Erfahrungsheilkunde 2008; 57(5): 290-293
DOI: 10.1055/s-2008-1044059
Aus der Praxis

© Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG

Die Guarbohne (Cyamopsis tetragonolobus) bei der Behandlung von Obstipation

Hans Werner Schmidt
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
14. Mai 2008 (online)

Zusammenfassung

Die Therapie der Obstipation muss immer multikausal sein. Besonders schwierig wird dies bei Vorliegen eines Abusus. Wenn es nicht gelingt, dem Patienten eine wirksame und dennoch kausale Therapie anzubieten, greift dieser schnell wieder auf seine „bewährten” - aber eher schädlichen Mittel zurück. Mit der Umstellung auf enzymatisch hergestelltes, teilhydrolysiertes Guar-gum-Pulver gelingt eine Rückkehr zum geregelten Stuhlgang überdurchschnittlich häufig. Das Wirkprinzip von teilhydrolysiertem Guarkernmehl liegt im Unterschied zu anderen Ballaststoffen in der Wasserlöslichkeit, sodass nach dem Finden einer individuellen Dosis (in etwa 8-10 Tagen) die ordnungstherapeutische Wirkung entfaltet wird.

Abstract

The therapy of obstipation must always be multicausal. This becomes especially difficult when a laxative abuse is present. When the patient cannot be offered successfully an effective and causal therapy, he/she quickly falls back on his/her „proven” but rather harmful remedies. With the change to enzymatically produced, partially hydrolyzed Guar gum powder it is possible, to achieve a return to a regular bowel movement, which is above the average. In contrast to other roughage, the active principle of partially hydrolyzed guar core flour is based on the water solubility, so that after finding an individual dose (in about 8-10 days), the regulative therapeutic effect develops.

Literatur

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