Rofo 1985; 142(4): 447-454
DOI: 10.1055/s-2008-1052683
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Exo- und endomarginale Reaktionen an der Hand bei der diffusen idiopathischen Skeletthyperostose, ihre Quantifizierung und Altersabhängigkeit

Exomarginal and endomarginal reactions in the hand due to diffuse idiopathic skeletal hyperostosis; their quantification and age dependendeE. Fischer
  • Abteilung für Radiologie am Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
20. März 2008 (online)

Zusammenfassung

Bei der diffusen idiopathischen Skeletthyperostose (DISH) kommt es an der Hand zu 3 Reaktionen: 1. an den zahlreichen Ansätzen fibröser Strukturen zu einer vermehrten exomarginalen Knochenbildung, die bis ins Alter zunimmt, und 2. teilweise zu einer endomarginalen Randsklerose, die ihr Maximum schon im mittleren Erwachsenenalter erreicht und sich mit zunehmendem Alter wieder partiell zurückbildet. Die 3. Reaktion ist die vermehrte subchondrale Sklerose, die ebenfalls im mittleren Erwachsenenalter ihr Maximum hat und sich dann kontinuierlich verringert. Die DISH als Systemprozeß macht sich an der Hand häufiger bemerkbar als an der Wirbelsäule und führt an der Hand zu unterschiedlich starken Hyperostosereaktionen an unterschiedlich vielen Lokalisationen. Durch die Quantifizierung der Hyperostosereaktionen läßt sich im Vergleich zu einem Normalkollektiv ermitteln, aus welchen Hyperostosereaktionen sich das Bild der DISH der Hand zusammensetzt.

Summary

Diffuse idiopathic skeletal hyperostosis (DISH) may lead to three types of reaction in the hand:1) increased exomarginal bone formation at numerous fibrous insertions, which increase with age, and 2) endomarginal sclerosis which reaches its maximum during adult life, but which regresses partially with increasing age. The third reaction is increased subchondral sclerosis, which also becomes most prominent in middle age and then diminishes. DISH is more frequently seen in the hand than in the spine and in the hand leads to hyperostosis of varying intensity and in different localities. By quantifying the hyperostosis and comparing it with normal, it is possible to characterise the hyperostosis as it affects the hand.