 2013 am College Sutherland in Schlangenbad absolviert. Seit 2017 ist er Beirat im VOD.

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Dr. med. Jürgen Grasmück

Im Rahmen seiner medizinischen Ausbildung hat er die Facharztbezeichnungen Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie und Allgemeinchirurgie erworben, darüber hinaus noch die Zusatzbezeichnungen Sportmedizin, Chirotherapie/Manuelle Medizin und Notfallmedizin. Er ist zertifizierter Osteologe des Dachverbands Osteologie.


Herr Dr. Grasmück ist Leiter der orthopädischen Rehabilitationsklinik „Salztal Klinik“ in Bad Soden-Salmünster und Dozent an der Hochschule Fresenius/Carl Remigius Medical School in Idstein/Frankfurt (in den Studiengängen Osteopathie, Manuelle Therapie, Notfallmedizin und Physician Assistant) sowie Dozent bei TopPhysio, Mentor Fortbildungen und der SFO.


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Günter Steinfurth, D. O., M.R. O., FSCCO

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Dr. med. Jürgen Grasmück