Klinische Neurophysiologie 1987; 18(3): 131-134
DOI: 10.1055/s-2008-1060913
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Grenzzoneninfarkte mit symptomatischer Epilepsie - klinische und elektroenzephalographische Befunde

Borderzone infarctions with seizures - Clinical and electroencephalographs findingsP. Berlit, B. Bühler, K.-H. Krause1
  • Neurologische Kliniken Mannheim und
  • 1Heidelberg der Universität Heidelberg
Weitere Informationen

Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
18. März 2008 (online)

Summary

In 6 patients with repeating seizures early after stroke periodic lateralizing epileptiform discharges were detected in EEG. Computed tomography scans showed border-zone infarctions including the territories of the middle and the posterior cerebral artery in four patients; sonographic and angiographic findings were suspicious of embolic stroke in five cases. Seizures and EEG-discharges resolved during a short term treatment with anticonvulsants. In contrast to cerebral infarctions of other regions with comparable EEG-changings long term treatment was necessary in none of the patients.

Zusammenfassung

Bei sechs Patienten mit seriell auftretenden epileptischen Anfällen im Rahmen eines frischen Hirninfarktes werden periodisch auftretende einseitige Spitzenentladungen im EEG beschrieben. Bei vier Kranken ließen sich computer-tomographisch Infarktbezirke im Grenzzonenbereich zwischen dem Versorgungsgebiet von mittlerer und hinterer Hirnarterie nachweisen. Dopplersonographische und angiographische Befunde sprachen bei fünf Patienten für eine embolische Genese der Infarzierung. Unter einer vorübergehenden antikonvulsiven Therapie bildeten sich die epileptischen Anfälle und die EEG-Veränderungen innerhalb von Stunden zurück. Eine Dauertherapie war im Gegensatz zu entsprechenden EEG-Veränderungen bei Großhirninfarkten anderer Lokalisation in keinem Fall erforderlich.

    >