Eur J Pediatr Surg 1982; 37(11): 100-105
DOI: 10.1055/s-2008-1059824
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Urinary Catheters in Spina Bifida

Urinkatheter bei Spina bifidaA. El Gohary , R. J. Brereton , J.  Lister
  • Department of Paediatric Surgery, Alder Hey Children's Hospital, Liverpool L 12 2AP, England
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
25. März 2008 (online)

Abstract

Since 1974, 56 children with a neuropathic bladder were selected for intermittent or indwelling catheterisation. Indications for catheterisation included incontinence, hydronephrosis, and/or difficulty with bladder expression. Good results were obtained in 70 % of girls and 50 % of boys.

The catheter was abandoned in 7 children, mainly because of lack of co-operation from the parents. Deterioration occurred only in those children with both hydronephrosis and vesico-ureteric reflux prior to catheterisation. Of the latter group of children, 33 % suffered upper tract deterioration, and we now consider vesico-ureteric reflux to be a relative contraindication to catheterisation, except in those children with severe disabilities and deformities, in whom antireflux surgery or urinary diversion would be unacceptable or technically difficult.

Indwelling penile catheters should not be recommended for boys, but catheterisation via a perineal urethrostomy may prove helpful in those unable either to catheterise themselves intermittently or to wear a penile appliance.

Zusammenfassung

Seit 1974 wurden 56 Kinder mit neuropathischer Harnblase mit zeitweiliger oder Dauerkatheterisierung behandelt. Die Indikationen zur Katheterisierung umfaßten Inkontinenz, Hydronephrose und/oder Schwierigkeiten bei der Blasenentleerung. Die erzielten Ergebnisse waren gut bei 70 % der behandelten Mädchen und bei 50 % der Knaben.

Bei 7 Kindern mußte die Katheterisierung aufgegeben werden, hauptsächlich infolge mangelnder Kooperation seitens der Eltern. Nur bei solchen Kindern, die gleichzeitig eine Hydronephrose und einen vesikoureteralen Reflux vor der Katheterisierung hatten, verschlechterte sich deren Zustand. 33% der zuletzt genannten Gruppe zeigten eine Verschlechterung des Zustands der oberen Harnwege; wir betrachten nunmehr den vesikoureteralen Reflux als eine relative Kontraindikation zur Katheterisierung, mit Ausnahme von stark behinderten Kindern und mißgebildeten Patienten, bei denen eine operative Antirefluxbehandlung oder Diversion der Harnableitung nicht durchführbar oder technisch zu kompliziert wäre.

Verweilkatheter im Penis sind nicht empfehlenswert, jedoch kann eine Katheterisierung mittels perinealer Urethrostomie bei Knaben nützlich sein, die sich entweder nicht selbst katheterisieren können oder nicht in der Lage sind, ein Penis-Zusatzgerät zu tragen.

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