Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 2008; 6(4): 22-26
DOI: 10.1055/s-2008-1039099
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Prävention und Therapie bei Entzündungen

Wilfried P. Bieger
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Publication Date:
05 December 2008 (online)

Abb. 1 Rote Weintrauben enthalten Resveratrol, das u. a. antientzündliche Wirkung aufweist. Quelle: Rike/PIXELIO.

Entzündliche Mechanismen sind nach heutiger Kenntnis an allen bedeutenden chronischen Krankheiten beteiligt, wenn nicht deren Ursache. Dies trifft nicht nur für die klassischen chronischen Entzündungskrankheiten wie rheumatoide Arthritis, Kollagenosen, Morbus Crohn oder multiple Sklerose zu, sondern ebenso für die atypischen inflammatorischen Erkrankungen wie Adipositas, metabolisches Syndrom, Arteriosklerose, Hypertonus, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebserkrankungen, Neurodegeneration, Alzheimer [10], endogene Depression und selbst für den Alterungsprozess, für den der Begriff „Inflammaging“ geprägt wurde [12].

Nach erfolgreicher Elimination einer Noxe muss im typischen Erkrankungsfall das Entzündungsprogramm möglichst effektiv beendet werden, um Schäden für den betroffenen Organismus zu vermeiden. Das hierfür verfügbare antientzündliche Repertoire ist ähnlich umfangreich wie die proentzündlichen Mechanismen und wirkt selbstlimitierend. Bei den chronischen Entzündungskrankheiten gilt es in erster Linie, die inflammatorische Aktivität zu limitieren bzw. bei den atypischen Erkrankungen, den Entzündungstrigger zu identifizieren und durch primär oder sekundär präventive Maßnahmen möglichst frühzeitig zu eliminieren, um unausweichliche spätere Schäden zu vermeiden.

Literatur

PD Dr. med. Wilfried P. Bieger

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