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DOI: 10.1055/s-2008-1034065
Die hypophysäre-gonadale Funktion nach Therapie eines Hodenrezidivs bei Jungen mit akuter lymphoblastischer Leukämie
Pituitary-gonadal Function Following Therapy of Testicular Relapse in Boys with Acute Lymphoblastic LeukemiaPublikationsverlauf
Publikationsdatum:
13. März 2008 (online)
Abstract
Testicular function was evaluated in 8 boys with acute lymphoblastic leukemia (ALL) and testicular relapse following another course of intensive chemotherapy with unilateral or bilateral orchidectomy and/or testicular irradiation. LH- and FSH-secretion was studied in all using a standardized LHRH-test. In addition, a HCG-test was performed in 6 boys.
In prepuberty, all boys examined showed normal LH- and FSH-values. Beginning at 9 to 10 years, elevated basal and/ or stimulated LH- and FSH-values were occasionally noted in contrast to the consistently elevated values after the age of 12. Using the HCG-test, we found a testosterone response only in patients receiving gonadal irradiation of 1 100 and 1 500 rads (2 patients). No response was elicited in those with radiation doses of 2 400 and 3 000 rads.
We conclude that high dose gonadal irradiation and chemotherapy cause temporary and possibly permanent impairment of spermatogenesis and Leydig cell function in boys with ALL and testicular relapse.
Zusammenfassung
Bei 8 Jungen mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) und Hodenrezidiv wurde die testikuläre Funktion prospektiv und longitudinal untersucht. Nach erneuter intensiver zytostatischer Therapie mit unilateraler und bilateraler Orchidektomie und/oder Radiotherapie wurden die LH- und FSH-Sekretion mit Hilfe eines standardisierten LHRH-Testes überprüft. Bei 6 Jungen wurde zusätzlich ein HCG-Test durchgeführt.
Alle untersuchten Patienten zeigten normale LH- und FSH-Werte in der Präpubertät. Erste Veränderungen mit pathologisch erhöhten basalen und/oder stimulierten LH- und FSH-Werten finden sich im Alter von 9-10 Jahren. Nach dem 12. Lebensjahr konnten altersentsprechende normale Befunde nicht mehr erhoben werden. Im HCG-Test war ein Anstieg des Testosterons nur bei testikulären Bestrahlungsdosen von 1 100 bzw. 1 500 rad (2 Patienten), nicht aber bei Dosen von 2 400 und 3 000 rad nachweisbar.
Unsere Ergebnisse zeigen, daß die nochdosierte Hodenbestrahlung in Verbindung mit der Polychemotherapie zumindest zu einer temporären, möglicherweise aber auch zu einer dauernden Störung der Spermatogenese und Leydigzell- Funktion führen kann.
