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DOI: 10.1055/s-2009-1242161
Heimbeatmungsstation der Lungenklinik am Klinikum Chemnitz – Methoden und Ergebnisse
Im Beatmungs- und Weaningzentrum der Klinik werden Patienten je nach Problemstellung auf einer spezialisierten Normalstation und/oder auf der pneumologischen ITS auf Heimbeatmungssysteme eingestellt und seit 2007 statistisch erfasst. Über den Zeitraum von ca. zwei Jahren wurden 273 Patienten behandelt. Sie waren überwiegend auf der Station ersteingestellt worden oder hatten im Rahmen einer ITS-Behandlung eine Heimbeatmung erhalten mit nachfolgender Weiterbehandlung auf der Beatmungsstation.
Ermittelt wurden die Anteile invasiv/nichtinvasiv beatmeter Patienten, die Letalität, die verordneten Beatmungsparameter und die Therapieadhärenz.
Nichtinvasiv beatmet wurden 237 (86,8%), invasiv beatmet 26 (13,2%) Patienten. Im Beobachtungszeitraum waren 31 Patienten verstorben (11,4%), davon 25 (10,6%) der nichtinvasiv und 6 (23,1%) der invasiv Beatmeten. Elf Patienten (4%) brachen die Therapie ab, davon war eine Patientin invasiv beatmet worden. Über den Verbleib von 20 Patienten (7,3%) konnte keine Information erhalten werden. Eingestellt wurden im Mittel ein IPAP von 18,6 mbar, ein EPAP von 6,0 mbar. Bei Patienten mit einem Vorgabevolumen betrug dieses im Mittel 0,43 l. Die wesentlichen Krankheiten, die zur Beatmungspflichtigkeit führten, waren pneumologische (88%) oder lagen auf neuromuskulärem (5%) und orthopädischem (7%) Gebiet.
Es zeigte sich, dass der Erfolg einer Beatmungstherapie sehr stark von einer personalintensiven und individuellen Betreuung abhängt, gut funktionierende Organisationsstrukturen voraussetzt und hochwertige Medizinprodukte erfordert.