Zahnmedizin up2date 2009; 3(1): 19-35
DOI: 10.1055/s-2008-1038916
Kieferorthopädie

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Zeitpunkt kieferorthopädischer Maßnahmen

Eine Übersicht unter besonderer Berücksichtigung der FrühbehandlungChris Köbel, Christopher J. Lux
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Publication Date:
16 February 2009 (online)

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Einleitung

Bei der Wahl des optimalen Zeitpunkts für kieferorthopädische Maßnahmen sollten einige Grundregeln beachtet werden, die in den Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) 2000 und 2007 [[1], [2]] eingehend dargelegt sind. Im Idealfall sollte das Entwicklungspotenzial der orofazialen Strukturen für die Therapie genutzt werden. Dabei wird angestrebt, die Behandlungszeit so kurz wie möglich zu halten, um die Belastung des Patienten und seines Umfeldes zu minimieren. Es ist zudem auf ein vernünftiges Verhältnis von Behandlungsaufwand zu Behandlungseffekt zu achten. Aus den genannten Gründen werden kieferorthopädische Behandlungen häufig in der zweiten Phase des Zahnwechsels (bzw. auch der frühen permanenten Dentition des Jugendlichen) durchgeführt [[2]]. Eine Ausnahme bilden Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten oder syndromalen Erkrankungen, die meist über einen sehr langen Zeitraum von der Geburt bis zum Wachstumsabschluss von einem multidisziplinären Behandlerteam betreut werden müssen.

Für die zahnärztliche Praxis ist es wichtig, diejenigen Patienten zu erkennen, bei denen bereits im Milch- bzw. frühen Wechselgebiss eine kieferorthopädische Therapie eingeleitet werden sollte. Hier kann die Bedeutung des Zahnarztes nicht hoch genug bewertet werden, da er meist der Erste ist, der ein Kind mit einer beginnenden Zahn- bzw. Kieferfehlstellung sieht und eine kieferorthopädische Untersuchung veranlasst.

Literatur

Prof. Dr. med. dent. Christopher J. LuxÄrztlicher Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie

MZK-Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 400

69120 Heidelberg

Email: christopher.lux@med.uni-heidelberg.de