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DOI: 10.1055/s-2008-1051112
Die niederfrequente gepulste Magnetfeld-Therapie bei der Behandlung der degenerativen Gelenkerkrankungen
The Low-frequent Pulsed Magnetic Field Therapy in the Treatment of Degenerative Joint Illnesses.Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
18. Februar 2008 (online)
Abstract
The present work refers about a 3 years experience with low frequent, pulsed magnetic
fields in the treatment of peripheral joint osteoarthritis (OA). We have treated 116
cases of OA in a quiescent, inactive stage and 148 cases of activated OA.
The often described anatomo-clinical and biological differential patterns between
active and quiescent stage were completed by us through the direct determination of
intraarticular temperature:
106 inactive cases showed values of 33° C (± 0,8°); 151 active cases values of 36°
C (± 1,1°).
Our experience with low-frequent, pulsed magnetic fields showed no very significant
improvement in activated painful cases: we could not influence pain and swelling only
by means of this treatment. However we think that through his influence on enzymatic
and cellular processes as well as on circulatory condition a long time treatment could
have a favorable influence of the dynamic development of OA.
Another element which encourages us to continue this trials is the fact that the low-frequent,
pulsed magnetic fields do not increase the temperature of the deep structures: we
could measure after 1 hour application a temperature raise of only 0,2°-0,4° C. Short-waves
and micro-waves increase after 15-30 minutes the temperature with 2,8° C (± 1,4°).
We are studying in a long time follow up ( 6 years) a certain number of patients with
OA which showed regularly, every year, 3 or 4 activation episods. We try to find out
if the magnetic fields are able to improve the evolution of the OA and reduce the
intensity and number of inflammatory epidos.
In the first 3 years of our study we could assess that this occurred in various degrees
in 45% of our cases.
Another fact ist that we could notice that OA patients receiving anti-inflammatory
drugs showed through adjunction of magnetic field therapy a quicker disappearance
of pain and swelling and a decrease of the intra-articular temperature.
Zusammenfassung
Wir berichten über eine 3jährige Erfahrung mit der Behandlung durch niederfrequente,
gepulste Magnetfelder bei degenerativen Gelenkerkrankungen. Es handelt sich dabei
um 116 Fälle von latenter und 148 Fälle von aktivierter Arthrose peripherer Gelenke.
Die bis jetzt bekannten anatomo-klinischen und synovialanalytischen Unterschiede zwischen
latenter und aktivierter Arthrose wurden von uns durch ein weiteres diagnostisches
Element ergänzt:
Die direkte intraartikuläre Temperaturmessung.
Diese hat uns gezeigt, daß während bei der latenten Arthrose (106 gemessene Gelenke),
der durchschnittliche Wert bei 33° C (± 0,8°) liegt, bei 151 aktivierten Arthrosen
ein Wert von 36° C (± 1,1°) gemessen wurde.
Unsere bisherige Erfahrung zeigt keine sehr deutliche Beeinflussung der aktivierten
schmerzhaften Arthrose: es ist uns nicht gelungen, nur durch die Magnetfeld-Therapie
allein, die Schwellung und Schmerzen der aktivierten arthrotischen Gelenke deutlich
zu beeinflussen. Aufgrund der Wirkung der Magnetfelder auf Ionenaustausch, auf die
Gefäße und Zellen, denken wir jedoch, daß in einer Langzeittherapie die Magnetfelder
den Verlauf der Arthrose günstig beeinflussen können.
Einer der großen Vorteile der Behandlung durch die niederfrequenten gepulsten Magnetfelder
von schwacher Intensität ist die Tatsache, daß auch nach einer 1stündigen Anwendung
die Gelenktemperatur nur um 0,2°-0,4° C ansteigt, während nach Anwendung anderer elektro-physikalischer
Maßnahmen (Kurzwellen oder Mikrowellen) der Wert um 2,8° C (± 1,4°) ansteigt. Die
schädliche Wirkung der erhöhten Gelenktemperatur (Aktivierung proteolytischer Enzyme,
metabolische Störungen, u. a.) ist von zahlreichen Autoren bewiesen worden.
In einer 6jährigen Untersuchung wollen wir feststellen, ob Patienten, die regelmäßig
im Jahr Aktivierungserscheinungen zeigten, durch wiederholte Magnetfeld-Therapie vor
dem Fortschreiten der Arthrose bzw. der Wiederholung der Aktivierungsphasen bewahrt
werden können.
Die Ergebnisse der ersten 3 Jahre dieser Untersuchung zeigen, daß in 45% der Fälle
eine Reduzierung der Intensität sowie auch der Anzahl der Aktivierungsphasen erreicht
wird.
In Verbindung mit der entzündungshemmenden Therapie zeigen die gleichzeitig mit Magnetfeld
behandelten Fälle eine schnellere Abnahme der Schmerzen und eine zunehmende Reduzierung
der Innengelenktemperatur.
