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DOI: 10.1055/s-2008-1068735
Jodsalzverbrauch und Kochsalzumsatz*
Consumption of iodized salt and urinary excretion of sodium chloride * Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundesministeriums für Jugend, Familie und GesundheitPublication History
Publication Date:
25 March 2008 (online)
Zusammenfassung
42 Dortmunder Familien waren bereit, ihren Kochsalzverbrauch im Haushalt auf jodiertes Speisesalz umzustellen. Der Median des Verbrauchs an jodiertem Speisesalz lag bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahre (n = 95) bei 1,9 g/d, bei Schulkindern zwischen 6 und 12 Jahren (n = 36) bei 1,6 g/d und bei Kleinkindern (n = 20) bei 0,9 g/d. Die individuelle mittlere tägliche Zusalzmenge variierte stark. Nur 7 % der Erwachsenen und Jugendlichen verbrauchten mehr als 5 g/d. Von der insgesamt verbrauchten Menge wurden 39 % zum direkten Würzen der Speisen verwendet. Die dem Kochwasser zugegebene Menge (61 %) dürfte nur zum Teil verzehrt worden sein. Der Median der Kochsalzausscheidung im 24-h-Urin betrug bei Männern und Jungen 12,2 g/d, bei Frauen und Mädchen 9,5 g/d, bei Schulkindern 5,9 g/d und bei Kleinkindern 3,5 g/d. Die Verwendung von jodiertem Speisesalz im Haushalt mit einem Jodgehalt von 20 µg pro Gramm Salz dürfte bei Erwachsenen und Jugendlichen durchschnittlich zu einer zusätzlichen Jodaufnahme von etwa 20 µg/d führen. Diese zusätzliche Jodmenge reicht nicht aus, um das durchschnittliche Joddefizit von etwa 100 µg/d zu decken. Eine Ergänzung des aktuellen Konzepts der Jodmangelprophylaxe erscheint deshalb erforderlich.
Abstract
In 42 families from Dortmund common table salt was replaced by iodized salt. In adults and adolescents over 12 years (n = 95) median intake of iodized salt at home was 1.9 g/d, in schoolchildren between 6 and 12 years (n = 36) 1.6 g/d and in small children (n = 20) 0.9 g/d. The range of the individual intake of iodized salt was large. Only 7 % of the adults and the adolescents used more than 5 g/d. Only 39 % of the daily consumption of iodized salt was directly added to the food consumed, whereas 61 %, used e. g. to season cooking water, was only partially ingested. Overall urinary excretion of sodium chloride within the groups studied did not differ from data from other German groups. In men and boys median urinary excretion of sodium chloride was 12.2 g/d, in women and girls 9.5 g/d, in schoolchildren 5.9 g/d, and in small children 3.5 g/d. The consumption of iodized salt at home with an iodine concentration of 20 µg/g may increase iodine intake in adults and adolescents by about 20 µg/d. As an iodine deficit of about 100 µg/d cannot be met by regular consumption of iodized salt at home the present concept for prophylaxis of iodine deficiency should be revised.
